Geschäftsführer und Mitbegründer der russischen IT-Sicherheitsfirma Kaspersky Lab, Jewgenij “Eugene” Kaspersky gab im Spiegel (Ausgabe 15/2008) ein nettes Interview über die neue Art der Computerkriminalität und neuartiger Viren. Auf die Frage, ob Apple- oder Linux-Rechner sicherer sind meinte er:
“Das Internet ist ein gefährlicher Ort, und Windows-Nutzer wissen, dass man eine Rüstung tragen sollte. Apple-Nutzer tragen stattdessen Hawaii-Hemden.”
Interessanterweise merkte er am Ende des Interviews an, dass “in der näheren Zukunft” dem Problem der Schad-Software nicht beizukommen ist. Darum vermutet er, dass es bald nicht mehr möglich sein dürfte, anonym im Internet zu surfen. “Man wird seinen Ausweis, seinen Internetführerschein am Eingang vorzeigen müssen“.
Ich war vor Kurzem auf einem Seminar, in dem der Dozent, nachdem er merkte, dass er kaum noch deutsche Wörter verwendet, ein nettes Filmchen einspielte:
Da ich selbst kaum was von dem Zeug verstehe, das da gebrabbelt wird, hab ich das mal von Henning Schürig geklaut:
“Drill down, Enterprise Application Integration, Return on Investment, OLAP, close-the-loop, bold move, rocket science, fit for growth, performance feedback, connectivity, TCO, DB-Server, KPMG, easy-to-use,…“
Doch wenn wir ehrlich sind, hören wir uns nicht auch manchmal so an? Sagen so Dinge wie “Die Boots hab ich mir von Outlet-Store geholt” und das dann gleich im Internet gepostet? Und zum Dank gabs nen Keyholder als Giveaway?
Am besten finde ich hierzu aber die Mischungen wie downgeloaded und upgegraded!
Und als ich dachte, ich hätte eine “neues” Filmchen gefunden, hab ich gesehen, das Robert das schon für über einem Jahr verbreitet hat! Egal, dann ist es halt ein Klassiker - oder sollte ich lieber schreiben: Oldie but goldie?
Es geschah auf der Fahrt nach Karlsruhe: Eine Unterhaltung über den Unterschied zwischen katholisch und evangelisch. Ist es wahr, dass die Lutherischen andere Regeln haben und viele Vorschriften nicht so eng sehen?
In Folge der Diskussion fiel folgender Spruch:
Die Evangelischen sind viel cooler als die Katholiken. Sie sind quasi die Glubbfans unter den Christen!
Karl Marx (Wikipedia) starb am 14. März 1883 in London (geboren am 5.05.1818 in Trier) und war der wohl bedeutendste Kritiker des Kapitalismus – was ja heute wieder modern ist. Passend dazu hörte ich eben im Radio diesen passenden Spruch, abgegeben von einem Zuhörer am Telefon:
“Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.”
Und er fuhr fort mit: “Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel.”
Da wäre ich auch gerne dabei gewesen: Gestern gab “Stomberg” Christoph Maria Herbst einen Spruch ab, als er, Bastian Pastewka und Michael Kessler während des Stücks “Männerhort” von Dr. Gabriele Pauli überrascht wurden:
“Sie kenne ich! Sie hängen in meinem Spind”
Absoluter Brüller, der auch noch zeigt, wie schlagfertig er ist. Schließlich war das ein Streich der Sendung “Verstehen Sie Spass” – er kann also kaum mit Frau Pauli gerechnet haben!
Weil er heute Geburtstag hat und morgen in Rente gehen kann! Im B2radioWelt-Interview meinte heute morgen ein Mitglied der “Biermösl Blosn“, dass sein Lieblingsspruch vom Ede war
“Ich mache nicht nur leere Versprechungen sondern halte mich auch daran!”
Das hat sich Bundes-Gesundheitsministerin Ulla “ich behalte meine Polypen” Schmidt ganz anders vorgestellt, als sie ihren Vorschlag “10 Tage Sonderurlaub für Berufstätige bei einem Pflegefall in der Familie” auf die Tagesordnung setzen ließ. Doch leider kommt wie immer die Frage: Wer soll das bezahlen? Die Krankenkassen lehnen eine Übernahme der Kosten natürlich ab und die Union, sowie auch die Caritas reagieren skeptisch bis ablehnend auf den Vorschlag.
Herausragend in der Ablehnung war der pflegepolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Willi Zylajew (CDU), der Schmidts Idee zwar als “sehr schön” bezeichnete, aber sie eine Ähnlichkeit hätte mit der Forderung
“Freibier für alle”
Ich finde diesen Spruch echt witzig, aber er zeigt auch, wie die Politiker in der großen Kanalisation Koalition miteinander umgehen. Wer ein bisschen Ahnung von Gruppendynamik, richtigem Diskussionsverhalten oder einfach “nur” von Respekt hat, erkennt hier ein Exemplar der berühmten Killerphrasen. Und die haben nur den einen Zweck, den anderen “mundtot” zu machen und wer sie verwendet, hat das Ziel zu überzeugen aufgegeben und will nur noch recht haben. Wenn die so schon miteinander umgehen… Robert Basic hat auch noch ein paar schöne Killerphrasen parat, aber dennoch ist “Freibier für alle” für mich einfach der Spruch des Tages.
Grund ist, dass sich beim EU-Gipfel im Jahr 2000 (Lissabon) die damals 15 EU-Mitgliedsstaaten auf die Strategie “Stärken stärken” verständigten und so die “europäischen Metropolregionen als Förderkategorie und Gegenstand europäischer Wachstumspolitik an Bedeutung gewannen”. Der negative Aspekt dabei ist, dass der schwache auf der Strecke bliebe.
In Deutschland hat die Ministerkonferenz für Raumplanung seit 1995 elf EMR identifiziert und ausgewiesen: Berlin-Brandenburg, Hamburg, Rhein-Ruhr, Frankfurt/Rhein-Main, München, Stuttgart und Halle/Leipzig-Sachsendreieck, sowie 2005 auch Bremen-Oldenburg, Hannover-Braunschweig-Göttingen, Rhein-Neckar und Nürnberg/Franken.
Gestern Abend lief im Ersten um 00:35 Uhr “Roglers rasendes Kabarett” mit Richard Rogler (ein Franke aus Selb) und seinen Gästen. Dabei war eine besondere Nummer von Dr. Eckart von Hirschhausen zu sehen. Er kam auf die Bühne und zeigte den Unterschied zwischen Wert und Wertigkeit auf, in dem er einem Gast einen 20 Euro-Schein in die Hand drückte und die Gefühle des Beschenkten und der Unbeschenkten beschrieb.
Spruch des Tages
Dann sprach er aus, was in den Menschen vorging, als er dem Herren in der ersten Reihe die 20 Euro wieder wegnahm: “Haha, geschieht ihm Recht! Wenn er schon in der ersten Reihe sitzen darf, dann braucht er nicht auch noch beschenkt werden“! Und dann käme es zu einem Effekt, den die Psychologie als den
Stoiber-Effekt
bezeichnet:
Wenns ich nicht bekomme, solls keiner haben!
Und dann gab es noch ein paar sehr anschauliche Beispiele dazu:
Wenn sie nur noch 10 Cent im Geldbeutel haben, sind sie pleite und schlecht drauf. Wenn sie dagegen ein 10 Cent-Stück auf der Straße finden sind sie glücklich: “Das ist heute mein Tag“!
Ihr Chef verspricht ihnen eine Gehaltserhöhung von 500 Euro netto: Sie sind extrem gut drauf – bis sie im Monat drauf erfahren, dass nur sie 500,- Euro erhielten, alle anderen bekamen 1.000 Euro netto! Dann sind sie extremst schlecht gelaunt!
Herrlicher Spruch in einem Klasse-Programm! Diese Gedankenspiele funktionieren aber auch mit anderen Dingen als Geld:
warten sie mal 10 Minuten bei einem Arzt ohne Zeitschrift…
und dann gehen sie mal für 10 Minuten ins Internet, oder verbringen die Zeit mit einem Model!
Was natürlich nicht heißen soll, das für mich Zeit im Internet genauso anregend ist, wie mit einem (weiblichen) Model zusammen zu sein… Ich glaube, ich hab schon wieder eine Sendung, die ich verfolgen will…