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Blogger aus der Frankenmetropole Nürnberg

 
 

Meine Stellungnahme zu den Monstertrassen an die Bundesnetzagentur

Erstellt von Andreas Brandl am 7. November 2013

Endlich betreibt man in Deutschland ernsthaft eine Energiewende und schaltet diese Atomkraftwerke ab. Doch wären die Energieriesen keine Riesen, wenn Sie das einfach so hinnehmen würden. Also wird von „vielen Seiten“ die Energiewende torpediert, erschwert und Kosten verursacht, damit die Akzeptanz in der Bevölkerung sinkt. Die Politik ist zu uneins um dem entgegenzuwirken – dass sie von Energie-Lobby abhängig ist, würde ich nie behaupten.

Eine dieser Maßnahmen sind z.B. sündhaft teure und völlig überdimensionierte Übertragungstrassen quer durch Deutschland um angeblich „grünen Strom“ von Offshore-Parks in der Nordsee in den Süden der Republik zu bringen. Die Wahrheit ist aber eher, dass hier Braunkohlestrom aus Sachsen (speziell bei der Trasse von Lauchstädt nach Meitingen) transportiert werden und zudem durch diese Monstertrassen die Verfehlungen der Energiemultis vom Steuerzahler getragen werden sollen. Denn die Konzerne haben sich seit der Privatisierungswelle kaum um den Ausbau der Netze gekümmert, da sie das ja selbst hätten bezahlen müssen. Diese Trassen werden von uns allen bezahlt und die Stromriesen können weitere Gewinne ausweisen!

Vor ein paar Jahren gab es einen Winter mit viel Schnee in dem viele Strommasten einfach abknickten – weil sie einfach nicht mehr so gewartet werden, wie es vor der Zeit der Privatisierung war. Bei Kraftwerksstillegungen 1999 – 2003 wurden 110KV- und 380KV-Verteileranlagen abgebaut bzw. nicht mehr richtig gewartet – und nun halten die Bosse die Hand bei der Politik auf und verlangen eine Trasse zu finanzieren, die unseren Strom in ganz Europa verkaufen bzw. billigen Strom aus Skandinavien importieren soll – der dann wieder teuer an den Verbraucher verkauft wird.

Und als Krönung quasi steht so eine Trasse gegen die Entwicklung des Strommarktes. Denn der geht weg von einer zentralisierten Versorgung, hin zu einer dezentralen mittels Photovoltaik-Anlagen, Bürgerkraftwerken, usw. die überall aus dem Boden sprießen. Und da natürlich jeder weiß, dass die Sonne nicht in der Nacht scheint oder es auch mal windstill sein kann, deshalb sollten die Milliarden statt für diese Trassen lieber in Gaskraftwerke investiert werden, die bei Spannungsengpässen anspringen – und zudem kann das Gasnetz ja durch das sog. „e-gas“ ebenfalls erneuerbar gespeist werden (hier). Weitere Infos hier bei Energiewende ja! Monstertrassen nein!

Ein Vorschlag zur Güte wäre ja, das Kabel unter die Autobahn A9 zu legen und sich durch die Strahlung und Wärmeentwicklung das Schneeräumen im Winter zu sparen! 🙂

Was kann man also tun? Stellungnahme bis 08.11.2013 abgeben!

Eine Stellungnahme an die Bundesnetzagentur richten und sich dort zu den Maßnahmen zu äußern! Ach wenn man das schon einmal gemacht hat. Denn die Stellungnahmen sind in allen Phasen der Konsultation (Bürgerbeteiligung) zu wiederholen. Du benötigst dafür nur 5 Minuten Zeit und solltest fordern, dass die Trassenverlegung außerhalb von Wohnbebauung stattfinden muss (Info zur Stellungnahme der BI Winkelhaid).

Eine Musterstellungnahme gibt’s bei der Bürgerinitiative Winkelhaid (hier als Word oder PDF) und bitte für jede volljährige Person separat eine Stellungnahme abgeben – nicht nur per Haushalt!

Ich habe mich natürlich auf die Trasse bezogen, die durch Franken führen soll und von der noch nicht mal klar ist, ob sie östlich oder westlich um Nürnberg herumführen soll.
„Seite 80ff + 89ff: Maßnahme D09 + D16 = Korridor D: HGÜ-Verbindung Sachsen-Anhalt – Bayern / Neubau Korridor Lauchstädt – Meitingen“

Die unterschriebene Stellungnahme bitte schicken

per Post an

Bundesnetzagentur
Stichwort: Netzentwicklungsplan/Umweltbericht
Postfach 80 01
53105 Bonn

oder per E-Mail an:
nep-ub-2013@bnetza.de

Abgabefrist für eine Stellungnahme ist Freitag, der 8. November 2013!! Bitte mitmachen, es lohnt sich!

Für ein lebenswertes Franken!

Mit freundlicher Genehmigung der Bürgerinitiative Winkelhaid

Letzte Suchbegriffe dieses Artikels:

Abfertigung Politiker;

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Gutes Video: Bombay Dub Orchestra – Greenish Blue

Erstellt von Andreas Brandl am 16. März 2012

Eine wirklich gute Kombination: Gute Musik und dazu Aufnahmen von einem Atomtest:

Wie befremdlich das heute wirkt, wenn die Soldaten gleich nach dem hellen Blitz und der Druckwelle losmarschieren, ohne zu wissen, wie sehr ihnen die Strahlung schaden wird. Aber bestimmt wurde ihnen von Wissenschaftlern und Ärzten bestätigt, dass das völlig ungefährlich sei – weil man es einfach nicht wusste, damals.

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Schrottplätze der Welt

Erstellt von Andreas Brandl am 4. März 2009

artificialowl.net  hat eine geniale Sammlung von den unterschiedlichsten und spektakulärsten Schrottplätzen der Welt!

Verblüffend für uns hier in Deutschland, wo alles gesetzlich geregelt wird, zu sehen wie in anderen Ländern nach dem Scheitern von Projekten diese einfach verlassen werden: Wasser-Parks, Vergnügungsparks und sogar Achterbahnen.

Geisterstädte sind auch faszinierend (Zypern, Minen-City USA, Arktis und natürlich Chernobyl). Aber wenn ich so sehe, wie militärische Großprojekte (Bikini Atoll, U-Boot-Basis Ukraine) nach dem Scheitern in der Geschichte verfallen, da will ich gar nicht wissen, was das so alles ins Erdreich sickert… bald wird der CO2-Ausstoß unserer Autos das kleinste Problem sein…

Zeit nehmen und ansehen!

artificialowl.net

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Bombenstimmung auf Grönland?

Erstellt von Andreas Brandl am 11. November 2008

Es könnte einem Himmel-Angst werden wenn man sich so überlegt, was auf unser Erde alles so rumliegt und -fliegt, von dem wir keine Ahnung haben, da nur selten etwas zugegeben herausgefunden wird!

Nun war es aber mal wieder so weit, berichtet Der Standard: BBC und dänische Medien schockten heute nämlich mit der Meldung, dass seit 40 Jahren eine Atombombe der USA vermisst wird und irgendwo unter dem Eis von Grönland vor sich hin „gammelt„!

Am 21. Januar 1968 stürzte ein über der Thulebasis kreisender Bomber (immer bereit zum Gegenschlag auf Moskau) mit vier scharfen Atombomben ab. Trotz der verzweifelten Suche der US-Streitkräfte konnten nur drei der Sprengköpfe gefunden werden – die 4. Bombe blieb unter dem ewigen Eis Grönlands verschollen. Mehr beim Standard

Ob auf Grönland aufgrund der Klimaerwärmung überhaupt noch von „ewigem Eis“ gesprochen werden kann, bleibt fraglich – vielleicht taucht sie ja irgendwann einfach wieder unter dem Schnee auf, so wie der Ötzi! 🙂

Bis dahin müssen sich die Bomben-Sucher eben noch die Zeit vertreiben mit Wohnungsdurchsuchungen beim „Bomben-Burks„… 😉

(Sorry, aber das passte grad so schön zum Thema!)

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Sylvester-Hit: Die mit dem roten Halsband

Erstellt von Andreas Brandl am 1. Januar 2008

Alle gut ins neue Jahr rübergekommen? Ich habe gestern auf der Sylvester-Party beim Dudze in einem Sunshine-Mix diesen Song gehört, und war begeistert: „Die mit dem roten Halsband“ von Finger & Kadel:

Hier ist das Video besser (Exstase Film präsentiert den neuen Knüller):

…hier ist der Sound besser:

Ich könnte mich totlachen über diese Werbung (ich denke mal aus den 70ern) für einen Pornofilm: „Dieser Film ist eine exklusive Porno-Atombombe„! Bei teleschnecke.de ist die gesamte Werbung zu hören, bei der der Typ noch mehr ins Detail geht und nicht nur über „doppelten Gummi-Schwanz“ redet! Witzig auch, wie teleschnecke versucht das Wort „Porno“ zu vermeiden, während Joaquins Musikblog (hier) den gesamten Text abgedruckt hat! 😉

Der Clubhit ist auch ziemlich erfolgreich:

Die mit dem roten Halsband aufgelegt von The Disco Boys auf der Nature One 2007

So, das nenn ich doch mal Wünsche fürs neue Jahr: „Wenn Sie diesen Film kaufen, haben Sie die Garantie keine Enttäuschung zu erleben„! Das wünsche ich Euch, auch wenn Ihr diesen Film nicht kauft! 🙂

Die mit dem Roten Halsband von F&K bei amazon

Film via sebbis Blog

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Klimaerwärmung durch Beischlaf

Erstellt von Andreas Brandl am 9. März 2007

Leonope war es, der/die in einem Kommentar die Frage stellte „wenn alle Menschen gleichzeitig bumsen würden ob sich das Klima dadurch erwärmen würde“. Gut, verzeihen wir ihm/ihr mal den Jargon und betrachten die Frage näher:

Was sind die Voraussetzungen

Wir gehen also davon aus, dass derzeit 6.603.982.436 Menschen (Zuwachs pro Tag: 220.862 Menschen oder pro Sekunde 2,6 Menschen) auf diesem Planeten leben. Auch wenn bei peziso von einem „weltweiten Frauenüberschuss“ gesprochen wird, meldet die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung nichts dergleichen (es scheint zwar mehr Männer zu geben, aber die sterben früher). Das heißt wir reden von 3.301.991.218 Pärchen. Davon ziehen wir mal den Anteil der Bevölkerung unter 15 Jahren (29 Prozent) sowie den Anteil der Bevölkerung über 65 Jahren (7 Prozent) ab (natürlich könnten von den über 65jährigen einige noch, aber die weltweite Versorgung mit Viagra wäre ein logistisches Problem) und kämen nur noch auf 2.113.274.380 Äkte.

Bei Pepiblog hab ich gefunden, dass offenbar 5% der Bevölkerung homosexuell ist. Nun möchte ich dieser Gruppierung nicht absprechen, dass auch sie beim Thema „bumsen“ beteiligt sind, aber da Wikipedia bei den Herren vermeldet, dass „****verkehr durchaus nicht der Regelfall ist“ und ich bei den Damen das ganze nicht mit „bumsen“ betiteln würde (*lechz* 😉 ) berechne ich einfach 2,5 Prozent! Salomon hätte nicht anders gehandelt! Womit wir auch schon bei 2.060.442.520 Mal „Gnaddern“ wären.

Organisation

Auch setze ich voraus, dass das ganze Vorhaben gut organisiert ist, sodass auch alle „Berechtigten“ zu ihrer „Gelegenheit“ kommen, also auch der Einsiedler am Berg, die Forschergruppe am Nordpol, Bergarbeiter, der Schrankenwart zwischen Nürnberg und Fürth – einfach jeder! Die Unterschiede in der Tageszeit dürfte kein Problem darstellen, sofern es an einem weltweiten Feiertag stattfindet. Denn wenn sich die Probanden an ihrem Arbeitsplatz befänden, müssten eben dort geeignete „Ziele“ organisiert werden – was sich bei machen Berufen als relativ schwierig gestalten dürfte. Auch religiöse Aspekte lassen wir mal völlig außer Acht.

Um es besser berechnen zu können, müsste dann die Missionarsstellung vorgeschrieben werden (sorry liebe Gleichgeschlechtliche). Bei dieser Praktik würden sich demnach 1.030.221.260 Personen bewegen. Gehen wir mal davon aus, dass im Schnitt jeder Mensch 70kg wiegt und nur mit der Hälfte seines Körpers Bewegungen ausführt.

Auswirkungen

So kämen wir auf 36.057.744 Tonnen bzw. 36.058 Megatonnen. Die Hiroshima-Bombe hatte 12,5 MT, das heißt es wirkt 2.885 Mal die Uranbombe „Little Boy“ auf unseren Planeten. Allein auf China (1,311 Mrd. Menschen) würden 576,9 solcher Atombomben wirken.

Würde man es organisatorisch Hinbekommen, dass alle den gleichen Rhythmus haben (vielleicht nach der Atomuhr) würde sich diese Wirkung allerdings noch verstärken. Folgen wären in jedem Fall Erdbeben und Vulkanausbrüche, gefolgt von Tsunamis, da weltweit einige gigantische Berghänge abrutschen würden. Eine weitere Folge wären gigantische Umweltschäden (z.B. durch zerstörte Tanklager) und nukleare Katastrophen, da – soviel ich weiß – z.B. die Amerikaner ein Atomkraftwerk direkt auf den San-Andreas-Graben gestellt haben.

Dann dürfte allerdings die Klimaerwärmung unser kleinstes Problem sein!

(Aber vielleicht versuche ich das auch noch mal auszurechnen) Als nächstes dürfte es 9 Monate später zu einer Geburtenexplosion kommen (Ursula von der Leyen merkt auf), da sicherlich nicht die ganze Welt mit Verhütungsmitteln zu versorgen sein dürfte. Aber was in Deutschland vielleicht zu einem netten Nebeneffekt werden könnte, wäre in anderen Regionen der Welt katastrophal! Die Krankenhäuser, die noch die Verletzten der Katastrophen versorgten, wären hoffnungslos überfüllt. 6 Jahre später wären die Schulen überfüllt, was sicherlich zu einer schlechteren Bildung führen würde. 16 Jahre nach unserem Versuch würden diese schlecht ausgebildeten dann die Arbeitsmärkte überschwemmen, was mancherorts zu Unruhen und Aufständen führen wird…..

@ Leonope: So wichtig ist bumsen auch wieder nicht!! 😀

Anmerkung: Um so mehr Daten man über die Weltbevölkerung sammelt, um so mehr verliert man in Anbetracht von fehlendem Wasser und HIV die Lust an einem spaßigen Bericht. Darum lege ich jedem „Wenn die Welt ein Dorf wäre“ und den Datenreport der DSW ans Herz.

Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung

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Dänische Künstler veräppeln Ahmadinedschad

Erstellt von Andreas Brandl am 7. Januar 2007

Eine der lesbarsten oder lesenswertesten Ausgaben des SPIEGEL ist die AusgabeNr.1/ 30.12.2006 die ich gerade vorliegen habe. Folgendes unglaubliches habe ich gefunden:

Die dänische Aktionsgruppe „surrend“ hat in der „Tehran Times“ eine Anzeige veröffentlicht, die das Bild des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad zeigt und darunter

Support his fight against Bush
We are also tired of Bush
Iran has the right to produce nuclear energy
No US aggression against any country
Evil US military stay home

gezeichnet „Danes for World Peace“

OK, alleine das ist schon eigenartig, aber wenn man nun die ersten Buchstaben in jeder Zeile liest, erhält man das Wort „SWINE“, das übersetzt „Schweine“ heißt und für Muslime besonders beleidigend ist – und das neben dem Bild des Despoten.

Auf die Frage, warum man so was macht und ob nicht grad nach dem Karikaturenstreit das angespannte Verhältnis zwischen den muslimischen Staaten und Dänemark noch weiter belastet würde, meinte Jan Egesborg, der Chef der Aktionskünstlergruppe gegenüber dem Spiegel: „Ahmadinedschad ist selbst ein großer Weltprovokateur. Wir wollten ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen“.

Nun fragen wir uns alle, was das mit Kunst zu tun hat. Der SPIEGEL offenbar auch und gab diese Frage an Herrn Egesborg weiter, der dazu meinte, dass „Kunst doch Spaß machen und Emotionen erzeugen soll“ und „das täten ihre Aktionen“ schließlich auch.

(Mehr auf spiegel.deDänen schmuggeln Ahmadinedschad- Beschimpfung in Teheraner Zeitung„)

Ich finde

…das ziemlich mutig in so einer angespannten Situation (Dänemark – Muslime) auch noch Öl ins Feuer zu gießen und kurz mal nen Despoten zu veräppeln, der grad an der Atombombe schraubt. Denn bei der „Tehran Times“ ist man schon sauer und irgendwer wird dem Diktator ja dann auch mal erzählen, was mit der Anzeige gemeint ist. Hoffentlich für die Dänischen Künstler hat er dann nicht auch was auf Lager, was „kunstvoll“ ist und zu „Emotionen anregt“

Warum nur bin ich kein Künstler geworden, offenbar kann man dann alles machen (siehe auch „Google will eat itself„) und hinterher sagen: „Hey Du Banause, das ist Kunst!“ 😉

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