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Blogger aus der Frankenmetropole Nürnberg

Das Internet als Volksempfänger

Erstellt von Andreas Brandl am Freitag 13. Oktober 2006

das Web 2.0, das Internet zu dem jeder etwas beitragen kann, ist zur Zeit in aller Munde. Aber nicht immer ist das, was der einzelne dann schließlich dazu beiträgt auch im Sinne des Erfinders.

So berichteten die B2-Radiowelt und die ComputerBild dass auch die rechtsradikale NPD diese Internetplattformen nutzt um Propagandamaterial unters Volk zu bringen. Auf youtube.com z.B werden u.a. Aufnahmen des letzten Neonazitreffens in Dresden unter dem Sammelbegriff „NPD-TV“ online gestellt. Nach den Musik-CDs für den Schulhof ist das nur ein weiteres Mittel um politisch nicht gefestigte Jugendliche zu ködern. Youtube.com hat reagiert und diese Dateien inzwischen für den Zugriff gesperrt, bei Google dagegen sind sie immer noch ohne Probleme zu sehen, denn wenn diese Dateien bei einem amerikanischen Provider ins Netz gestellt werden, ist die Deutsche Justiz und jugendschutz.net machtlos. Denn in den USA sind sie nicht ungesetzlich, da z.B. das zeigen des Hitlergrußes keine Straftat darstellt. Obwohl Goggle bei Suchergebnissen heute schon Zensur betreibt (Frontal21: Google zensiert).

Ich denke, wenn die NPD schon auf diese Idee gekommen ist, von wem werden wir dann heute schon mit Filmchen etc. beeinflusst?

Kein Verbot des Neonazi-Marschs durch Nürnberg

Zum 60. Jahrestag der Nürnberger Prozesse gegen die Nazi-Hauptkriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs wollen Rechtsextremisten am Samstag vom Justizpalast in der Fürther Straße bis zum Opernhaus durch Nürnberg marschieren. Oberbürgermeister Ulrich Maly meinte auf einer Pressekonferenz „Wir sehen derzeit keine Möglichkeit, den Aufmarsch der Rechten durch ein Verbot zu verhindern“. Die Bevölkerung Nürnbergs soll auf einer Gegenkundgebung am Kornmarkt um 14 Uhr eine „demokratische Reaktion“ zeigen und „den braunen Horden die Straße nicht überlassen“. Die Stadt erwartet 200 Rechtsextremisten und etwa 5.000 Gegendemonstranten.

 
 

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