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McCain: Raubkopierer, Kriecher und David Hasselhoff

Erstellt von Andreas Brandl am 31. Juli 2008

Nach dem (für meinen Geschmack ein wenig übertriebenen) Auftritt von Barack Obama in Berlin, ist nun die Zeit gekommen, in der der Kandidat der Republikaner John McCain zurück schießen muss. Das ist klar, so funktioniert Wahlkampf eben. Hätte er verwundete Soldaten besucht, hätte McCain von der Fehlenden Kontakten in der Außenpolitik gewettert – so meckert er halt, dass Obama keine Soldaten besucht hat…

Was aber verwunderlich ist: John McCain (oder sein Wahlkampf-Team) macht Fehler! Ziemlich peinliche Fehler!

Erst präsentiert er („Raubkopierer“ heise online) einen Werbespot im Internet, den ihn youtube wegen der nicht lizenzierten Verwendung des Stücks „Can’t Take My Eyes Off Of You“ sofort wieder entfernt hat, stellt ihn dummerweise sofort wieder rein und macht sich somit einem mehrfachen Verstoß gegen das amerikanische Copyright schuldig.

Dann bezeichnet sein Wahlkampfmanager die jubelnden Deutschen als „kriecherisch (vogelmann: „Deutsche mögen kriecherisch sein, aber nicht kriegerisch, so wie du, törichter, alter Mann. “ 🙂 ) und nun das hier! Ein Wahlwerbespot, der nebenbei ziemlich schlecht gemacht ist, auf dem Niveau von Dreck werfenden Sandkastenkindern, in dem alle „dummen“ Aussagen der Deutschen Obama-Fans zusammen geschnitten sind:

(Video für iPhone-User hier)

Ich gebe netplanet Recht, das Ganze ist bezeichnend für ein schlicht fehlendes Wahlkampfkonzept! Auf spiegel.de gibt außerdem noch einen Spot, der Obama in eine Reihe stellt mit Britney Spears und Paris Hilton!? Wie gesagt, jetzt wird mit Dreck geworfen!

Zumindest sehen wir Deutschen so schon mal, was uns erwartet, wenn John McCain doch die Wahl in den USA gewinnt!

PS: Übrigens wird David Hasselhoff deshalb eingeblendet, weil das der Inbegriff für den schlechten Geschmack der Deutschen ist, da er bei uns zum Star wurde…
Deutschland hat schlechten Geschmack? Natürlich! Denn wir müssen ja unbedingt alles den Amis nachmachen! 😉

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Barack Obama siegt beim Super Tuesday

Erstellt von Andreas Brandl am 6. Februar 2008

Auch wenn es offenbar nicht schlimmer kommen kann, als wie es jetzt ist, so bin ich doch der Meinung, dass gerade die Amerikaner mal einen farbigen Präsidenten vertragen könnten! Es sprach bisher alles für Obama und bis jetzt sieht sah es ja auch am „Super Dienstag“ ganz gut aus!

Denn bei der Vorwahl-Schlacht konnte Barack Obama den ersten Sieg verbuchen: Laut erster Prognosen konnte er in Georgia seine Rivalin Hillary Clinton deutlich schlagen. Doch die Vorwahlen in mehr als 20 weiteren Staaten dauern noch an. (Quelle spiegel.de)

Danach gewann er in seinem Heimatstaat Illinois („Und wir freuen uns ganz besonders, die Illinois Polizeistreitkräfte hier begrüssen zu können„) und New Jersey, Clinton siegte aber inzwischen in Oklahoma, Arkansas und Tennessee

Bei den Republikanern liegt McCaine vorne mit Siegen in New Jersey, Illinois und Connecticut. Romney gewann nur in Massachusetts.

Sebbi ist auch noch wach und freut sich über die Idee von CNN einen „Kloppomaten“ zu benutzen! 🙂

Huiuiui, das wird noch spannend! 🙁

Update: Da hatte ich mich doch wohl etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt… schade!

Aber dafür der Song von Will.I.Am für Barack Obama:

Das Gruppenmitglied der Black Eyed Peas wurde von Obamas „Yes We Can“-Rede von New Hampshire inspiriert und bekommt berühmte Unterstützung (u.a. Scarlett Johansson, Tatyana Ali (Der Prinz von Bel Air), Herbie Hancock, Kareem Abdul Jabbar, Nicole Scherzinger)! Außerdem geht der Song wirklich unter die Haut

Erinnert etwas an Martin Luther King… (Text hier oder bei barackobama.com)

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Bush: Nur 935 Mal gelogen!

Erstellt von Andreas Brandl am 24. Januar 2008

Wow, ich hätte gedacht dass er das öfter hat! Aber die Studie beleuchtet ja nur die eineinhalb Jahre zwischen den Anschlägen vom 11. September und der Irak-Invasion:

Nach dieser Studie des „Center for Public Integrity„, einer Journalistenvereinigung, haben Präsident George W. Bush und sein Team fast tausend Mal gelogen und so die USA in den Krieg gegen den Irak getrieben (Ephemeridenzeit hats schön ausgerechnet: 935 Lügen sind 1,2 Lügen pro Tag).

Der größte „Lügner“ ist der Studie zufolge US-Präsident George W. Bush selbst, mit 260 Lügen (B5aktuell spricht von „nur“ 232 Lügen – vielleicht haben sie auch nur seine Aussagen zur Anklage wegen Insiderhandel herausgerechnet), dicht gefolgt von Außenminister Colin Powell mit 254 Falschaussagen. Auf den Plätzen folgen Vize-Präsident Dick Cheney, die ehemalige nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice sowie Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld.
Die häufigsten Unwahrheiten waren die „Massenvernichtungswaffen“ und die „Verbindungen der irakischen Regierung zum Terrornetzwerk al-Qaida„.

Abschließend behaupten die Autoren der Studie, „Bush und sein Stab hätten methodisch Fehlinformationen in Umlauf gebracht“ (ach was, neeiiin!). Hochkonjunktur hatten die Falschaussagen zu zwei strategisch wichtigen Zeitpunkten: Im August 2002 (kurz vor der Kongressdebatte über eine Kriegsresolution) und Anfang 2003 (als Bush seine Rede an die Nation hielt und Powell seinen umstrittenen Auftritt im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte).

Was mich aber interessieren würde…

…sind die alle Mitarbeiter und Journalisten des „Center for Public Integrity“ gestern gut nach Hause gekommen? Und geht es ihren Familienangehörigen gut? 😉

Nein, im Ernst: Diese Studie ist schon der Wahnsinn, aber ich wüsste auch gerne, wie oft unsere Politiker lügen!?!

Mehr Infos bei heute.de und diepresse.com

PS: Ein potentieller Nachfolger von Bush John McCain (Kandiadat der Republikaner) lügt nicht! Er weiß es nun mal nicht besser, wenn er behauptet, dass „Putin der Präsident von Deutschland“ ist! 😀

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