Salut, Knut! Die Glut in den Augen der Verkäufer: Knut-Schut(t) bis aufs Blut? Wortspiele beiseite: Für mich ist diese ganze Knut-Eisbären-Aktion, so “goldich” der kleine auch is, der Marketing-Gag des Jahres!
Eisbären-Merchandising
Nachdem überraschend großen Medienandrang am vergangenen Freitag hat der Berliner Zoo Eisbärennamen Knut mittlerweile als Marke schützen lassen, denn der knuddelige Umweltbotschafter lockt nicht nur Besucher in den Tiergarten, sondern lässt auch die Merchandise-Kassen klingeln. Allein am vergangenen Wochenende sind rund 2.400 schneeweiße Plüschbären verkauft worden.
“Die Einnahmen kommen dem Zoo und dem Artenschutz zu Gute”, betont Zoo-Vertriebsleiterin Vivian Kreft gegenüber N-TV “Wichtig ist uns aber, dass wir damit die Idee des Artenschutzes transportieren”. Die derzeitigen Renner im Souvenirladen sind vor allem Knut-Ansichtskarten und ein liegender Plüscheisbär, aber dabei solls nicht bleiben:
- Haribo möchte ein Knut-Gummibärchen (“Schaumgummi-Eisbär Knuddel-Knut”) noch Ende dieser Woche auf den Markt bringen, der Berliner Zoo soll aber vom Erlös der neuen Knut-Süßigkeit wenigstens eine Spende bekommen.
- Jamba
bietet eine Reihe von Logos mit Knut beim Baden, Essen oder Herumtollen an.
- eBay
meldet “ein verstärktes Interesse an Eisbären”! Beim Internetauktionshaus werden Knut-Fotos, -Becher und -Anstecker mit Aufschriften wie “We Love Knut” versteigert.
- Ein Knut-Song (“Knut ist gut”) soll mit einer Startauflage von 6.000 Stück deutschlandweit in den Handel kommen und auch ins Italienische, Französische und Englische übersetzt werden. knutlied.de
- C&A könnte sich Knut als Werbeträger vorstellen, allerdings dürfte das süße Eisbärenkind nur vorübergehend Karriere machen. Denn aus Sicht von Werbeexperten hat er einen entscheidenden Nachteil: Er wächst.
- Und jetzt hat das Eisbärenbaby sogar seinen eigenen Blog.
Ganz ruhig bleibt hingegen der schwedische Möbelhändler Ikea, der jedes Jahr nach Weihnachten seine “Knut”-Rabattaktion startet. Hier ist noch kein Produkt zu dem Berliner “Knuddelhaufen” in Planung, außerdem habe man schon länger den Plüscheisbären “Isbjörn” im Sortiment, so Unternehmenssprecher Kai Hartmann. (Quelle N-TV.de)
Ich finde…
…es schon eigenartig, wie sich da alle dranhängen und jeder mitverdienen will (hey, ich will auch! 😉 ). Aber so lange da wenigstens ein Teil davon dem Artenschutz zu Gute kommt, solls mir Recht sein.
Aber ich werde heute Abend meiner Freundin gleich einen KNUTschfleck machen – mal schauen, ob ich dann abgemahnt werde! 🙂
via Stoibär