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Lenas Sieg: Fast perfekt organisiert!

Erstellt von Andreas Brandl am Montag 31. Mai 2010

Deutschland im Freudentaumel! Zehntausende empfingen gestern in Hannover begeistert Lena Meyer-Landrut nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest 2010! Der größte Erfolg seit 28 Jahren und erst der zweite Sieg überhaupt ließ das deutsche Fernsehen spontan den Programmablauf ändern, sodass man gestern kaum Chancen hatte KEINEN Nachbericht auch Oslo zu sehen.

Wenn man sich aber so etwas zu Gemüte geführt hat, ist einem vielleicht aufgefallen, dass dieser Erfolg schon sehr lange und ganz gezielt geplant wurde. Denn Raab selbst soll nicht mit einem Sieg gerechnet haben, da man „Osteuropa viel zu wenig erreichen konnte“. In Westeuropa, speziell in Skandinavien hat man das sehr, sehr gut geschafft: Lena war dort teilweise sogar auf Platz 1 in den Charts!

Im Umkehrschluss bedeutet das aber für mich, dass wir in Zukunft wohl auch häufiger erleben werden, dass ein Grand-Prix-Song schon vorher bei uns in den Charts ist. Das heißt, diese doch genialen Schachzüge von Raab & Co. dürften wohl Schule machen und den Wettbewerb erneut leicht verändern.

Nichtsdestotrotz verstand es das deutsche Team hervorragend die Medien und so das Publikum zu unterhalten! So wie in dieser Pressekonferenz, als Raab und Lena auf die nervige „Akzent-Frage“ eine ganz besondere Antwort parat hatten:

(Video für iPhone-User hier)

No matter what they tell you, no matter what they say!
We germans have good humor and can good music play!
If you don’t like my accent, I try the best I can!
And if you still don’t like it, I sing the song again!

(via Uwes Musikblog nach der Melodie von boyzone)

Ganz peinlich aber, was sich Obermimose Ralph Siegel abzieht, der ja öffentlich bekundet hat, Lena nicht zu unterstützen. Er sieht sich nun als „einzigen deutschen Grand-Prix-Gewinner„, da der Gewinner-Song 2010 ein „dänisch-amerikanisches Lied“ wäre. Peinlich, peinlich, wenn alte Leute so zickig werden…

 
 

7 Kommentare zu “Lenas Sieg: Fast perfekt organisiert!”

  1. Pascale Beier sagt:

    Toller Beitrag, die Akzentfrage war auch irgendwie eine Fangfrage^^ – Aber eine noch bessere Antwort von unserer Gewinnerin, find ich super 😉

  2. nadine (Storyscout) sagt:

    zum beleidigten Herrn Siegel nochmal: er ist das leider etwas falsch informiert, wenn er meint der „einzige deutsche Komponist“ zu sein, der jemals gewonnen hat.
    1972 gewann Vicky Leandros mit „Apres Toi“ für Luxemburg (Deutschland wurde der Song auch angeboten, lehnte aber ab) und das Lied hat ein Deutscher komponiert.
    Also lieber Herr Siegel: nicht mit Halbwissen rumprahlen!

  3. andy sagt:

    Danke, Storyscout! Ich bin begeistert! 🙂

  4. Martha sagt:

    Ich muss sagen, dass sie sich dort echt was haben einfallen lassen. Es wirkt zwar spontan, doch es ist abgesprochen. Wie in den Artikel schon steht. Alles sehr clevere Marketingstrategien, die Raab verwendet hat. Ein Künstler wird eben heutzutage gemacht. Auf diesen Zug wird dann wohl auch die im August erscheinende Lena-Biographie aufspringen…

  5. Reinhard sagt:

    [Off Topic]

    Hallo Andy,

    mich wundert, dass du nichts zur WM schreibst. Nun, kann ja sein, dass für dich nur der Club zählt…

    Jedenfalls schreib‘ ich jetzt mal – leider off topic – meinen Beitrag dazu, in der Hoffnung, dir einen kleinen Impuls zu geben:

    Vorgestern, Freitag, Fußball, Schland gegen Serbien – dass der Schiedsrichter aus Spanien kommt ham ja dann alle gemerkt: Die haben nur gelb und rot in ihrer Nationalfahne!
    Irgendwas muß der da verwechselt haben… Bloß gut, daß wir die „Serbische Bohnensuppe“ an diesen Tag aus dem Speiseplan genommen haben.
    1:0 für die Suppe.

    Auch wenn Katrin Müller-Hohenstein noch nach dem ersten Spiel gegen die Ausis Klose einen „Inneren Reichsparteitag“ unterstellte
    (http://www.sueddeutsche.de/sport/zd….der-netzgemeinde-1.958922), so kann ich trotzdem nur sagen: „JAWOLL – weiter so mein Tabellenführer“.
    Ihr packt das noch.

    Und dann überhaupt diese blöden Vuvuzela-Tuten, die lassen sich nich mal am PC mit TV-Karte rausfiltern, entweder das Getröte is wech und der Kommentator klingt wie Kermit.
    Oder es tutet und man hört dann einen normal vor sich hin schwafeln, der vorgibt, was von Fußball zu verstehen.

    Obwohl das alles fast schon wurscht ist: Béla Réthy vom ZDF hört sich – wenn er „TOOOOR“ schreit – eh‘ schon fast so an wie dieser Frosch aus der Sesamstraße.

    Auch die ganzen Spiel-Analysen klingen so, als seien sie von der „Allwissenden Müllhalde“ aus eben dieser Straße abgesondert worden:
    Informationen von „Anno Tobak“, Datenmüll, lauter nutzloses Wissen irgendwelcher Möglichkeiten von irgendwelchen Dingen, die hätten passieren könnensollenmögenwerden…

    Reinhard

  6. SonnyB sagt:

    Ja cool, das du des hier hast, des hab ich schon gesucht …

  7. andy sagt:

    @ SonnyB: Musst halt doch öfter hier vorbei schauen!

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