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Blogger aus der Frankenmetropole Nürnberg

 
 

Das Wikipedia-Dilemma

Erstellt von Andreas Brandl am 22. September 2013

Seit einiger Zeit laufen Wikipedia die Administratoren davon. Die „Enzyklopädie von allen für alle“ hat zudem Probleme mit den laufenden Kosten und bittet um Spenden.

Trotzdem ist und bleibt Wikipedia die erfolgreichste und beliebteste Stelle für User, die nach Informationen suchen. Oft rangiert „Knowledge Base“ aber ohnehin bei der Internetsuche auf Platz 1, sodass man eh draufstößt.

Problematisch wird es erst, wenn man mit dem Inhalt nicht einverstanden ist. Denn dann zeigt das System seine Schwächen:

So wurde die Informationsseite von Abraham Wolfgang Küfner in dem Augenblick entscheidend verändert, da sich im Januar 2012 die Öffentlichkeit für die vermutliche Hehlerei um das „Selbstbildnis mit Pelzrock“ interessierte. Zitat Frankenblog:

Erstaunlich bei den Wikipedia-Änderungen ist nur, dass neben den Fälscherei-Angaben auch die Links zu den Quellen gelöscht wurden. Dabei hätte man dadurch erkennen müssen, das es wohl eben doch der Wahrheit entspricht? Wie auch bei kunstmarkt.com, bei zehn.de und bei oelbilder-oelmalerei.de beschrieben.

Weiteres Aufregen zu diesem Thema lasse ich mal lieber… 😉

Noch schwieriger war es, als wir versucht haben die „Partei für Franken“ auf Wikipedia anzulegen: Immer wieder wurden komplette Versuche unterschiedlicher User einfach gelöscht, weil in den Richtlinien steht, dass erst eine Partei erfasst werden darf, „wenn sie an einer größeren Wahl teilgenommen“ hat. Und da war es den Herren Admins völlig egal, dass die Bezirke die Partei zur Wahl zugelassen hatten oder die Wahlzettel bereits gedruckt waren. „Dienst nach Vorschrift“ machte hier nicht nur mich wütend.

Doch inzwischen habe ich bei Rentaseo zwei hochinteressante Beiträge gefunden, die sich genau mit diesem Thema befassen:

Schade, dass mir das nicht schon vor nem halben Jahr untergekommen ist. Am besten finde ich die Grafik mit dem Kreis:

Die Presse zitiert Wikipedia – Wikipedia gibt die Presse als Quelle an! 🙂

Ich finde…

…es natürlich wichtig, dass da jemand auf dieses Online-Lexikon aufpasst und vor allen Dingen Vandalismus verhindert. Allerdings braucht man sich auch nicht wundern, dass die User irgendwann keine Lust mehr an einer Mitarbeit haben, wenn man mal an einen selbstherrlichen „BOFH“ (dafür gibts nen Eintrag?!) geraten ist.

Ich für meinen Teil würde mir verständnisvolleren Umgang wünschen – und dass man nicht über jede „Bürgerwehr“ eine Seite anlegen muss, is mir auch klar, aber eine Partei die zur Wahl zugelassen ist? Wie soll sich denn der Bürger informieren?

Vielleicht findet ja mal ein Umdenken statt, dann würden bestimmt auch wieder mehr Leute mithelfen.

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SEO-Nazis – heute Wikipedia, morgen die ganze Welt?

Erstellt von Andreas Brandl am 9. März 2009

(OK, zu dieser Überschrift inspirierte mich Stefan Raab) Ich hab ja auch mal so ein „Suchmaschinenoptimierungsseminar“ mitgemacht, würde aber noch lange nicht behaupten, dass ich das könnte – oder gar ein SEO wäre! Aber wenn ich mich so im Internet umsehe, finde ich sehr viele (oftmals junge) Leute, die ihre Dienste als „Suchmaschinenoptimierer“ anbieten, deren Arbeit nicht unbedingt nachhaltig von Erfolg gekrönt sein dürfte!

Da gibt es denn wohl einen gewissen Chaim, der ganz öffentlich den Tipp gibt, die freie Enzyklopädie Wikipedia zu mißbrauchen, in dem man dort versucht Links einzuschmuggeln. Und wenn der Editor das dann nicht zulässt, so meldet man einfach 2 Zugänge an und gibt sich selbst frei – aber vorsichtig, „dass ihr die Login-IPs klar trennt„.

Und wenn in einem Suchergebnis Wikipedia mal wieder vor einem erscheint, dann muss man einfach nur die interne Verlinkung sabotieren („…Die Betonung liegt hierbei auf langsam, nichts überstürzen sonst fliegt es schnell auf“). Is das Absicht, dass das wie eine „Aufforderung zu einer Straftat“ klingt? (Mehr dazu bei rentaseo)

Ein anderer hat eben solche Dinge wohl versucht und beschwert sich nun über den „Editor-Nazi„, der ihm seinen Link jedes Mal entfernte und ihn schließlich den Zugang sperrte… na also wer sagts denn, jetzt passt meine Überschrift ja doch wie die Faust aufs Auge! 😉

Kann sich Wikipedia eigentlich gegen solche Beiträge wehren?

Mehr zum Thema auch beim Stoibaer und bei Ansichtssachen

PS: Und ich hab mich immer geärgert, dass Wikipedia teilweise sinnvolle Ergänzungen wieder entfernen ließ – aber wenn ich mir solche Typen anschaue, dann kann ich verstehen, dass die erstmal alles löschen…. 🙁

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Wikipedia.de abgeschaltet?

Erstellt von Andreas Brandl am 15. November 2008

Ich hab mich grad gewundert, was da für eine Seite erscheint – da hab ich auf rivva gesehen, dass Lutz Heilmann (MdB, Partei Die Linke) per einstweiliger Verfügung der Organisation „Wikimedia Deutschland e.V.“ untersagt hat auf Wikipedia zu verlinken!

Es befinden sich dort bestimmte Einträge zu seinem Namen und der eingetragene Verein hat keinen Einfluß auf die Inhalte bei „de.wikipedia.org! Unglaublich!

zweipunktnull.org meckert gleich „Und Ihr denkt, die Linken sind eine wählbare Partei?“ – nö, denke ich überhaupt nicht! 🙂

Mehr zum Thema bei golem und zweipunktnull.org

Update: Zoomer will mit Lutz Heilmann telefonieren!!

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