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Blogger aus der Frankenmetropole Nürnberg

 
 

Archiv für die 'Klassiker' Kategorie

Ewig junge Classics

Helmut Berger: Winterkirschen und der Fürsten-Furz

Erstellt von andy am 15. April 2009

Helmut Berger (Wiki), der egozentrische “Weltstar” und die Verkörperung des bayerischen Märchenkönigs ”Ludwig II” (von Luchino Visconti) hat mal wieder ein Interview von sich gelassen. Noch besser ist dieses abgedrehte Zeug allerdings, wenn man sich die Gesten des von sich selbst eingenommenen Preisträgers des “schwullesbischen Preis der Berlinale” vorstellt:

…Wenn ich jetzt sage, ich freue mich auf Kirschen, kann es sein, dass ich morgen, wenn ich Kirschen sehe, lieber Pfirsiche mag. Kennen Sie Winterkirschen? (…) Die kann man nicht essen. Man kann auch kein Kompott daraus machen…
(„Winterkirschen“ laut österreichischem Wörterbuch: „Kotstücke an den Arschhaaren“)

Legendär ist Ihr Auftritt bei einem Empfang der monegassischen Fürstenfamilie, als Sie nach der Einnahme von Kokain in die Hose machten:
…ich hab’ mich ja nicht absichtlich angeschissen. Ich hab’ nur gefurzt, und weil ich schlechtes Kokain bekommen hatte, kam hinten was anderes raus….

Überragend der Typ! Das ganze Interview gibt es bei der FAZ zu lesen “Heute Nacht habe ich toll geträumt“ 

Für die, die nicht wissen wer Helmut Berger ist, passend dazu ein ewig junger Harald-Schmidt-Klassiker: “Ich frag jetzt mal, hatten Sie Sex heute Nacht?

“Willst Du meine blauen Flecken sehen? …. Im InterContinental im Aufzug…?” ;-)

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Ostalgie: DDR-Videospiele auf Poly-Play

Erstellt von andy am 5. April 2009

Polyplay DDR-Videospiel-Automat AbfahrtslaufDer “Polyplay” war der einzige Arcade-Automat, der in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) entwickelt wurde. Ca. 2000 Stück wurden vom “Volkseigenen Betrieb VEB Polytechnik Karl-Marx-Stadt” (Chemnitz) ausgeliefert und standen häufig in FDGB-Ferienheimen – einer stand sogar im Palast der Repubik! (Mehr bei Wikipedia)

Der Kasten musste mit 50 (Ost-) Pfennigen gefüttert werden (konnte aber leicht mit 1 PF-Münzen manipuliert werden) und hatte immerhin 8 Spiele unter seinem Preßspangehäuse. Diese Spiele können heute nun endlich wieder über das Internet gespielt werden:

www.polyplay.de

Besonders witzig finde ich dabei, dass alle Spiele mit der Taste “G” für “Geldeinwurf” gestartet werden müssen! Folgende 8 Videospiele stehen zur Auswahl:

  • Hirschjagd
  • Hase und Wolf (Pac-Man)
  • Abfahrtslauf
  • Schmetterlinge
  • Schießbude
  • Autorennen
  • Merkspiel
  • Wasserrohrbruch

Wie einfach doch Fun am Computer sein kann! Meine Favorites sind Abfahrtslauf (siehe Bild) und Wasserrohrbruch, mit “aus dem Fenster kippen”! :-)

Jaja, die gute alte Zeit…

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Mode 2009: Schnurrbart und Jogginghose

Erstellt von andy am 4. März 2009

Also ich muss schon sagen, dass ich Bilder aus den 80er Jahren immer ziemlich peinlich finde – und ich rede hier nur von der Mode im Westen!

Was uns jetzt aber die Bild-Zeitung für 2009 als Trend vor die Füsse kübelt, ist eine wahre Reanimation dieser Zeiten!

…endlich Schluss mit hautengen Röhren, Schals, Tüchern und V-Ausschnittpullovern in Beerentönen. Der heißeste Trend in Sachen Männer-Look hat übrigens nichts mit Klamotten zu tun, sondern mit einem Comeback einer bestimmten Art der Gesichtsbehaarung…

Will heißen, der Schnurrbart kommt zurück! Man kann die “Popelbremse” nun auch tragen, wenn man nicht bei der Polizei ist! ;-)

Für das Folgende empfehle ich die Bilder-Galerie auf BILD.de-Trendkontrolle Bild 7: Denn nach den “Hängejeans” (unter dem Gesäß) folgt nun die Jogginghose als trendiges Beinkleid. Dazu trägt der Herr von 2009 einen Pullunder, wie ihn Engländer abends nach der Fuchsjagd im Kamin-Zimmer tragen…

Aber ich glaube, ich werde auf diesen Mode-Zug mal aufspringen! Meine Frau wird begeistert sein, wenn ich Jogginghose und Pullover nicht nur beim Autowaschen, sondern auch beim Essengehen trage! ;-)

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Drogen-Cocktail beim Zahnarzt

Erstellt von andy am 8. Februar 2009

Ein kleiner 7jähriger Junge aus England ist nach einem Zahnarztbesuch noch völlig benebelt (was haben die dem Kleinen bloß gegeben?), sein Vater filmt ihn beim Durchleben des Drogenrauschs und stellt den Film auf youtube: David After Dentist

Was nun aber passiert, wenn dieser Film die Runde macht und vor allem von Leuten, die zuviel Freizeit haben, umgearbeitet wird, kann man hier sehen:

Nun berichtet sogar der Spiegel darüber (Drogentrip nach Zahnarztbesuch) und stellt eine kleine Remix-Sammlung zur Verfügung. Manche Leute haben einfach nix zu tun… der Hype erinnert etwas an dramatic chipmunk, oder?!!

via Sebbi

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Niesender Panda – ich könnts stundenlang anschauen!

Erstellt von andy am 13. November 2008

Fast schon ein Klassiker, der mir wieder begegnet ist! Bitte mehrmals anschauen:

Ich könnt mich wegeimern über den großen Panda. Ein Timing wie in einem Cartoon mit dem Blick am Schluss in die Kamera! Dazu noch dieses Hatschi-Geräusch! Gigantisch!

Danke Chitime-Blog

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Klassiker: Dramatic Chipmunk

Erstellt von andy am 15. Mai 2008

Also ich muss schon sagen, dass ich mich immer wieder amüsiere, was im Internet so alles kult ist und wird. Das hier z.B. ist/soll der erfolgreichste 5-Sekunden-Film auf youtube (sein): 8,2 Millionen Mal angesehen!

Ich kann nicht aufhören mir diesen Clip wieder und immer wieder anzusehen! :-D

Auf die Spur von “dramatic prairie dog“, wie es manchmal auch heißt, hat mich Sebbi gebracht, der im Nürnberger Tiergarten einen “dramatic Präriehund” gesehen und gefilmt hat!

Und nun seht Euch mal bitte an, zu welchen Auswüchsen dieser “Dramatic-Film” geführt hat. Da hat sich doch echt einer die Mühe gemacht und alle Filme zusammengeschnitten!

Na? Hat keiner von Euch eine Idee für eine weitere Version?

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Kalkofes Mattscheibe – Panne bei Ferris MCs Fuck-Inflation

Erstellt von andy am 13. Februar 2008

Ein herrlicher Klassiker! Das hat doch wahrhaftig der fucking Sound-Mann Ferris MC’s fucking Playback voll fucking verkackt, Alter! live und direkt:

(Hinweis: Blogabfertigung ist für den Inhalt dieses Films nicht verantwortlich. Dieser Inhalt stammt von privaten Nutzern!)

Deutsch-Rapper Ferris MC wollte gerade seinen neuen Song “Was wäre wenn” beim damals noch frischen Musiksender VIVA (“seit einer Woche hier“) vorstellen. Interaktiv-Maderatorin Gülcan Karahanci, heute Gülcan Kamps und seit “Gülcans Traumhochzeit” als Nervensäge etabliert, versucht nach dem Fehler des Diskjockeys aus dem Hintergrund den “Sänger” zu besänftigen.

Herrliche Komik dieser Ausschnitt: “Der Sound-Mann muss hier hin kommen und sich entschuldigen, live und direkt.” In seiner Wut wird Ferris dann auch unvorsichtig und verlangt vor laufenden Kameras, dass man ihm “einen bauen” soll! Besonders schön auch der “Doppel-Fucker” in die Kamera mit “Fuck off, Alter” :-)

Oliver Kalkofe tut das Seinige und untermalt die Szenen noch: “Um mich von Euch abgefuckten Fuck-Fuckern verfucken zu lassen, ey fuck!

Siehe auch “Eine Ladung Koth auf dem T-Shirt:-)

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Klassiker des Tages: Why Go?

Erstellt von andy am 25. Januar 2008

Inzwischen hats auch der letzte mitbekommen, dass ich auf gute Musik-Videos stehe. Wenn z.B. choreographische Meisterleistungen geboten werden, Kugel-Fische beatboxen oder man schlechte Porno-Werbungen reinsampled! Und wenn dann der Song noch gut ist, kann ich mich kaum satt sehen! Und schon hab ich wieder was:

Faithless feat. Estelle – “Why Go?” mit dem ich schon so manchen Party-Gast genervt hab! Auf jeden Fall durchhalten, zum Ende hin wird echt witzig!

(Hinweis: Blogabfertigung ist für den Inhalt dieses Films nicht verantwortlich. Dieser Inhalt stammt von privaten Nutzern! (C) 2005 SONY BMG MUSIC ENTERTAINMENT (UK) Ltd.)

Wie oft wollten uns schon Video- und Liedermacher vermitteln, dass man bei diesem einem bestimmten Song nicht mehr aufhören kann zu tanzen? Hier wurde der Gedanke wenigstens mal zu Ende gedacht!

PS: Durchaus auch beim zweiten Mal anschauen auf die Leute im Hintergrund achten… und natürlich auf die Leute im Kreissaal! :-)

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Fascho-Prügelchen, Skin und Faschiste

Erstellt von andy am 23. Januar 2008

Nachdem sich die Hessen-NPD mit Ihrem Zwergen-Wahlwerbespot (hier zu sehen) lächerlich gemacht hat (noch mehr als sonst) und sich Ajoupachiller dazu ganz viele Gedanken gemacht hat, habe ich mich an einen wahren Harald-Schmidt-Klassiker erinnert: “Nazi-Werbung

(Hinweis: Blogabfertigung ist für den Inhalt dieses Films nicht verantwortlich. Dieser Inhalt stammt von privaten Nutzern! …und es handelt sich um Satire!)

Ja damals hat Harald Schmidt noch wirklich schockiert! “Fascho-Prügelchen – Die gibt man guten Deutschen” – auch wenn, wie ich schon gelesen habe, das “OI” nichts mit Nazis zu tun hat! Ich erkenne, dass es eine Verarsche ist und finde es ultra komisch! :-D

Hammer-Sprüche: “Lieblings-Randale-T-Shirt von Skin im Baukastensystem” und natürlich Faschiste mit dem PH-Wert agressiv! Das Duschgel das Dich durch ein Stahlbad schickt!

Damals war Harald Schmidt noch richtig gut!! :-)

Faschiste, das Deutsche Duschgel in den Duftnoten Sachsen und Sachsen-Anhalt;-)

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Harald Schmidt erklärt die Arten der Metal-Musik

Erstellt von andy am 28. Dezember 2007

Ich hab hier vor Kurzem verkündet, dass ich immer häufiger auf einen lokalen Rock-Radio-Sender (Star FM) “zappe” und auch 2008 auf Rock im Park dabei bin… aber so richtig Ahnung von Metal hab ich dann doch nicht!

Zum Glück gibt es Harald Schmidt (und Manuel Andrack) die mir und uns allen ein paar Einblicke gewähren:

Benjamin Würfel aus Passau war es, der die Tonbeispiele zusammenstellte:

Dazu zählt er noch weitere Arten auf: Heavy Metal, Power Metal, Doom Metal, Progressive Metal und Tru Metal – und für die gibts alle einen Wikipedia-Eintrag! :-)

Vor allem wusste ich nicht, dass es “Thrash Metal” heißt und nicht “Trash Metal“! Vielleicht hätte ich auch einfach nur Herrn Rockn fragen müssen…

PS: Riesen Gag von Harry: “IG Metal;-)

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Jim Carreys dancing boys

Erstellt von andy am 22. Dezember 2007

Nachdem ich mir zuletzt mit Agathe-Bauer-Songs schon sämtliche Erinnerungen versaut hab und jetzt z.B. bei Cutting Crew immer “Du mußt besoffen bestellen” singe, hab ich jetzt hier was, was mir Haddaway’s “what is love” für alle Zeiten versaut! :-)

Dieser Sketch aus “Saturday-Night-Live” is nicht nur was für Jim-Carrey-Fans:

(Hinweis: Blogabfertigung ist für den Inhalt dieses Films nicht verantwortlich. Dieser Inhalt stammt von privaten Nutzern!)

What is love geht jetzt nie mehr ohne diese Kopfbewegung! :-)

Meine Lieblingsstelle:

  • Roxbury Guy 1: “What’s wrong with the CD?!?!
  • Roxbury Guy 2: “What the hell is going on?!
  • Roxbury Guy 1: “Dust!

Und für alle, die sich nicht bewusst sind, was Jim Carrey für ein Wahnsinns-Talent ist (manchmal erscheint es einem, als wäre das im wahrsten Sinne des Wortes) hier eine Aufnahme, als er noch relativ unbekannt war:

Er erzählt hier, dass er die meiste Zeit seiner Kindheit mit in den Spiegel schauen verbracht hat und merkte, dass er Ähnlichkeit hat mit

  • Leonid Brezhnev
  • Jack Nicholson
  • Bruce Dern
  • Clint Eastwood
  • Charles Bronson
  • Michael Landon
  • ET
  • Charles Nelson Reilly

Vor allem bei Clint Eastwood kommt mir das vor wie bei “Die Reise ins Ich“, als Dennis Quaid die Gesichtsmuskulatur von Martin Short so beeinflusst, dass er Aussieht wie der Waffenhändler! Ein wirklich verblüffender Imitator!!

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Nicht nur für Nürnberger ein Muss: Macho Man

Erstellt von andy am 15. August 2007

Ein Traum in Eiche hell” würde man mancherorts sagen! Aber es geht hier nicht um Wrestling, sondern um den wahrscheinlich einzigen Actionfilm der Welt, der in Nürnberg gedreht wurde – und jedes Jahr beim SommerNachtFilmFestival vor ausverkauftem Haus zu Jubelstürmen Anlass gibt!

Macho Man – Harte Männer tändeln nicht

von links Bea Fiedler, Rene Weller, Peter Althof, Jacqueline ElberEine kurze Einleitung des Super Films, der auch den Beititel “Harte Fäuste” trägt: Zu Beginn werden dem Zuschauer bereits im Vorspann (hier) die Schlusseinstellungen (siehe Bild von links Bea Fiedler, Rene Weller, Peter Althof, Jacqueline Elber) kredenzt, ehe man René Weller als “Boxweltmeister Dany Wagner” durch den Boxring hopsen sieht, welcher in einer schlechtbesuchten Nürnberger Disko steht. “Boxen” will man das nicht nennen, denn in bester Rocky-Manier (die Deckung auf Hüfthöhe) tänzelt er seinen Gegner überlegen aus und siegt durch K.O. – der Besiegte: “halb fiel er, halb zog es ihn hin”! Auf dem nach Hause Weg wird unser Held dann Zeuge eines Überfalls: Drei Gangster versuchen die schöne Sandra Petersen (Playmate Bea Fiedler) durch den Stich mit einer Drogen-Spritze abhängig zu machen. Natürlich erledigt er alle drei Bösewichte, fährt das verängstigte Blondchen nach Hause und sagt beim Einsteigen: “…das ist doch irgendwo in Mögeldorf?” der erste große Applaus brandet durch den K4-Kulturgarten. Während der Autofahrt erzählt das Busenwunder dem “schönen René”, dass der gesamte Drogenring hinter ihr her wäre, da sie ihre Freundin zum Entzug brachte – die Zuschauer rätseln derweil, “wo die grad langfahren” und ob man durch die Scheiben was erkennen kann, was man kennt. Dann geht es Schlag auf Schlag: die beiden küssen sich und vereinbaren sogleich ein Date, wie weggeblasen die Angst vor den Schergen.

Als nächstes der Auftritt von “Deutschlands Bodyguard Nr. 1″ Peter Althof, der den Karate-Lehrer Andreas spielt, obwohl auf fast jedem Kampf-Anzug und jedem Plakat “Taekwondo” steht! Während er ein paar verbissene Kampfeinlagen in seiner “Karate-Schule” zum besten gibt, ruft die überschminkte Lisa (Jacqueline Elber) aus einer überragend kitschigen Düsseldorfer Wohnung (Marmor-Telefon vor Wandteppich) bei seinem Co-Trainer Markus (Michael Messing) an und bittet um “Privatstunden”. Dafür ist aber “Andreas zuständig“…

Nun kommt es aber zu Aufeinandertreffen unserer zwei Helden in der wohl atemraubendsten Szene des ganzen Films: Zufällig befinden sich beide in der Zweigstelle “Raiffeisenbank Knoblauchsland” in Nürnberg Buch, auf die alsdann ein Banküberfall verübt wird (hier auf youtube). Beide Kämpfer scharren schon mit den Füssen, während der Kassierer das Geld einpackt, ehe sie sich (ja noch fremd) durch ein Kopfnicken auf einen Angriff einigen, welchen unser Karate-Tiger schlitzohrig durch das Fallen lassen seiner Tasche einleitet. Selbst der im Fluchtauto verbliebene Komplize bekommt sein Fett weg: Der im Wagen wartende Markus versperrt ihm mit dem Fahrzeug den Weg, wobei sogar ein Kotflügel zerstört wurde. Nun folgt der (ebenfalls) lächerlich wirkende Auftritt der Nürnberger Polizei, die mit zwei Opel Ascona, aber ohne Blaulicht angerast kommen und die in Schalterhalle und Vorgarten gestellten Räuber übernehmen. Riesig hier der Sprung des Wachtmeisters über den Zaun! Bei unseren beiden Helden bedankt sich der Direktor persönlich und notiert deren Namen, damit “man sich erkenntlich zeigen” könne – trotzdem weiß Andreas später nicht, dass er zusammen mit dem Boxweltmeister diesen Raubzug vereitelte…

–Schnitt–

Ich könnte wohl ewig weiterschreiben und den gesamten Film hier breittreten! Aber ich will den interessierten Film-Junkies nichts vorwegnehmen. Nur soviel muss noch gesagt werden: Was noch folgt ist, dass Andreas durch einen Sportunfall zu seinem Doktor (Horst Schreiner) gebracht wird, der bei akuten Wirbelsäulenverletzungen ebenso Rat weiß wie bei einer “Mittelohrentzündung” und zufällig auch Ringarzt beim Boxkampf von Dany ist – und Andreas bittet, mit seiner neuen Arzthelferin Sandra den Kampf zu besuchen… So klein ist die Welt, was? :-D

Dann landet Lisa auf Düsseldorf wie angekündigt am Nürnberger Flughafen, natürlich mit der eigenen Cessna, was Regisseur Alexander Titus Benda eine gefühlte 5minütige Sequenz wert ist. Abgeholt wird sie von Markus, der ihr auf dem Weg ins Hotel die “Postkartenidylle” Nürnbergs zeigt und sogar AUF der Burg rumfährt. Aha, der Tourismusverband Franken hat sich also an den Kosten des Films beteiligt. Lisa verfällt sofort dem Anblick von Andreas, der nach seinem Wirbelsäulenschaden sich sofort wieder mit Schülern “prügelt”, und verknallt sich in ihn. Sandra ist inzwischen das Date mit Dany angegangen, die vier treffen sich zufällig in einer Nürnberger Disko (noch kleiner als die mit dem Boxring, dafür aber mit einer Breakdance-Einlage vom damals noch nicht so bekannten Captain Hollywood), wo sich die beiden Macho-Männer wie zwei Strassenköter anknurren und einen Kampf “Boxen gegen Karate” ausmachen. Dieser Kampf wird aber dann später unterbrochen, weil man “etwas gegen die Drogenmafia unternehmen muss“, woraufhin der Boxweltmeister und der Karate-Lehrer zusammen mit Karate-Schülern die “Dealer” in einer “Bumskneipe” überfallen: “Da hilft nur eins, wir müssen sie zusammenschlagen!

Im Gegenzug entführen die Mafiosi die beiden Damen Lisa und Sandra, während diese für den etwas überraschend vereinbarten “Urlaub zu viert” einkaufen, was aber den im Porsche vorfahrenden Helden von mitteilungsfreudigen Kindern sogleich berichtet wird: “Sie, da sind grad zwei Frauen entführt worden“, und das obwohl die Kids erst die zurückgelassenen Einkäufe “aufs Fundbüro bringen” wollten. Natürlich befreien Weller und Althof die Damen aus den Klauen der Rauschgiftmafia und fahren danach gleich auf den Flughafen, wo dieses grandiose Schlussbild zustande kommt!

Der Film ist so schlecht gemacht, dass er schon wieder sehenswert ist! Am besten aber in der Gruppe oder gleich beim Sommer-Nacht-Film-Festival anschauen, da “johlt” es sich nämlich besser! :-)

Herrlich für uns Nürnberger, mal Plätze und Kneipen in einem Film zu sehen, die man kennt (wobei es das “Superfly” und das “Le Bateau” nicht mehr gibt), was sonst ja niemals vorkommt, da in diesem Bundesland nur in einer Stadt Filme gedreht werden…

Zeitweise wirkt der Film auch “wie ein Porno ohne Poppen” (Aussage eines Zuschauers), da Bea Fiedler (Dirndljagd am Kilimandscharo, Eis am Stiel 4, Auf St. Pauli ist die Hölle los, etc.) und Jacqueline Elber (Schulmädchen von der Klasse Sex) dermaßen lüstern ihre Dialoge vortragen, dass z.B. das “Kuck mal an der Badezimmertür, da hängt was, das kannst Du Dir überziehen, Baby” eines Peter Althof um so hölzener klingt. Nicht umsonst durften die beiden Damen auch beim berühmten “Sunshine Reggae auf Ibiza” mitspielen!!

Zum Schluss möchte ich noch auf “Sauft Benzin, ihr Himmelhunde!: Die Banalität des Blöden” hinweisen, wo die beiden Autoren “Aussenseiter” und “Funkhundd” neben Bildern aus dem Film, auch diesen herrlich treffend zerpflücken:

…Dass René Weller 1999 wegen Kokainhandels, Hehlerei, Anstiftung zur Urkundenfälschung und unerlaubten Waffenbesitzes zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt wurde, zeigt dann noch die Diametralität von Fiktion und Wirklichkeit…

MACHO MAN, NÜRNBERG 1984, 85 Min., Regie & Drehbuch: Alexander Titus Benda, Kamera: Adi Gürtner, Klaus Werner, Musik: Michael Landau

Youtube: Dancing-Scene hier und Anfangs-Schlägerei hier

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