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Qimonda: Verlust höher als Umsatz!?

Erstellt von Andreas Brandl am Donnerstag 31. Januar 2008

Da haut’s mir den Vogel raus: Speicherchiphersteller und Infineon-Tochter Qimonda hat am vergangenen Dienstag einen Fehlbetrag fürs 4. Quartal in Höhe von 598 Millionen Euro ausgewiesen, der höher ist als der Umsatz in der Zeit mit 513 Millionen Euro (Einbruch um 28 Prozent). Grund sei vor allem ein massiver Preisverfall auf dem Markt für DRAM-Chips (Quelle Reuters).

Nun hatte ich ja auch mal Wirtschaftslehre…

…und unser Lehrer hat uns komplexe Zusammenhänge immer so erklärt: „Du bist ein Landwirt und Du bietest Deine Waren in der kleinen Grafschaft Pegnitztal an„. Dann kuck ich mir noch die Definition von „Umsatz“ an:

Alles, was an Waren und Leistungen von einem Unternehmen verkauft wird, schlägt sich als Umsatz nieder. Alle Verkäufe des Jahres bilden zusammen die Umsatzerlöse der Geschäftsperiode…

Vielleicht hätten die von Qimonda auch mal meinen Lehrer gebraucht?

Du bist ein Landwirt in der kleinen Grafschaft Pegnitztal und verkaufst (Kartoffel-)Chips. Für Saatgut, Erntehelfer und Pferdefutter brauchst Du 1000 Taler, um einfach zu rechnen. Die Gesamt-Ernte von einer Tonne musst Du dann mindestens für 1000 Taler verkaufen. Wenn Du zusätzlich noch davon leben musst, solltest Du mehr als 1000 Taler erlösen!

Qimonda scheint also die Tonne Chips für unter 1000 Taler zu verkaufen!

Und da könnte was dran zu sein, denn der Preis für ein Standardchipmodul ist auf unter einen Dollar gefallen! Da wundert es nicht, dass die Mutter Infineon händeringend nach Käufern für ihre Qimonda-Anteile sucht, aber niemanden findet! Immerhin hat die Qimonda-Aktie seit dem Gang an die New Yorker Börse im Sommer 2006 mehr als die Hälfte ihres Werts eingebüßt.

Hätte ich die Aktie, würde ich auch händeringend nach Käufern suchen! 😉

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