Blog-abfertigung

Blogger aus der Frankenmetropole Nürnberg

Denkweise eines Kommentar-Spammers

Erstellt von Andreas Brandl am Donnerstag 15. Februar 2007

Es is schon witzig, wie oft man an dem Handeln mancher Leute ablesen kann, was in deren Kopf so vor sich geht!

Folgendes geschah Anfang Februar in meinem Franken-Blog: Da schreibt Jemand einen Kommentar (was ja grundsätzlich sehr positiv ist), der aber vor Beleidigungen wie „Satanist“, „dumme Hexe“ oder „Volksverarschung“ strotzt. Dann schreibt „er“ noch einen zweiten, der so schwachsinnig ist, dass ich ihn gleich lösche – seinen dritten lasse ich zu, denn gegen „Fremdherrschaft“ zu sein, ist in Ordnung!

Aber nett wie ich bin, schreibe ich zum ersten Kommentar was dazu, und nehme die schlimmsten Wörter raus und merke noch mal an, dass ich den zweiten löschen musste.

Am nächsten Tag schreibt „er“ schon wieder (4.Eintrag), massig Schreibfehler, gibt sich aber Mühe, intelligent zu klingen: „Für mich sind das keine objektivierbaren Angaben über politische Tauglichkeit.“

Als ich diesen nicht sofort freigebe wird „er“ schon deutlicher (5.Eintrag): „Verkriecht Euch doch in Eurer Frankenschweiße, Ihre feigen und erbärmli8chen Pisser!“ (Schreibfehler hab ich übernommen – wären eh schlechte Keywords… 🙂 )

Da ich auch diesmal nicht reagierte, wurde aus „ihm“ eine „sie“, mit natürlich einem anderen Namen – dumm nur, dass alle genannten die selbe IP-Adresse haben. Und „er-sie“ versucht es zuerst sanft (6.Eintrag): „…Ich finde Frau Pauli einfach absolut super!…“ stellt aber im nächsten Satz Fragen zu politischen Standpunkten der Fürther Landrätin, da „er-sie“ keine wüsste.

Nun erscheint ja bei meinem Theme, wenn jemand seinen Kommentar „abschickt“ eine Meldung, dass aufgrund des ganzen Gespammes die Einträge erst moderiert werden müssen – und wie man hier sieht is das auch ganz gut so! „Es“ antwortet erneut (7.Eintrag), diesmal sogar auf diese System-Meldung. „Ähm – meinen sie mit Spam die Frau Pauli?“.

Gut, das hatte was originelles, aber da wieder nix passierte (mein Gott, ich bin ja schließlich auf Arbeit!) wurde „er-sie-es“ wieder böse (8.Eintrag): „Ihr seid verkommene und verlogene Arschlöcher, sonst gar nichts“.

Das hat gesessen, aber mein Theme lässt sich natürlich nicht beirren und verweist abermals darauf, dass aufgrund der ganzen Kranken hier im Netz ein Kommentar erst freigegeben werden muss. Nun probiert es das wütende „er-sie-es“ mit einer List (9.Eintrag), da ja jeder schon etwas von „Content Filtering“ gehört hat: „Ihr seid verkomm*ene und verloge*ne Ars*chlöcher, sonst gar nichts.“!

Herrlich, vor allem der letzte Eintrag hat mich davon überzeugt, das für Euch zusammen zu fasssen!

Und ich werde auch weiterhin jeden Kommentar überprüfen, auch wenn das lawblog.de meint, dass „Websitebetreiber nicht für Weblogkommentare haften“. Oder soll ich mir doch langsam mal AGBs ausdenken, so wie basicthinking.de? Heutzutage kann sich ja alles sehr schnell ändern…. da schreib ich lieber wieder über Britney! 😉

 
 

Ein Kommentar zu “Denkweise eines Kommentar-Spammers”

  1. Dieter Petereit sagt:

    Ich bin da ja voll liberal und so. Ich moderiere erstmal nicht. Schreibt einer absolute Kacke, bleibt das stehen, soweit es nicht strafbar ist. Soll sich doch jeder zum Horst machen, wenn er will. Gravierend rechtswidrige Kommentare lösche ich allerdings ohne Ankündigung. Das ist bisher in zwei Jahren aber nur zwei/drei Mal passiert.

    (Blogabfertiger: Auch ne Möglichkeit! Aber ich möchte solchen Ergüssen nicht auch noch ein Forum bilden! Andere Meinungen? Ja, aber bitte anständig! – Aber war bei mir auch erst der 1. Fall!)

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