Blog-abfertigung

Blogger aus der Frankenmetropole Nürnberg

 
 

Die Bahn schafft sich Konkurrenzchen vom Hals

Erstellt von Andreas Brandl am 3. November 2010

Drei junge Studenten finden eine Lücke in einem Gesetz von 1934, das der Bahn das Monopol ebnet, indem sie spontane Fahrgemeinschaften anbieten. Also Gelegenheits- und nicht Linienverkehr, um die in Amerika so beliebten Greyhounds auch endlich hier in Deutschland etablieren zu können. Die Genehmigung kriegen sie, die Fahrgastzahlen steigen… doch nun versucht die Bahn (30 Milliarden Euro Umsatz und 240.000 Mitarbeiter) dieses Vorhaben zu stoppen!

Schön bissiger Bericht aus dem Spiegel:

…Laut dem Gesetz können Linienverkehre mit dem Bus auf einer Strecke, auf der schon Züge fahren, nur dann genehmigt werden, wenn sie eine „deutliche Verbesserung des Angebots“ darstellen. Es ist ein bisschen so, als hätte der Gesetzgeber den Markteintritt von Pepsi-Cola mit dem Argument verhindert, es gebe ja schon Coca-Cola…

(Quelle: Spiegel.de „Wie die Bahn kreative Konkurrenz zerstört“)

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Miniatur Wunderland Hamburg

Erstellt von Andreas Brandl am 21. Dezember 2008

Komm wir gehen Modelleisenbahn kucken! Da zieht normalerweise keine Frau – aber in der historischen Speicherstadt (Kehrwieder 2-4, 20457 Hamburg) ist das anders. Bekannt aus unzähligen TV-Berichten präsentiert sich die großartige Idee eines jungen, fortschrittlichen Unternehmen!

Man kommt im 3.Stock des Block D an und sieht erstmal eine lange Schlange an der Kasse! Überall anders würde man die Lust verlieren – nicht so hier: Monitore zeigen nette Filmchen, eine Grafik gibt einem eine Circa-Wartezeit an und an der Bar gibts Gratis-Erfrischungen. Nach 10 Euro Eintritt geht es innen in der Art weiter – man hat also nie den Eindruck ‚abgezockt‘ zu werden, wie in so manchem anderen Vergnügungspark. Bei Garderobe für 50 Cent, Handyaufladen 1 Euro Pfand, Möglichkeit zum Kauf einer Speicherkarte usw. bleibt man als sparwilliger Gast locker! Und wenig später erschließt sich einem eine NEUE WELT:

Eisenbahnanlagen der Spurweite H0 in den Welten Harz, Knuffingen, Österreich, Schweiz, Amerika, Skandinavien und natürlich Hamburg stehen auf 4000m² bereit erkundet zu werden. Vor allem die Detailverliebtheit läßt das eigentliche Thema Modellbahn schon fast in den Hintergrund rücken. Nach kurzer Zeit sieht man die Züge beinahe überhaupt nicht mehr. Man sucht nur noch nach den kleinen Geschichten, welche die einzelnen Szenen erzählen! Da ein Brand, hier ein Konzert, dann mal ein Gefängnis-Ausbruch oder ein Stau. Aber am besten ist das Ungewöhnliche: wie eine Wasserleiche, Sumo-Ringer, basketballspielende Aliens oder Punks vor der HSH-Arena bei HSV gegen St. Pauli! Eben Dinge, die man auf einer „Modellbahn-Anlage“ eben nicht erwartet!

Fazit:

Absolut sehenswert! Fast sogar mehr für Erwachsene als für Kinder! Denn Kinder möchten am liebsten alles anfassen! Außerdem gibt es sehr viele kopulierende Pärchen in den künstlichen Welten – es müssen sich also einige Sexisten unter den Bahnbastlern befinden! 😉 Durch das Quiz (finde den Saurier) wird man aufgefordert, ganz genau hinzusehen – was man auch unbedingt tun sollte!
Bild: „Crash in Knuffingen“! Anfangs hab ich mich noch gefreut, dass bei den Perfektionisten auch mal was schiefgeht – aber das passiert öfter mal und macht sympatisch!

Miniatur-Wunderland Hamburg Crash in Knuffingen

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Kinder, Schaffnermangel und Schneechaos

Erstellt von Andreas Brandl am 10. Dezember 2008

Aufgrund eines defekten Autos bin ich derzeit verpflichtet mit dem Zug den Arbeitsweg anzutreten! Und da bekommt man die Krise… und fühlt sich unendlich alt!

Da denke ich noch, daß meine Schulzeit noch nicht ganz so lange her ist, dass ich diese Bengel nicht mehr verstehen würde.. aber doch, es ist so! Morgens steht der Zug in Lauf nahezu 5 Minuten im Bahnhof bis die ganzen Zwerge aus dem Nürnberger Land, die in Lauf zur Schule gehen, ausgestiegen sind – ich dachte wir hätten Kindermangel?! Weitere 3 dauerts dann noch bis die Bande sich in die Bahn gedrängelt hat, die in Nürnberg die Schule besuchen. Die schlimmsten sind die ganz kleinen, die sich mit auf den Rücken geschnallten Schultaschen, welche teilweise die Ausmaße des gesamten Kerls verdoppeln, ihren Weg bahnen! Das Bild des Tages lieferte aber eine ca. 12jährige Dame, die eine Trolley-Schultasche hatte und wie eine Stewardess durch den überfüllten Zug schnürte!

Die größeren Schüler sind alle bestöpselt (zumindest ihre Ohren), die Mädels haben oft nur einen Ordner dabei (wenigstens das hat sich nicht geändert) und die Jungs nennen eine Frisur ihr eigen, mit der ich oftmals nach einer durchzechten Nacht aus den Feder krieche und mich meine Frau verließe, wenn ich derart die Öffentlichkeit beträte!

In diesem modernen Triebwagen, der an die Abmessung einer durchschnittlichen Straßenbahn heranreicht, is dann kaum so etwas wie ein Platz zu finden, denn ein Klappsitz auf dem Gang ist kein solcher! Wenigstens hat man dann von hier aus den besten Ausblick auf das allgemeine Beschäftigungsprogramm an Bord. Vom Laptop bis zur Enzyklopädie haben die Leute die verschiedensten Dinge dabei, um nur nicht mit dem einen Gesprächsfreudigen Fahrgast, der überall lauert, in Blickkontakt zu treten! Wir sind hier in Franken, da will man in Ruhe gelassen werden! 😉

In Nürnberg Hauptbahnhof dann angekommen springen Alt wie Jung aus dem ‚Zug‘ und stürzen sich wie die Lemminge in den Abgrund – dem Tunnel zu den anderen Verkehrsmitteln. Wenigstens hier hatte ich Spaß, weil ich mich an das alte Computer-Spiel „Lemmings“ erinnert sah! Hab schon überlegt, ob ich mich als „Stopper“ mitten in den Weg stelle! 🙂

Nach dem Umsteigen im anderen Zug angekommen lauschten wir der Durchsage: „Wegen fehlendem Schaffner hat der Zug ca. 10 Minuten Verspätung„! Sowas hab ich auch noch nie erlebt… ebenso wenig wie den alleine sitzenden Jüngling der urplötzlich zu fluchen begann! Und wieder dieses „bloß keinen Blickkontakt, sonst fängt ein Gespräch an“!

Was hat mir das gebracht? Naja, ich bin nur 12 Minuten später in die Arbeit gekommen, hab ein Thema gehabt, das ich auf der Heimfahrt mit den Handy bloggen konnte – und ich weiß jetzt dass die e-mail-Funktion in meinem Handy nur ca. 2040 Zeichen beinhalten darf! Also gute Nacht, denn in ein paar Stunden muss ich ja schon wieder zum Zug – und da brauch ich meine Energie! 😀

Winterimpressionen im Raum Nürnberg

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Mehdorn ist Sprachpanscher des Jahres

Erstellt von Andreas Brandl am 25. September 2007

Eigentlich wollte er nur zeigen, dass die Bahn ein auf die Zukunft ausgerichtetes und weltoffenes Unternehmen ist, das fertig für den Börsengang ist, und nun bekommt er vom Verein Deutsche Sprache (VDS) den Titel „Sprachpanscher des Jahres 2007„!

Wegen Bezeichnungen wie „Counter“ statt „Schalter“ und „Service-Point“ statt einer „Auskunft“ ist er schon der zweite Bahnchef nach Johannes Ludewig dem diese zweifelhafte Ehre zuteil wird. Der Vereinsvorsitzende Walter Krämer führt sogar noch näher aus: „…und zum Pinkeln muss man zu McClean!“. Der Zusammenschluss VDS (weltweit mehr als 30.000 Mitglieder) kritisiert seit mehreren Jahren die „überflüssige Verwendung englischer Begriffe“ in Deutschland.

Auf Platz 2 hinter Mehdorn landete der Präsident des Niedersächsischen Turnerbundes, Heiner Bartling, der eine Informationsschrift mit Formulierungen wie „highlights for beginners„, „kids in action“ oder „dance4you“ verantwortete!

Die bisherigen Sprachpanscher:

  • 2006: Günther Oettinger
  • 2005: Prof. Dr. Herbert Beck
  • 2004: Markus Schächter
  • 2003: Dr. Gerhard Mayer-Vorfelder
  • 2002: Dr. Klaus Zumwinkel
  • 2001: Wolfgang H. Zocher
  • 2000: Prof. Dr. jur. Andreas Heldrich
  • 1999: Dr. Johannes Ludewig
  • 1998: Ron Sommer
  • 1997: Jil Sander

(laut vds-ev.de)

via blaetterrauschen.de

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Trittin gratuliert Stoiber

Erstellt von Andreas Brandl am 16. Oktober 2006

Ich bin wirklich begeistert, wie humorvoll Jürgen Trittin von den Grünen dem bayerischen Ministerpräsident Edmund Stoibär zu Geburtstag gratulierte:

Wenn Sie von München nach Berlin… in 65 Jahren, dann starten Sie im Grunde genommen, starten Sie Ihre Bundeskarriere, 65 Jahre, schauen Sie sich mal die großen Präsidenten an in London oder sonstwo, Charles de Gaulle in Frankreich oder in, äh, Rom, dann werden Sie feststellen, dass 65 Jahre Sie jederzeit locker in München brauchen um das Kanzleramt zu finden. Wenn Sie vom Wirtschaftsministerium, äh, der Staatkanzlei einsteigen, – das bedeutet natürlich dass im Grunde genommen das Kanzleramt näher an Bayern heranwächst, weil das ja klar ist, weil alle Linien in Bayern zusammenlaufen.

Lieber Herr Stoiber: Herzlichen Glückwunsch zum 65.Geburtstag.
(@ Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN)

Diejenigen, die den Hintergrund dieses „Mörder-Gags“ nicht kennen, seien auf die inzwischen Kult gewordene Transrapid-Rede von E.Stoiber verwiesen, die es im Internet auch zu hören gibt. Da erfährt man auch, dass Ede gerne mal ein paar Blumen hinrichtet!

Ich muss echt sagen, die Grünen begeistern, seid sie nicht mehr an der Regierung sind…

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