Archiv der Kategorie: Politik und Wirtschaft

Politisches und wirtschaftliches

Tut Knut-Flut gut?

Salut, Knut! Die Glut in den Augen der Verkäufer: Knut-Schut(t) bis aufs Blut? Wortspiele beiseite: Für mich ist diese ganze Knut-Eisbären-Aktion, so “goldich” der kleine auch is, der Marketing-Gag des Jahres!

Eisbären-Merchandising

Nachdem überraschend großen Medienandrang am vergangenen Freitag hat der Berliner Zoo Eisbärennamen Knut mittlerweile als Marke schützen lassen, denn der knuddelige Umweltbotschafter lockt nicht nur Besucher in den Tiergarten, sondern lässt auch die Merchandise-Kassen klingeln. Allein am vergangenen Wochenende sind rund 2.400 schneeweiße Plüschbären verkauft worden.

“Die Einnahmen kommen dem Zoo und dem Artenschutz zu Gute”, betont Zoo-Vertriebsleiterin Vivian Kreft gegenüber N-TV “Wichtig ist uns aber, dass wir damit die Idee des Artenschutzes transportieren”. Die derzeitigen Renner im Souvenirladen sind vor allem Knut-Ansichtskarten und ein liegender Plüscheisbär, aber dabei solls nicht bleiben:

  • Haribo möchte ein Knut-Gummibärchen (“Schaumgummi-Eisbär Knuddel-Knut”) noch Ende dieser Woche auf den Markt bringen, der Berliner Zoo soll aber vom Erlös der neuen Knut-Süßigkeit wenigstens eine Spende bekommen.
  • Jamba bietet eine Reihe von Logos mit Knut beim Baden, Essen oder Herumtollen an.
  • eBay meldet “ein verstärktes Interesse an Eisbären”! Beim Internetauktionshaus werden Knut-Fotos, -Becher und -Anstecker mit Aufschriften wie “We Love Knut” versteigert.
  • Ein Knut-Song (“Knut ist gut”) soll mit einer Startauflage von 6.000 Stück deutschlandweit in den Handel kommen und auch ins Italienische, Französische und Englische übersetzt werden. knutlied.de
  • C&A könnte sich Knut als Werbeträger vorstellen, allerdings dürfte das süße Eisbärenkind nur vorübergehend Karriere machen. Denn aus Sicht von Werbeexperten hat er einen entscheidenden Nachteil: Er wächst.
  • Und jetzt hat das Eisbärenbaby sogar seinen eigenen Blog.

Ganz ruhig bleibt hingegen der schwedische Möbelhändler Ikea, der jedes Jahr nach Weihnachten seine “Knut”-Rabattaktion startet. Hier ist noch kein Produkt zu dem Berliner “Knuddelhaufen” in Planung, außerdem habe man schon länger den Plüscheisbären “Isbjörn” im Sortiment, so Unternehmenssprecher Kai Hartmann. (Quelle N-TV.de)

Ich finde…

…es schon eigenartig, wie sich da alle dranhängen und jeder mitverdienen will (hey, ich will auch! 😉 ). Aber so lange da wenigstens ein Teil davon dem Artenschutz zu Gute kommt, solls mir Recht sein.

Aber ich werde heute Abend meiner Freundin gleich einen KNUTschfleck machen – mal schauen, ob ich dann abgemahnt werde! 🙂

via Stoibär

eBay aktuell:

Jedem sein eigener Tsunami

Bei der Tsunamikatastrophe 2004 waren wir alle geschockt. Ja warum hat denn keiner die Menschen gewarnt, warum hat man keine Vorkehrungen getroffen? Hätte man es selbst besser gemacht…?

Also ich nicht, das weiß ich jetzt, denn bei stopdisastersgame.org kann das jetzt jeder selbst überprüfen. Dort befindet sich ein Online-Spiel, mit dem die Vereinten Nationen Kinder und Jugendliche (doch, UND auch Erwachsene) auf Katastrophen vorbereiten und im Krisenmanagement schulen wollen. Denn “die Kinder von heute sind die Bürgermeister, Architekten und Bauleiter von morgen”.

Erdbeben, Überschwemmung oder Flächenbrand

Ja wie hättens sies denn gern: Erdbeben im Mittelmeerraum, Überschwemmung in Europa, Flächenbrand in Australien oder Tsunami in Südostasien? Das sind die verschiedenen Szenarien die zur Auswahl stehen. Natürlich folgt dann noch eine Auswahlmöglichkeit auf der Katastrophenscala: “easy”, “medium” oder “hard”?

StopdisastersMeine ersten Versuche verliefen im Sand bzw. wurden vom Meer weggespült. Erst im dritten Anlauf bekam ich meine Medaille! *stolz* Kleiner Tipp: Immer erst aufs Gemeindezentrum klicken, da gibt´s Frühwarnsysteme! Und den Tourismus nicht vergessen und Hotels bauen!

Ich finde das eine gute Idee – zwar etwas makaber, aber trotzdem – denn ich hätte mir das nicht so schwer vorgestellt – und vor allem so teuer! Aber es ist ein echt guter Ansatz die kleinen schon mit solchen Problemen zu beschäftigen… wer weiß, vielleicht hat irgendwann so ein Zwerg den rettenden Einfall? Und da soll noch mal einer sagen: Computer spielen bildet nicht! (Ätsch, Mami! 🙂 )

Übrigens passend zum heutigen Welttag des Wassers soll bald ein neues Szenario dazu kommen: Dürre!

(Quelle Spiegel Nr.11 / 12.3.07)

PS: Mein Score bei
– Tsunami “hard” war 67.300! Na?
– Hurricane “easy” war 51.520!
– Wild Fire “easy” war 85.770!
– Earthquake “easy” 40.600!

Sex stürzt die Welt ins Verderben

Teil 2 (Teil 1 hier): Nachdem ich mir die Mühe machte auszurechnen, was passierte, würden alle Menschen auf der Welt gleichzeitig Sex haben (2.885 x die Hiroshima-Bombe), weckte ich dadurch natürlich das Interesse einiger “Insider”, die mich auf die Unvollständigkeit meiner Arbeit hinwiesen. So meinte der Stoibär, das aber während des Massenbeischlafs “alle Autos, Busse und Flugzeuge stillstehen” und sich so die klimatischen Wirkungen aufheben würden; und Leonope fragte nach der zusätzlichen Dezibelbelastung durch “Erdsex”.

Nun gut, in meinem vorherigen Beitrag (Klimaerwärmung durch Beischlaf) kam ich ja zu dem Schluss, dass “nach Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis” das Klima unser kleinstes Problem sein dürfte. Aber interessant ist es trotzdem:

Ich denke, dass nicht allzu viele Verkehrsmittel (in dem Zusammenhang ein witziges Wort) während “dem großen Bums” stillstehen würden, denn Flugzeuge z.B. könnten mit Hilfe des Autopilots durchaus weiterfliegen – solange sich wenigstens der Kapitän noch im Cockpit befindet und im Falle einer drohenden Kollision unterbrechen und eingreifen könnte. Landeanflüge und Starts sollten aber im Vorfeld verschoben werden. Auch bedarf es natürlich wieder einer hervorragenden Organisation, damit sich in jedem Flieger die gleiche Anzahl Männlein und Weiblein befindet. Aber da Starts und Landungen nur verschoben werden würden, würde das zu keinerlei klimatischer Entlastung führen.

Auf der Schiene und auf dem Wasser wäre es das gleiche: die Fahrten könnten ungehindert fortgesetzt werden – Überwachungssysteme gibt es ja zur Genüge. Aber auch hier sollten Bahnhof- oder Hafeneinfahrten verschoben werden. Die Motoren würden allerdings in fast allen Fällen weiterlaufen, das kennt man ja. Einzige Entlastung für unser Klima sehe ich nur bei den PKWs, da schon aufgrund der Tatsache, dass viele alleine im Auto sitzen und es keinen “Auto-Autopilot” gibt, die meisten Autos stillstehen würden. Aber ich bin mir sicher, dass auch hier einige Spezialisten rechts ran fahren und Motor laufen lassen würden. 🙂

Organisation

Womit wir auch schon beim nächsten organisatiorischen Problem wären: Die unterschiedliche Dauer des Sexes. Bei club.womenweb.de hab ich gefunden, dass der Geschlechtsverkehr im Durchschnitt 39 Minuten dauert. Um ein anständiges Ergebnis zu bekommen, sollten aber alle Menschen gleichzeitig den Höhepunkt erlangen. Demzufolge müsste in Altersheimen eben entsprechend früher damit begonnen werden. Jüngere Teilnehmer mit vielleicht zugelosten Partnern sollten später beginnen, das Vorspiel ausdehnen oder technische Vorkehrungen treffen (Kneifen an den unmöglichsten Stellen oder vorheriges Entladen). Der weibliche, oder passive Part müsste sich selbst um den eigenen Höhepunkt kümmern – also alles wie gehabt! 😀

Auch sollten die vorher bestimmten oder gelosten Partner durch verschiedene Testläufe ein gemeinsames Erreichen des Höhepunkts trainieren. Trennungen und Scheidungen können ab dem Zeitpunkt der Zuteilung nicht mehr berücksichtigt werden, was für die Männerwelt wohl das geringste Problem darstellen dürfte. Als Ausnahme wäre nur ein “Quertausch” zu akzeptieren, bei dem ein neues Paar die beiden Expartner “verknüpft”. Nur in Ausnahmefällen (Autopannen, stecken gebliebene Aufzüge, etc.) sollte zu Not-Partnern gegriffen werden. Hierbei ist aber eine unbedingte Koordination der Zufallskorpulierer erforderlich. Im Falle von zufällig gleichgeschlechtlichen Partnern wäre auf Oralsex auszuweichen (ich würde meiner Freundin nicht mehr von der Seite weichen). Organisatorisch dürfte damit das gröbste erledigt sein.

CO2-Ausstoß von Massensex

Der Mensch stößt derzeit etwa 32 Gt CO2 pro Jahr aus. Das sind dann also 525.600 Tonnen in der Minute. Nun gehen wir mal davon aus, dass nicht alle Menschen die 39 Minuten voll zur Sache gehen, sondern die einen mehr, die anderen weniger – einigen wir uns auf die letzten 5 Minuten des “Pfeifchen-versteckens”, in denen wir alle dann schneller und heftiger atmen. In dieser Zeit würden wir das Doppelte, also 5.256.000 Tonnen in die Luft pusten, aber nur ca. 2.628.000 Tonnen mehr als sonst. Diese Mehrbelastung entspräche 6.570.000 Flüge von Nürnberg nach Helsinki (400kg CO2); und eine angemessene Entlastung bei atmosfair.de (15 Euro pro Tonne CO2) würde 39.420.000,- Euro kosten. Bei 2.060.442.520 “Lumbereien entfielen auf jedes Liebespärchen 1,9 Cent, die galanterweise vom Herren bzw. dem maskulinen Teil der Teilnehmergemeinschaft zu entrichten wäre. 🙂

Dezibelbelastung

Leider konnte ich keinerlei Informationen über Geräuschpegel und Phon-Zahlen von Menschen beim Sex finden. Ich kann allerdings repräsentativ, also aus eigener Erfahrung, behaupten, dass es dabei sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Probanden gibt, was nicht immer mit den Leistungen des Gegenübers zusammenhängen muss! Also müsste ich zur Beantwortung dieser Frage erst weitere und weitaus umfassendere Studien machen. 😉
In Anbetracht der katastrophalen Auswirkungen kann ich aber nun verstehen, warum viele in der katholischen Kirche der Meinung sind, dass der körperliche Akt eine Art apokalyptischer Reiter wäre… 😉

@ Leonope: Is das jetzt genug Sex in meinem Blog? 🙂

Klimaerwärmung durch Beischlaf

Leonope war es, der/die in einem Kommentar die Frage stellte “wenn alle Menschen gleichzeitig bumsen würden ob sich das Klima dadurch erwärmen würde”. Gut, verzeihen wir ihm/ihr mal den Jargon und betrachten die Frage näher:

Was sind die Voraussetzungen

Wir gehen also davon aus, dass derzeit 6.603.982.436 Menschen (Zuwachs pro Tag: 220.862 Menschen oder pro Sekunde 2,6 Menschen) auf diesem Planeten leben. Auch wenn bei peziso von einem “weltweiten Frauenüberschuss” gesprochen wird, meldet die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung nichts dergleichen (es scheint zwar mehr Männer zu geben, aber die sterben früher). Das heißt wir reden von 3.301.991.218 Pärchen. Davon ziehen wir mal den Anteil der Bevölkerung unter 15 Jahren (29 Prozent) sowie den Anteil der Bevölkerung über 65 Jahren (7 Prozent) ab (natürlich könnten von den über 65jährigen einige noch, aber die weltweite Versorgung mit Viagra wäre ein logistisches Problem) und kämen nur noch auf 2.113.274.380 Äkte.

Bei Pepiblog hab ich gefunden, dass offenbar 5% der Bevölkerung homosexuell ist. Nun möchte ich dieser Gruppierung nicht absprechen, dass auch sie beim Thema “bumsen” beteiligt sind, aber da Wikipedia bei den Herren vermeldet, dass “****verkehr durchaus nicht der Regelfall ist” und ich bei den Damen das ganze nicht mit “bumsen” betiteln würde (*lechz* 😉 ) berechne ich einfach 2,5 Prozent! Salomon hätte nicht anders gehandelt! Womit wir auch schon bei 2.060.442.520 Mal “Gnaddern” wären.

Organisation

Auch setze ich voraus, dass das ganze Vorhaben gut organisiert ist, sodass auch alle “Berechtigten” zu ihrer “Gelegenheit” kommen, also auch der Einsiedler am Berg, die Forschergruppe am Nordpol, Bergarbeiter, der Schrankenwart zwischen Nürnberg und Fürth – einfach jeder! Die Unterschiede in der Tageszeit dürfte kein Problem darstellen, sofern es an einem weltweiten Feiertag stattfindet. Denn wenn sich die Probanden an ihrem Arbeitsplatz befänden, müssten eben dort geeignete “Ziele” organisiert werden – was sich bei machen Berufen als relativ schwierig gestalten dürfte. Auch religiöse Aspekte lassen wir mal völlig außer Acht.

Um es besser berechnen zu können, müsste dann die Missionarsstellung vorgeschrieben werden (sorry liebe Gleichgeschlechtliche). Bei dieser Praktik würden sich demnach 1.030.221.260 Personen bewegen. Gehen wir mal davon aus, dass im Schnitt jeder Mensch 70kg wiegt und nur mit der Hälfte seines Körpers Bewegungen ausführt.

Auswirkungen

So kämen wir auf 36.057.744 Tonnen bzw. 36.058 Megatonnen. Die Hiroshima-Bombe hatte 12,5 MT, das heißt es wirkt 2.885 Mal die Uranbombe “Little Boy” auf unseren Planeten. Allein auf China (1,311 Mrd. Menschen) würden 576,9 solcher Atombomben wirken.

Würde man es organisatorisch Hinbekommen, dass alle den gleichen Rhythmus haben (vielleicht nach der Atomuhr) würde sich diese Wirkung allerdings noch verstärken. Folgen wären in jedem Fall Erdbeben und Vulkanausbrüche, gefolgt von Tsunamis, da weltweit einige gigantische Berghänge abrutschen würden. Eine weitere Folge wären gigantische Umweltschäden (z.B. durch zerstörte Tanklager) und nukleare Katastrophen, da – soviel ich weiß – z.B. die Amerikaner ein Atomkraftwerk direkt auf den San-Andreas-Graben gestellt haben.

Dann dürfte allerdings die Klimaerwärmung unser kleinstes Problem sein!

(Aber vielleicht versuche ich das auch noch mal auszurechnen) Als nächstes dürfte es 9 Monate später zu einer Geburtenexplosion kommen (Ursula von der Leyen merkt auf), da sicherlich nicht die ganze Welt mit Verhütungsmitteln zu versorgen sein dürfte. Aber was in Deutschland vielleicht zu einem netten Nebeneffekt werden könnte, wäre in anderen Regionen der Welt katastrophal! Die Krankenhäuser, die noch die Verletzten der Katastrophen versorgten, wären hoffnungslos überfüllt. 6 Jahre später wären die Schulen überfüllt, was sicherlich zu einer schlechteren Bildung führen würde. 16 Jahre nach unserem Versuch würden diese schlecht ausgebildeten dann die Arbeitsmärkte überschwemmen, was mancherorts zu Unruhen und Aufständen führen wird…..

@ Leonope: So wichtig ist bumsen auch wieder nicht!! 😀

Anmerkung: Um so mehr Daten man über die Weltbevölkerung sammelt, um so mehr verliert man in Anbetracht von fehlendem Wasser und HIV die Lust an einem spaßigen Bericht. Darum lege ich jedem “Wenn die Welt ein Dorf wäre” und den Datenreport der DSW ans Herz.

Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung

Teil 2 hier

Jahrhundertsommer 2007?

“Wann wird´s mal wieder richtig Sommer” braucht man vermutlich 2007 nicht zu singen, denn britischen Wissenschaftlern zufolge steht uns das wärmste Jahr seit mind. 150 Jahren bevor.

Mit 60%iger Wahrscheinlichkeit werde die Durchschnitttemperatur in diesem Jahr um 0,54 Grad Celsius über dem langjährigen Mittelwert von 14 Grad liegen – und auch in Zukunft weiter ansteigen.

Die Treibhausgase und eine ungewöhnliche Meeresströmung im Pazifik heizen die Atmosphäre auf! So taucht seit Jahren im Pazifik immer wieder einmal eine ungewöhnliche Wasserströmung auf, bei der vor der Küste Südamerikas plötzlich warmes Wasser nach oben quillt und die Atmosphäre aufheizt. Dieser sog. El Niño bringt das ganze Geflecht der weltweiten Meeresströmungen und Winde durcheinander und verursacht in Südamerika verheerende Stürme, während es gleichzeitig – so wie beim letzten Mal 1997 – in Süd-Asien und Afrika zu Dürrekatastrophen kommt.

Näheres zu El Niño unter elnino.info

Jahrhundertsommer? Ja gerne, wir haben ja jetzt endlich wieder eine Terrasse! Aber wenn es nur nicht immer so schwunghaft kommen würde: 4 Wochen Hitze, dass man kaum atmen kann und dann tropische Stürme und Wirbelstürme… bei uns!

Wann merkt die Politik, und vor allem die amerikanische und chinesische Politik endlich, dass sich etwas ändern muss? Was wir heute erleben sind ja nur die Auswirkungen von dem was wir vor ca. 4 Jahren in die Luft geblasen haben! Wie sieht dann erst ein Sommer in 4 Jahren aus, wenn die Chinesen und jetzt auch die Inder noch immer und immer mehr verpesten? Wir Deutschen sollten mit gutem Beispiel vorangehen und versuchen die Auflagen des Kyoto-Protokolls einzuhalten!

Und jeder einzelne kann und sollte da etwas tun! Ich z.B. fahre Autogas – naja, zur Zeit nicht, die Karre ist in der Werkstatt… 🙁

Bald Revolution in Deutschland?

Ich hab mir gerade, zur ersten Mal wie ich gestehen muss, Sabine Christiansen angeschaut. Auslöser war, dass Frau Dr. Gabriele Pauli zu Gast war, die Frau die in Bayern Edmund Stoiber stürzen will.

Die Sendung nahm Pauli-Gate aber nur zum Anlass um über die Demokratie in Deutschland im Allgemeinen zu diskutieren. Sehr überzeugend hierbei Herr Gerald Häfner, Vorstandssprecher Mehr Demokratie e. V. und Gründungsmitglied der Grünen mit seinen 4 Punkten zur Verbesserung unserer politischen Lage:

  1. Wahlrecht ändern, sodass man nicht mehr (nur) Parteien pauschal wählt, sondern (auch) Personen von der Liste direkt (quasi eine 3. Stimme)
  2. Rechte der einzelnen Abgeordneten stärken
  3. Akteneinsichtsrecht und Informationsrecht für die Wähler
  4. Wahlen immer mit sachbezogenen Volks-Abstimmungen verbinden

Das würde die Menschen in Deutschland mehr in die Politik einbeziehen und folglich die Politikverdrossenheit senken.

Ich finde

…die Ideen gut, vor allem das mit der 3. Stimme, denn es ging mir schon oft so, dass ich bestimmte Personen wählen wollte, aber deren Partei nicht! Außerdem hatte Herr Häfner vollkommen Recht damit, dass sich die Leute kaum noch engagieren wollen weil sie keine Chancen sehen (“Fraktionszwang”). So einen Fall erlebte ich erst vor kurzem: Auf die Frage, warum Jemand mit tollen Ansichten, Lösungen und einer anderen Denkweise nicht in die Politik gehe, antwortete dieser, dass das doch nichts bringe. Denn wenn man in irgendeine Partei einträte, dann brauchte man mindestens 2 Jahre, bis man was sagen könne. Um einflussreich zu werden müsste man “nach deren Pfeife tanzen” und wenn man dann endlich einen Posten hätte, wäre man wahrscheinlich “umgepolt”!

PS: Als ich in der Sendung die Einblendungen des Ministerpräsidenten des Saarlands, Herrn Peter Müller sah, stellte ich mir wieder die Frage, ob Politiker eigentlich einen Kurs belegen müssen “Wie grinse ich großkotzig, wenn mein Gegenüber nicht meiner Meinung ist”? Gibt es so was? Weil dann mache ich den mal – zusammen mit “Wie unterbreche ich andere Leute und rede dann so, dass ich selbst nicht unterbrochen werden kann”. Das wird toll! 😉

Dänische Künstler veräppeln Ahmadinedschad

Eine der lesbarsten oder lesenswertesten Ausgaben des SPIEGEL ist die AusgabeNr.1/ 30.12.2006 die ich gerade vorliegen habe. Folgendes unglaubliches habe ich gefunden:

Die dänische Aktionsgruppe “surrend” hat in der “Tehran Times” eine Anzeige veröffentlicht, die das Bild des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad zeigt und darunter

Support his fight against Bush
We are also tired of Bush
Iran has the right to produce nuclear energy
No US aggression against any country
Evil US military stay home

gezeichnet “Danes for World Peace”

OK, alleine das ist schon eigenartig, aber wenn man nun die ersten Buchstaben in jeder Zeile liest, erhält man das Wort “SWINE”, das übersetzt “Schweine” heißt und für Muslime besonders beleidigend ist – und das neben dem Bild des Despoten.

Auf die Frage, warum man so was macht und ob nicht grad nach dem Karikaturenstreit das angespannte Verhältnis zwischen den muslimischen Staaten und Dänemark noch weiter belastet würde, meinte Jan Egesborg, der Chef der Aktionskünstlergruppe gegenüber dem Spiegel: “Ahmadinedschad ist selbst ein großer Weltprovokateur. Wir wollten ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen”.

Nun fragen wir uns alle, was das mit Kunst zu tun hat. Der SPIEGEL offenbar auch und gab diese Frage an Herrn Egesborg weiter, der dazu meinte, dass “Kunst doch Spaß machen und Emotionen erzeugen soll” und “das täten ihre Aktionen” schließlich auch.

(Mehr auf spiegel.deDänen schmuggeln Ahmadinedschad- Beschimpfung in Teheraner Zeitung“)

Ich finde

…das ziemlich mutig in so einer angespannten Situation (Dänemark – Muslime) auch noch Öl ins Feuer zu gießen und kurz mal nen Despoten zu veräppeln, der grad an der Atombombe schraubt. Denn bei der “Tehran Times” ist man schon sauer und irgendwer wird dem Diktator ja dann auch mal erzählen, was mit der Anzeige gemeint ist. Hoffentlich für die Dänischen Künstler hat er dann nicht auch was auf Lager, was “kunstvoll” ist und zu “Emotionen anregt”

Warum nur bin ich kein Künstler geworden, offenbar kann man dann alles machen (siehe auch “Google will eat itself“) und hinterher sagen: “Hey Du Banause, das ist Kunst!” 😉

Saddams Hinrichtung heimlich gefilmt

George Bush nannte es einen “Meilenstein auf dem Weg zur Demokratie” als Saddam Hussein am 30. Dezember hingerichtet wurde. Doch die Hinrichtung wurde heimlich aufgezeichnet und das Video nun sogar veröffentlicht, was die die Spannungen zwischen den Religionsgruppen im Irak weiter verschärfen wird.

Auf dem Video, das offensichtlich mit einem Handy aufgenommen wurde, ist zu erkennen, dass der Ex-Diktator von seinen Henkern gedemütigt wurde, indem sie immer wieder Hochrufe auf den radikalen Schiiten-Prediger Muktada al-Sadr, ein Gegner des Sunniten Saddam ausstießen. Laut N-TV entgegnete Saddam Hussein, ob die Henker so ihre Männlichkeit beweißen wollten, aber diese meinten nur, dass sein Weg ohnehin direkt in die Hölle führe. Als Saddam am Galgen hängt, bricht Jubel unter den Anwesenden aus – offenbar kommt er von Saddams Wächtern.

Unruhe in die Sache bringt nun aber auch einer der Anwälte Saddams, Emmanuel Ludot, der in einem Brief an den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine Untersuchung der Hinrichtung verlangt, da sowohl das Video als auch die Hinrichtung gegen die Genfer Konvention von 1949 verstoßen würden. Außerdem will er wissen, wer die vermummten Henker waren, denn hochgestellte Saddam-Gegner könnten “in einem üblen Handel mit der Besatzungsmacht das Privileg erhalten haben, bei der Tötung selbst Hand anzulegen“.

(Quelle N-TV “Hinrichtungen am Donnerstag)

Es war doch schon vorher klar, dass diese Hinrichtung die Lage im Irak verschärfen wird, denn die einen haben nun einen Feind weniger und die anderen endlich einen Märtyrer! Dass die Amerikaner nicht wenigstens für eine anständige Durchführung gesorgt haben, zeigt für mich nur, dass sie die Reihe der “Auslands-Missgeschicke” wie Vietnam, Somalia, etc. auch im Irak weiter fortsetzen!

Das Video gibt es hier zu sehen. Ich hätte es bei mir nicht reingesetzt, weil da immerhin ein Mensch umgebracht wird! Aber es ist jedem seine eigene Sache, ob er sich das anschauen will….
(Danke Stoibär)

Abmahnterror bald Olympische Disziplin?

Was is denn da schon wieder los? Da schaut man morgens rein, was Stoibär und Dreibein so verzapft haben und stößt auf folgenden Fall:

Da schreibt der Saftblog einen Bericht über die Olympischen Spiele, bildet dazu auch noch die dazugehörigen Ringe ab und wird einige Zeit später abgemahnt: Summe 150.000 Euro

Nun überlege ich natürlich die ganze Zeit, wo habe ich was “falsch” gemacht bzw. habe ich Markenrechte verletzt? Nicht dass ich von Britney verklagt werde, weil ich über ihr Skandalfoto geschrieben habe? Oder von meinem Kumpel Paul, weil ich ein Bild von Ihm als Partylöwe online gestellt habe….

Zurück zum Thema: Nun hat sich doch wahrhaftig der Pressesprecher vom Deutschen Olympischen Sportbund zu Wort (vom marketing-blog.biz) gemeldet mit folgender Aussage:

Wenn ich in einer Zeitung, im TV oder im Internet eine Marke verwende, die mir nicht gehört und abgemahnt werde, dies zu unterlassen, werde ich dies tun. Und sicher nicht sagen, ich stelle die Zeitung ein, ich schließe den Sender, ich nehme ich den blog vom Netz?

Wie stellt sich der Herr das mit uns Blogger eigentlich vor? Habe ich eine Redaktion vom 12 Journalisten und 4 Korrespondenten, eine Abonnentenabteilung und einen Werbeanzeigen-Etat von 100.000 Euro, nur weil ich ab und an meinen Senft (=fränkisch) zu allgemeinen Themen dazugeben will?

Nun ist es an uns, Solidarität zu zeigen und uns zu organisieren! Horrende Summen einzutreiben ohne vorherige Vorwarnung ist unsittlich und unanständig! Dreibein meint ganz richtig:

Verlinkt und kommentiert diesen Artikel (Abmahn-Terror in Deutschland)!
Macht jemand einen Button und ein Logo?
Laßt uns alle zusammenrücken und es denen zeigen!

Ich bin dabei und unterstütze! Hallo Frau Merkel, wir kommen!

Weiter Infos hier:
Stoibär: Anleitung: Wie schade ich dem Ansehen des Sports?
Das Farliblog: Der DOSB e.V. äußert sich
Kelterei Walther: Offizielle Stellungnahme des Deutschen Olympischen Sportbundes
www.rettet-das-internet.de

Update 16.12.: Die Pressestelle des DOSB möchte eine Einigung! “Die Kuh scheint vom Eis zu sein.” Mehr bei Saftblog

Rauchverbot, da kannst Dich auf den Kopf stellen

In der letzten Woche konnte man noch schön jedem Raucher Angst machen, indem man ihn auf die kommenden Verbote verwies: Baldiges Rauchverbot in Speisegaststätten und Diskotheken!

Doch siehe da, eine Woche später ist alles wieder hinfällig: Das GruselKabinett stoppt das bundesweit einheitliche Rauchverbot, da Justiz- und Innenministerium verfassungsrechtliche Bedenken geltend gemacht hatten.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach gleich von einer “Bankrotterklärung gegenüber der Tabaklobby“. Worauf wird es dann also hinauslaufen? Werden die Bundesländer nun eigene Gesetzte rausgeben, die dann auch von Land zu Land unterschiedlich sind, so wie heute bei den sanften Drogen? Dass man bei dem (unsäglichen) Schild “Willkommen im Freistaat Bayern” die Zigarette aus und das Bier aufmachen muss? Dass ein Urlauber in Deutschland nicht nur die fremdenfeindlichen Gegenden in Sachsen meiden muss, sondern auch die zigarettenfeindlichen Gebiete in Niedersachsen? 🙂

Zigaretten ec-Karte ab 2007Lassen wir uns überraschen, auf jeden Fall denke ich, dass ein Rauchverbot kommen wird, so sicher, wie man ab dem 01.01.2007 an jedem Zigarettenautomaten nur noch mittels ec-Karte an die enthaltenen Schachteln gelangen wird. So wie hier in Regensburg wird das ja schon lange angekündigt, wobei ich das hier links besonders witzig finde.

Auch wenn du dich auf den Kopf stellst: Ohne Karte läuft hier nichts.

Muss die Anrede nicht großgeschrieben werden?

via Stoibaer (Keinen Arsch in der Hose)

Lotto online nicht mehr möglich?

Vorgestern wars, als bei N-TV in den Breaking-news kam, dass kein Lotto spielen im Internet mehr möglich ist. Ich bin natürlich erschrocken, weil mein 4 Wochen-Schein noch bei Tipp24 liegt… bekomme ich mein Geld zurück? Und was ist, wenn ich am Wochenende DIE Zahlen habe?

Aber heute kam schon die Entwarnung: Es betrifft nur die staatlichen Internetangebote. D.h. wer sich z.B. bei Lotto Bayern angemeldet hatte, kann dort in Zukunft nicht mehr spielen, denn dort wurde bei der Anmeldung überprüft, ob man wirklich in besagtem Bundesland wohnte. Auf die Spielkonten hat man selbstverständlich weiterhin Zugriff.

Mein Tipp24 hingegen ist von dem Ultimatum des Bundeskartellamtes nicht betroffen, da die “unerlaubte Aufteilung des Marktes” hier nicht stattfindet. Die Spielaufträge der Kunden werden an acht Landeslotteriegesellschaften vermittelt, mit denen seit Jahren Kooperationsverträge bestehen.

Also kann ich wieder beruhigt weitertippen, denn es ist auch zu erwarten, dass das Bundeskartellamt die staatlichen Monopole noch mehr auflöst.

Update: Inzwischen hat sich einige geändert! Tipp24 ist nach London ausgewandert und Lotto übers Internet ist allgemein verboten (Bild.de)!