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Spruch des Tages: Freibier für alle

Erstellt von Andreas Brandl am Donnerstag 30. August 2007

Das hat sich Bundes-Gesundheitsministerin Ulla „ich behalte meine Polypen“ Schmidt ganz anders vorgestellt, als sie ihren Vorschlag „10 Tage Sonderurlaub für Berufstätige bei einem Pflegefall in der Familie“ auf die Tagesordnung setzen ließ. Doch leider kommt wie immer die Frage: Wer soll das bezahlen? Die Krankenkassen lehnen eine Übernahme der Kosten natürlich ab und die Union, sowie auch die Caritas reagieren skeptisch bis ablehnend auf den Vorschlag.

Herausragend in der Ablehnung war der pflegepolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Willi Zylajew (CDU), der Schmidts Idee zwar als „sehr schön“ bezeichnete, aber sie eine Ähnlichkeit hätte mit der Forderung

„Freibier für alle“

Ich finde diesen Spruch echt witzig, aber er zeigt auch, wie die Politiker in der großen Kanalisation Koalition miteinander umgehen. Wer ein bisschen Ahnung von Gruppendynamik, richtigem Diskussionsverhalten oder einfach „nur“ von Respekt hat, erkennt hier ein Exemplar der berühmten Killerphrasen. Und die haben nur den einen Zweck, den anderen „mundtot“ zu machen und wer sie verwendet, hat das Ziel zu überzeugen aufgegeben und will nur noch recht haben. Wenn die so schon miteinander umgehen…
Robert Basic hat auch noch ein paar schöne Killerphrasen parat, aber dennoch ist „Freibier für alle“ für mich einfach der Spruch des Tages. 🙂

Quelle Spiegel.de

 
 

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