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Was sind orkanartige Böen?

Erstellt von Andreas Brandl am 18. Januar 2007

Das Orkantief „Kyrill“ soll ab heute Mittag Orkanböen von 100 bis 125 km/h bringen. Vor allem am Abend und in der Nacht zu Freitag sind vereinzelt auch Böen über 130 bis 140 km/h möglich. Auch der Deutsche Wetterdienst gab für ganz Deutschland eine Unwetterwarnung heraus. Die Bevölkerung wird gebeten, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten und möglichst Abstand zu Bäumen und Hochspannungsleitungen zu halten.

Im Radio sprechen alle immer von „orkanartigen Sturmböen von bis zu 140 Stundenkilometer“. Was eigentlich ein Schmarrn ist, denn laut Deutschem Wetterdienst ist „orkanartig“ genau definiert: 103 bis 118 km/h! Ab 119 km/h ist es dann ein Orkan, also nach der Beaufortskala „Windstärke 12“! Also immer schön aufpassen!

Tornado oder Windhose

Weil ich gerade bei Spitzfindigkeiten bin und etwas klugscheissen will: Windhosen und Tornados sind das gleiche! Weder bezüglich ihrer physikalischen Natur, noch bezüglich ihrer Stärke besteht ein Unterschied. Mancherorts heißen sie auch Großtrombe oder Wasserhose! Viele denken außerdem, dass Windhosen die rot-weißen Tüten an Autobahnbrücken und Flugplätzen sind – aber nein, die werden „Windsack“ genannt!

Dazu gibt es noch den Taifun, den Hurrikan und den Zyklon: Alle drei bezeichnen einen tropischen Wirbelsturm im Pazifik, der nur in unterschiedlichen Weltengegenden unterschiedlich genannt wird.

Da sag ich doch: Wieder etwas schlauer mit Wikipedia!
Danke Dr. Pelikan 🙂

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Jahrhundertsommer 2007?

Erstellt von Andreas Brandl am 11. Januar 2007

„Wann wird´s mal wieder richtig Sommer“ braucht man vermutlich 2007 nicht zu singen, denn britischen Wissenschaftlern zufolge steht uns das wärmste Jahr seit mind. 150 Jahren bevor.

Mit 60%iger Wahrscheinlichkeit werde die Durchschnitttemperatur in diesem Jahr um 0,54 Grad Celsius über dem langjährigen Mittelwert von 14 Grad liegen – und auch in Zukunft weiter ansteigen.

Die Treibhausgase und eine ungewöhnliche Meeresströmung im Pazifik heizen die Atmosphäre auf! So taucht seit Jahren im Pazifik immer wieder einmal eine ungewöhnliche Wasserströmung auf, bei der vor der Küste Südamerikas plötzlich warmes Wasser nach oben quillt und die Atmosphäre aufheizt. Dieser sog. El Niño bringt das ganze Geflecht der weltweiten Meeresströmungen und Winde durcheinander und verursacht in Südamerika verheerende Stürme, während es gleichzeitig – so wie beim letzten Mal 1997 – in Süd-Asien und Afrika zu Dürrekatastrophen kommt.

Näheres zu El Niño unter elnino.info

Jahrhundertsommer? Ja gerne, wir haben ja jetzt endlich wieder eine Terrasse! Aber wenn es nur nicht immer so schwunghaft kommen würde: 4 Wochen Hitze, dass man kaum atmen kann und dann tropische Stürme und Wirbelstürme… bei uns!

Wann merkt die Politik, und vor allem die amerikanische und chinesische Politik endlich, dass sich etwas ändern muss? Was wir heute erleben sind ja nur die Auswirkungen von dem was wir vor ca. 4 Jahren in die Luft geblasen haben! Wie sieht dann erst ein Sommer in 4 Jahren aus, wenn die Chinesen und jetzt auch die Inder noch immer und immer mehr verpesten? Wir Deutschen sollten mit gutem Beispiel vorangehen und versuchen die Auflagen des Kyoto-Protokolls einzuhalten!

Und jeder einzelne kann und sollte da etwas tun! Ich z.B. fahre Autogas – naja, zur Zeit nicht, die Karre ist in der Werkstatt… 🙁

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