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Blogger aus der Frankenmetropole Nürnberg

 
 

Pocher leidet unter supranasaler Oligosynapsie

Erstellt von Andreas Brandl am 2. November 2007

Donnerstag und es war wieder Zeit für Schmidt & Pocher in der ARD. Nachdem nach der ersten Sendung nicht nur die Bloggergemeinde Pech und Schwefel über dieses neue Format ausgegossen hat, war ich gespannt, wie die beiden darauf regieren würden.

Kurz gesagt, mir hats wieder gefallen, auch wenn Pocher als pöbelnder Jüngling zunehmend von Schmidt in die Parade gefahren wurde, wie u.a. bei (relativ guten) Pochers Mario Barth-Parodie.

Der Brüller war ganz klar, als Pocher den neuen Film von Bully Herbig („Lissy und der wilde Kaiser„) vorstellte, in dem er eine selbst gebrannte DVD des vermeintlich aus dem Internet „gesaugten“ Films in die Kamera hielt.

Doktor Eckart von Hirschhausen sorgte dann aber für den intellektuellen Höhepunkt, als er mit Hilfe von Altgriechisch und Latein die Bezeichnungen von Krankheiten „übersetzte“. Dabei verriet er, dass

Supranasale Oligosynapsie

nichts anderes als „Vollidiot“ heißt. „Supranasal“ bedeutet „oberhalb der Nase“ und „oligo“ weist auf „wenig“ hin.

Ich denke, dass die beiden sehr viel von einander profitieren und sich in den nächsten Sendungen erst richtig „finden“ werden. Dann glaube ich nicht, dass die Late-Night-Show ein Flop wird – wer anderer Meinung ist, der kann ja in Irland beim Wettanbieter Paddy Power Geld darauf setzen, dass die Sendung frühzeitig abgesetzt wird.

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Klasse: Schmidt & Pocher

Erstellt von Andreas Brandl am 26. Oktober 2007

Jaja, genauso hab ich mir das vorgestellt! Latenight-Talker Harald Schmidt hat seine „Harald Schmidt Show“ verändert: Manuel Andrack wurde durch Oliver Pocher, und die Sendungsbezeichnung durch „Schmidt & Pocher“ ersetzt! Viele hatten sich im Vorfeld schon darüber aufgeregt, wie der Grand Senor diesen Rüpel in die Sendung lassen kann. Der Spiegel meinte sogar: „Lieber mit Harald Schmidt untergehen als mit Oliver Pocher weiterleben„!

Ich sagt schon damals „warten wir ab, was passiert“ und stellte in Aussicht, dass Dirty Harry vielleicht den jungen Pocher etwas erziehen könnte! Ich denke mal, zumindest für die erste Sendung, hab ich Recht behalten:

Ein sehr aufgeregter Oliver Pocher spielt quasi ständig dem „Chef“ Harald Schmidt zu. Gleichzeitig leitet der graue Herr die Sendung: Als Pocher den Gag bringt, ein Trennungs-Statement von Yvonne Catterfeld als jazzigen Chanson vorzutragen, bewegt Schmidt ihn durch reinreden zum Abbruch der Nummer! Die war anfangs ganz spaßig, dann aber etwas zu langatmig…

Ein netter Witz war hingegen, als Schmidt & Pocher für eine normale Unterhaltung über die Themen der Klatschpresse, die Kulissen des ZDF-Morgenmagazins nachbauten. Und zwar die Sequenzen, wenn aus diesem Cafe gesendet wird, in dem „irgendwelche Wandervereine“ gerade einen Berlin-Besuch abhalten! Gute Verarsche! Auch zeigt hier deutlich, dass beide Showmaster improvisieren können! Pocher mimt den Türsteher, als den Gästen im Studio die „passenden Klamotten“ angeboten werden! Danach Schmidt zu einer Statistin in Howard Carpendale-Syle: „Und sie trinken heißes Wasser!“ als diese die bereitgestellten Thermoskannen nutzte.

Extra für die Fans der ganz alten Harald-Schmidt-Show gab es dann noch das Bilderrätsel mit Bettina Böttinger: Ein Mann… würde bestreiten, dass das extrem erfolgreiche Frauen sind! 🙂

Prominente Hilfe gibt es von Eckart von Hirschhausen, der mit einer sog. „Hirschhausen-Akademie“ seinen Platz in der Sendung hat. Thema: Wodurch unterscheiden sich Chefarzt und Assistenzarzt!

Ein schöner Spruch fiel bei der „Nachbetrachtung“ zum Länderspiel Deutschland-Tschechien! Jürgen Klopp analysiert ja hinterher immer die Spiele fürs ZDF und Pocher meinte dazu, dass er immer alles richtig schön aufzeigt, obwohl er sich doch eigentlich „auf das Spiel gegen Paderborn“ vorbereiten müsste. Aber er weiß eben „wo Ronaldinho seine Schwächen hat„! Herrlich, genau meine Meinung! 🙂

Natürlich musste dann auch der „Kloppomat“ benutzt werden, auf der Mainzer Trainer immer die Laufwege einzeichnet. Und hier konnte man dann sehen, was Schmidt angekündigt hat: Er würde sich nicht mehr mit modernen Dingen und Technik rumärgern!

Apropos Laufwege: Schmidt spielte Waldi Hartmann und Pocher mimte natürlich Podolski. Ein alberner „Sketch“, bei dem „Poldi“ immer die „Laufwege“ zwischen Bank, Supermarkt und Disco finden musste. Überraschend dann die Imitation von Oliver Kahn! Ja, Pocher gibt sich wirklich Mühe!

Zum Schluss kam noch Günther Jauch als Gast in die Sendung, für die „Helmut Zerlett und Band“ die musikalische Begleitung lieferte!

Fazit:

Ich denke, dass ich mit meiner Vermutung erstmal Recht hatte *angeb*. Pocher wird von Schmidt erzogen, was man an zwei netten Beispielen erkennen kann:

  • Schmidt weist Pocher auf einen vergessenen Witz hin, der nur „sorry, ich hab den Gag versaut“ darauf Schmidt „Danke Waldi“ 🙂
  • Am Ende, als Pocher über Oliver Geissen und Christina Plate lästert, ermahnt ihn Schmidt: „Nu lass mal gut sein junger Freund„!

Ich finde Pocher besser als Manuel Andrack! Und gute Einfälle hat er ja, wie z.B. das „Nazometer“ – gut, ich muss auch sagen, dass ich den Pocher nicht so schlecht finde, wie einige hier im Internet! Schmidt lässt sich wirklich von Pocher mit den Themen der jungen füttern und „lernt“ Pocher etwas „über die alten Künste“!

Und ich werde beim nächsten Mal wieder vor der Glotze sitzen! 😀

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Wert und Wertigkeit von Dr. Eckart von Hirschhausen

Erstellt von Andreas Brandl am 10. Juli 2007

Gestern Abend lief im Ersten um 00:35 Uhr „Roglers rasendes Kabarett“ mit Richard Rogler (ein Franke aus Selb) und seinen Gästen. Dabei war eine besondere Nummer von Dr. Eckart von Hirschhausen zu sehen. Er kam auf die Bühne und zeigte den Unterschied zwischen Wert und Wertigkeit auf, in dem er einem Gast einen 20 Euro-Schein in die Hand drückte und die Gefühle des Beschenkten und der Unbeschenkten beschrieb.

Spruch des Tages

Dann sprach er aus, was in den Menschen vorging, als er dem Herren in der ersten Reihe die 20 Euro wieder wegnahm: „Haha, geschieht ihm Recht! Wenn er schon in der ersten Reihe sitzen darf, dann braucht er nicht auch noch beschenkt werden„! Und dann käme es zu einem Effekt, den die Psychologie als den

Stoiber-Effekt

bezeichnet:

Wenns ich nicht bekomme, solls keiner haben! 🙂

Und dann gab es noch ein paar sehr anschauliche Beispiele dazu:

  • Wenn sie nur noch 10 Cent im Geldbeutel haben, sind sie pleite und schlecht drauf. Wenn sie dagegen ein 10 Cent-Stück auf der Straße finden sind sie glücklich: „Das ist heute mein Tag„!
  • Ihr Chef verspricht ihnen eine Gehaltserhöhung von 500 Euro netto: Sie sind extrem gut drauf – bis sie im Monat drauf erfahren, dass nur sie 500,- Euro erhielten, alle anderen bekamen 1.000 Euro netto! Dann sind sie extremst schlecht gelaunt!

Herrlicher Spruch in einem Klasse-Programm! Diese Gedankenspiele funktionieren aber auch mit anderen Dingen als Geld:

  • warten sie mal 10 Minuten bei einem Arzt ohne Zeitschrift…
  • und dann gehen sie mal für 10 Minuten ins Internet, oder verbringen die Zeit mit einem Model!

Was natürlich nicht heißen soll, das für mich Zeit im Internet genauso anregend ist, wie mit einem (weiblichen) Model zusammen zu sein… 🙂 Ich glaube, ich hab schon wieder eine Sendung, die ich verfolgen will…

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