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Blogger aus der Frankenmetropole Nürnberg

Kinder, Schaffnermangel und Schneechaos

Erstellt von Andreas Brandl am Mittwoch 10. Dezember 2008

Aufgrund eines defekten Autos bin ich derzeit verpflichtet mit dem Zug den Arbeitsweg anzutreten! Und da bekommt man die Krise… und fühlt sich unendlich alt!

Da denke ich noch, daß meine Schulzeit noch nicht ganz so lange her ist, dass ich diese Bengel nicht mehr verstehen würde.. aber doch, es ist so! Morgens steht der Zug in Lauf nahezu 5 Minuten im Bahnhof bis die ganzen Zwerge aus dem Nürnberger Land, die in Lauf zur Schule gehen, ausgestiegen sind – ich dachte wir hätten Kindermangel?! Weitere 3 dauerts dann noch bis die Bande sich in die Bahn gedrängelt hat, die in Nürnberg die Schule besuchen. Die schlimmsten sind die ganz kleinen, die sich mit auf den Rücken geschnallten Schultaschen, welche teilweise die Ausmaße des gesamten Kerls verdoppeln, ihren Weg bahnen! Das Bild des Tages lieferte aber eine ca. 12jährige Dame, die eine Trolley-Schultasche hatte und wie eine Stewardess durch den überfüllten Zug schnürte!

Die größeren Schüler sind alle bestöpselt (zumindest ihre Ohren), die Mädels haben oft nur einen Ordner dabei (wenigstens das hat sich nicht geändert) und die Jungs nennen eine Frisur ihr eigen, mit der ich oftmals nach einer durchzechten Nacht aus den Feder krieche und mich meine Frau verließe, wenn ich derart die Öffentlichkeit beträte!

In diesem modernen Triebwagen, der an die Abmessung einer durchschnittlichen Straßenbahn heranreicht, is dann kaum so etwas wie ein Platz zu finden, denn ein Klappsitz auf dem Gang ist kein solcher! Wenigstens hat man dann von hier aus den besten Ausblick auf das allgemeine Beschäftigungsprogramm an Bord. Vom Laptop bis zur Enzyklopädie haben die Leute die verschiedensten Dinge dabei, um nur nicht mit dem einen Gesprächsfreudigen Fahrgast, der überall lauert, in Blickkontakt zu treten! Wir sind hier in Franken, da will man in Ruhe gelassen werden! 😉

In Nürnberg Hauptbahnhof dann angekommen springen Alt wie Jung aus dem ‚Zug‘ und stürzen sich wie die Lemminge in den Abgrund – dem Tunnel zu den anderen Verkehrsmitteln. Wenigstens hier hatte ich Spaß, weil ich mich an das alte Computer-Spiel „Lemmings“ erinnert sah! Hab schon überlegt, ob ich mich als „Stopper“ mitten in den Weg stelle! 🙂

Nach dem Umsteigen im anderen Zug angekommen lauschten wir der Durchsage: „Wegen fehlendem Schaffner hat der Zug ca. 10 Minuten Verspätung„! Sowas hab ich auch noch nie erlebt… ebenso wenig wie den alleine sitzenden Jüngling der urplötzlich zu fluchen begann! Und wieder dieses „bloß keinen Blickkontakt, sonst fängt ein Gespräch an“!

Was hat mir das gebracht? Naja, ich bin nur 12 Minuten später in die Arbeit gekommen, hab ein Thema gehabt, das ich auf der Heimfahrt mit den Handy bloggen konnte – und ich weiß jetzt dass die e-mail-Funktion in meinem Handy nur ca. 2040 Zeichen beinhalten darf! Also gute Nacht, denn in ein paar Stunden muss ich ja schon wieder zum Zug – und da brauch ich meine Energie! 😀

Winterimpressionen im Raum Nürnberg

 
 

6 Kommentare zu “Kinder, Schaffnermangel und Schneechaos”

  1. Thea sagt:

    und da heisst es immer Zug fahren ist langweilig und öde!
    Derweilen kann man wunderschön den Blog füllen und die Mitleser spannend unterhalten.
    Herzliche Grüße und viel Spaß auf der Heimfahrt,
    Thea

  2. flow sagt:

    ein prost auf die bahn, denn sie läßt uns fahren…..mit uns im abteil nur abschaum dabei :-))

  3. andy sagt:

    @ Thea: So gesehen hast Du natürlich recht! 🙂
    @ Flow: ..wohins uns gefällt, wir brauchen kein Geld!

  4. flow sagt:

    verdammt, etz muss ich weiter machen…..
    ….heute hannover und morgen die welt :-)))

  5. fahnenmeier sagt:

    Ich bin verdammt froh, dass wenn ich mal mit der U-Bahn in die Arbeit fahren muss, erst nach 8 Uhr loslaufe … Da siehste dann nur die letzten eiligen Banker, die zur Dresdner Bank rennen … 😉

  6. andy sagt:

    Ich meine im Sommer hätte das Zugfahren sicherlich seine Reize… aber jetzt im Winter mit den ganzen dicken Jacken? 😉

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