Blog-abfertigung

Blogger aus der Frankenmetropole Nürnberg

 
 

Archiv für August, 2007

Britney Spears ist wieder da

Erstellt von Andreas Brandl am 31. August 2007

Nachdem man in letzter Zeit von ihr nur was hörte, wenn sie ohne Höschen aus dem Auto stieg, sich eine Glatze rasierte oder lesbisches Verhalten an den Tag legte, ist sie nun raus aus den Klatschspalten und zurück am Pop-Himmel… und das „Pop“ kommt diesmal nicht von „poppen“! 😉

Sängerin und Ex-Teenie-Star Britney Spears kehrt mit ihrem neuen Song „Gimme More“ in die Musikszene zurück. Die Singel kommt in der nächsten Woche auf den Markt.

Die Zeitschrift „Entertainment Weekly“ bezeichnet den Song der 25-jährigen als „flotte Tanzmusik“ und Musik-Insider würden bestimmt Gefallen dran finden. Britney hätte zudem einen neuen Sound und wäre neuerdings „funky“, meint das Musikmagazin. Warten wir mal ab, ob die Radiostationen diesen Song auch so oft ableiern, bis man sich daran gewöhnt hat. Zu wünschen wäre es ihr ja, dass Britney endlich wieder normal(-er) wird.

Quelle Yahoo

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Spruch des Tages: Freibier für alle

Erstellt von Andreas Brandl am 30. August 2007

Das hat sich Bundes-Gesundheitsministerin Ulla „ich behalte meine Polypen“ Schmidt ganz anders vorgestellt, als sie ihren Vorschlag „10 Tage Sonderurlaub für Berufstätige bei einem Pflegefall in der Familie“ auf die Tagesordnung setzen ließ. Doch leider kommt wie immer die Frage: Wer soll das bezahlen? Die Krankenkassen lehnen eine Übernahme der Kosten natürlich ab und die Union, sowie auch die Caritas reagieren skeptisch bis ablehnend auf den Vorschlag.

Herausragend in der Ablehnung war der pflegepolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Willi Zylajew (CDU), der Schmidts Idee zwar als „sehr schön“ bezeichnete, aber sie eine Ähnlichkeit hätte mit der Forderung

„Freibier für alle“

Ich finde diesen Spruch echt witzig, aber er zeigt auch, wie die Politiker in der großen Kanalisation Koalition miteinander umgehen. Wer ein bisschen Ahnung von Gruppendynamik, richtigem Diskussionsverhalten oder einfach „nur“ von Respekt hat, erkennt hier ein Exemplar der berühmten Killerphrasen. Und die haben nur den einen Zweck, den anderen „mundtot“ zu machen und wer sie verwendet, hat das Ziel zu überzeugen aufgegeben und will nur noch recht haben. Wenn die so schon miteinander umgehen…
Robert Basic hat auch noch ein paar schöne Killerphrasen parat, aber dennoch ist „Freibier für alle“ für mich einfach der Spruch des Tages. 🙂

Quelle Spiegel.de

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Houston, wir haben 2 Promille

Erstellt von Andreas Brandl am 30. August 2007

Wie haben wir gelacht, als wir vor kurzem gehört haben, dass Astronauten der NASA besoffen alkoholisiert in den Weltraum geflogen sind. Die Welt von Homer Simpson und Doug Heffernan gibt es wirklich, dachten wir und hätten spontan Material für mehrere Sketche gehabt… die Medien waren aber ernsthaft und auch zurecht empört.

Doch nun kommt Entwarnung: Bei einer internen Untersuchung hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa keine Beweise dafür gefunden, dass Astronauten alkoholisiert in den Weltraum gestartet sind. Und um künftig derartige Vorwürfe gar nicht erst entstehen zu lassen, sollen in Zukunft Alkohol- und Drogenkontrollen eingeführt werden, so Anna Engelke (siehe auch auf tagesschau.de) heute morgen in der B2radiowelt. Ebenso seien laut Nasa-Sicherheitschef O´Connor auch keine Hinweise gefunden worden, dass NASA-Mitarbeiter einen solchen „nassen Start“ erlaubt hätten.

Allerdings spricht ja hier alles von „alkoholisiert in den Weltraum gestartet„! Wahrscheinlich konnte man das noch verhindern, aber ob die Jungs dann rotzevoll aus dem All gekommen sind, darüber sagt keiner was! 😉 Was soll man auch dort oben die ganze Zeit machen?

Zurück zum Thema

Ich finde es ja echt „witzig“, dass die Eifersuchtsattacke der inzwischen entlassenen Astronautin Lisa Nowak (hatte im Februar eine Rivalin mit Pfefferspray angegriffen) der Auslöser für diese Enthüllungen war…

Irgendwie hab ich mir Astronauten immer als überlegene Wissenschaftler vorgestellt, die auf diesem Planeten nichts mehr schockt, da sie eh alles wissen und sie deshalb ins Weltall ausweichen müssen. Tja, heute sind eben nicht mal mehr die Astronauten perfekt…

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Beat-Box-King

Erstellt von Andreas Brandl am 30. August 2007

Im Dezember hab ich hier vom Beat-Box-Boss Bodin geschwärmt, der bei Stefan Raabs TV total das Publikum begeisterte. Es ist wirklich ultra faszinierend, was die Leute für Sounds aus dem Mund lassen.

Nun muss ich aber die Frage stellen: Wer ist der King?
Nicht den King of Rock’n Roll, sondern den King of Beat-Box:

Mr. Scratch

(kann das sein, dass der am Anfang Xavier Naidoo ist?) oder der aus Tampa

oder der hier aus Australien

Ich würds auch niemanden übel nehmen, wenn er für Lasse Gjertsen „awesome human beatbox“ stimmt:

Oder doch Bodin? Oder doch Joseph aus nouvelle star? Was meint Ihr?

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Gamer-Community im Aufbau

Erstellt von Andreas Brandl am 30. August 2007

Hinweis: Dies ist eine von trigami vermittelte Auftragsarbeit, für welche ich ein Honorar erhalte. Konkret heisst das: Ich werde dafür honoriert, dass ich über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibe (und nicht dafür, dass ich positiv darüber schreibe). (Mehr Informationen)

Willkommen zu meinem ersten von trigami vermittelten Beitrag. Nachdem ich mich in letzter Zeit ab und an mit einem Online-Spiel beschäftigte, kam mir das Angebot von Xchar, einem Social-Network für Gamer, gerade recht.

Xchar.de ist die Community für Gamer! Erfahre, welche Spieler hinter den Chars stecken und triff Gamer aus deiner Umgebung.

Xchar ist im Begriff eine Community für World of Warcraft aufzubauen, die es einem Spieler ermöglicht, andere Gleichgesinnte in der Umgebung oder Spieler, die man wieder treffen will zu finden – in Zukunft sollen auch andere Multiplayergames folgen. Weiterlesen »

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Heute vor 43 Jahren: I have a dream

Erstellt von Andreas Brandl am 28. August 2007

Am 28.08.1963 demostrierten in Washington mehr als 250.000 Menschen beim March on Washington for Jobs and Freedom gegen die Rassentrennung. Während der Protestkundgebung hält Martin Luther King seine wohl berühmteste Rede für Arbeitsplätze, Freiheit und Gleichheit speziell für die afroamerikanische Bevölkerung der USA: I have a dream („Ich habe einen Traum“):

Die Rede wird zu den Meisterwerken der Rhetorik gezählt (siehe auch Wikipedia). Mein erster Kontakt mit der Rede war, als ich feststellte, dass Auszüge aus der Rede in jeder Menge Techno-Liedern vorkam. Aber da mir jetzt keines mehr einfällt, hier ein Beispiel von Sabrina Setlur Frei sein (reinhören) – is zwar kein Techno-Lied, aber trotzdem.

Dr. Martin Luther King wurde am 4. April 1968 um 18:01 Uhr auf dem Balkon des Lorraine Motels in Memphis, Tennessee erschossen – in seinen Sarg wurden die Worte „I have a dream“ eingraviert.

(Wie schon oft gesagt: Krankgeschrieben bildet)

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Schade: Blogscout.de hört auf

Erstellt von Andreas Brandl am 27. August 2007

Zuerst hab ich es beim StoiBär gelesen, dann erst kam eine e-mail von Dirk Olbertz:

Du bekommst diese Mail, weil Du dich bei Blogscout.de angemeldet hattest und ich Dir heute mitteile, dass der Dienst mit sofortiger Wirkung eingestellt wird. Mehr Informationen bekommst Du auf blog.blogscout.de

Was ist denn da los? Ich hab fast jeden Tag auf Blogscout geschaut und meine Besuche und Suchbegriffe gecheckt! Und wo ist das jetzt alles?

Spaetestens am 15. September werden alle Daten aus der Datenbank entfernt, Du musst Dich bei Blogscout also nicht abmelden.

Dann bedankt er sich für mein Vertrauen und entschuldgt sich für die Unannehmlichkeiten….

Nunja, es war ein kostenloser Dienst – deshalb war eigentlich klar, dass er irgendwann eingestellt wird! Aber ich hab meine Blogscout-Oberfläche sehr genossen und sage auf diesem Wege Danke an Dirk Olbertz

Leider steht in seinem Blog nichts darüber, sein letzter Eintrag ist über die GEZ (das darf ich doch schreiben, oder?). Auf Blogscout.de finden wir nur einen Eintrag, der alles erklären soll:

Warum dieser Schritt? Ich wollte mit Blogscout einen Wegweiser für die Blogosphäre schaffen…

Tja, dafür hab ich Blogscout selten benutzt, auch ich nutzte nur die Statistiken.

Weiß jemand ein ebenfalls höchst-nützliches Tool?

Update: Sein neues Projekt heißt NoseRub, ein „Dezentrales Social Network„…

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Ostfränkische Orthopäden-Odyssee

Erstellt von Andreas Brandl am 27. August 2007

Sind das die Folgen der Gesundheitsreform? Oder habe ich bloß mal wieder besonderes Glück gehabt, dass ich einen Fehler im System gefunden habe:

Wie Ihr wisst, hab ich ja ein besonderes Talent mir zu dummen Zeitpunkten blöde Verletzungen zuzuziehen. Nachdem ich in letzter Zeit endlich wieder etwas Kondition aufbauen konnte, habe ich mir gestern eine Verletzung im Rippenbereich zugezogen. So hart, dass ich für ca. 2 Minuten keine Luft mehr bekam. Den Rest des Tages verbrachte ich dann damit, mich wie ein Roboter fortzubewegen, da ich bei JEDER Bewegung einen Stich in der Herzgegend bekam. Das Atmen ging dann wieder, nur mit hinlegen oder in der Nacht sich umdrehen war nix.

Also auf zum Arzt! Ich bin ja ein folgsamer Bürger, darum mach ich es so, wie es gefordert wird: Ich werde bei meinem Hausarzt vorstellig, lasse mir eine Überweisung zum Orthopäden ausstellen und begebe mich zu meinem Sportmediziner in Röthenbach. Doch ein Schild im Fenster: „Urlaub! Bis einschließlich 27.08.!“ Mist, gerade heute, dann geh ich eben zur Vertretung, der wird das auch können…

Ich fahre zurück nach Lauf und suche diesen Arzt mit dem unaussprechlichen Namen in der Nähe des Marktplatzes. Dort angekommen wundere ich mich zwar über das dunkle Treppenhaus, fahre aber trotzdem mit dem Aufzug hoch: „Urlaub! Ab 27.08.!“ Wie jetzt, wollt Ihr mich bissi veräppeln? Es wäre ja kein Problem, wenn ich mich richtig bewegen könnte…

Gut zurück zu den Pegnitzwiesen zum Auto, da komme ich beim nächsten Orthopäden vorbei. Ja, der hat mir ja mal meine gebrochene Zehe gerichtet, da geh ich jetzt rein. Die Arzthelferin ist „not amused“ dass ich nicht vorher angerufen hab. Sorry, ich dachte ich bin verletzt und gehe zu nem Arzt! Da war doch mal was mit einem gewissen Hippokrates? Als sie mich doch angenommen hat, bemerkte sie fast schon triumphierend, dass auf der Überweisung „Chirurgie“ steht und „des däff ma näd annehmä„.

Etz könnt‘ Ihr mich aweng gern haben, ich fahr zurück zum Hausarzt, der ist auch nicht da – egal, geh ich halt zu seiner Kollegin. Ich warte ne halbe Ewigkeit im Wartezimmer, während mir draußen ein pflichtbewusster Verkehrsüberwacher einen Strafzettel an den Scheibenwischer klemmt… das nächste Mal lass ich die Dinger laufen!!

Die Ärztin denkt, dass alles i.O. ist, ich es aber trotzdem noch gerne beim Orthopäden überprüfen lassen soll, wenn ich mir wegen meines Urlaubs in eineinhalb Wochen Sorgen mache.

Gut, dann schone ich mich jetzt noch etwas und fahr morgen zum Sportarzt! Hoffentlich geht die Odyssee nicht wieder von vorne los…

Anmerkung: Von der Arzthelferin meines Hausarztes hab ich erfahren, dass die beiden Praxen sich wirklich nicht überschneiden dürfen mit ihren Urlaubszeiten, und wenn das rauskommt, dass es dann Ärger von den „Vereinigungen“ gibt! Gut, dass ich keine Namen genannt habe!

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Harald Schmidt wird fünfzig…

Erstellt von Andreas Brandl am 25. August 2007

…will aber nicht feiern“ so lautete die hochinteressante Hommage an „Dirty Harry“ von Klaus Michael Heinz, die gerade in der ARD lief.

Das besondere war, dass immer auf der linken Seite die Jahreszahlen der Aufnahmen eingeblendet waren. Es wurde natürlich sein Werdegang beleuchtet, immer nett unterbrochen durch amüsante Aussagen von Harald bei Talkshows oder Interviews. So behandelte man u.a. die Sendung „Schmidteinander„, die er zusammen mit Herbert Feuerstein moderierte, sein mäßiger Erfolg bei „Verstehen Sie Spaß…?„, sein Wechsel zu SAT.1 und die Anfänge als Late-Night-Talker. Seine ersten Gehversuche als harter Showmaster, was ihm letztendlich den Namen „Dirty Harry“ eingebrachte.

Herausragend hier die Angelegenheit mit Bettina Böttinger: Diese meinte damals, er sei zu „lasch“ und müsse härter werden, woraufhin er ein Bilderrätsel mit 4 Fotos präsentierte. Im einzelnen waren da zu sehen: eine Ausgabe der Zeitschrift Emma, eine Flasche Eierlikör, eine Klobrille und Bettina Böttinger. Die Frage war dann: „Was haben diese Dinge gemeinsam?“ – Schmidt antwortete selbst: „Diese vier Dinge würde kein Mann freiwillig anfassen„. Einige Wochen später kam Frau Böttinger dann in die Harald-Schmidt-Show, verkündete, dass sie das gar nicht witzig fand und verließ mitten im Interview die Show!

Was leider nicht gezeigt wurde, war wie Schmidtchen in einer der nächsten Sendungen reagierte: Er präsentierte abermals das Bilderrätsel und stellte auch die gleiche Frage. Nur war die Antwort diesmal „Das sind alles Dinge, die unser Leben ein kleines bisschen schöner machen„!

Das Schmidt als Schauspieler begonnen hat wissen viele, dass er aber vor ein paar Jahren von der Zeitschrift „Theater heute“ von einer unabhängigen Kritikerjury zum „Besten Nachwuchsschauspieler des Jahres 2002“ (30.08.2002 Quelle hier) gewählt wurde, war auch mir unbekannt. Das Kulturmagazin widmete ihm sogar einen 8-Seitigen Bericht (Interview hier). Ausgezeichnet wurde er offenbar für seine Rollen in „Claus Peymann kauft sich keine Hose, geht aber mit mir essen„, „Die Direktoren“ (Schauspielhaus Bochum) und „Warten auf Godot„. Aber nicht nur die hohe Kultur (Kriminalpolizei – Zu wem wolln sie denn…) hats ihm angetan, er spielte auch in einigen Spielfilmen mit, so u.a. „Nich mit Leo„, „Late Show„, „Vom Suchen und Finden der Liebe„.

Gegen Ende des Berichts wurde ganz deutlich auf eine offenbare Feindschaft zwischen Schmidt und Johannes B. Kerner eingegangen. So erklärt Harald in einem „Werkstattgespräch“ (Unterhaltung nach der Show mit Zuschauern) dass man JBK nicht mehr in die Sendung einladen werde und echauffiert sich weiter über dessen sensationsgeile Berichterstattung vom „Massaker von Erfurt“ (2002).

Weiter durften natürlich der Griff an die Brust von Samantha Fox, der „Lecker“ über Verona Pooths Gesicht (damals Verona Feldbusch) und die 4stündige Dampferfahrt nicht fehlen! Für alle die es verpasst haben, es wird wiederholt und zwar

Herr Schmidt wird 50, will aber nicht feiern
22:40 Uhr, WDR, Samstag, 25.08.07

Also anschauen, oder gleich aufnehmen! Update: Ich hab es aufgenommen, aber das WDR hat einen Tatort gesendet… eigenartig war nur, dass der „Guide plus“ als Titel „Herr Schmidt wird 50, will aber nicht feiern“ verwendete…?

Netter Bericht auch auf beim FocusPolenwitze, Busengriffe, Musikantenstadel

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Endlich: Der BILDblog-Werbespot!

Erstellt von Andreas Brandl am 23. August 2007

Ja, er überrollt das Internet! So lasst die Backlink-Party beginnen! Erstmal geile Sache, dass sich „Ladykracher“ Anke Engelke und „Stromberg“ Christoph Maria Herbst dafür hergeben… und dann ist der Werbefilm auch noch echt gut!!

[sevenload Wsj6BZw]

Darsteller: Anke Engelke (Birgit), Christoph Maria Herbst (Jürgen), Tim Schmeckel (kleiner Racker), Brosche (wunderschön).
Sprecher: Michael Lott; Buch: Chris Geletneky; Regie: Tobi Baumann; Kamera: Tom Holzhauser; Produzent: Ralf Günther; Produktion: Brainpool; Auftraggeber: BILDblog.de (Bilder von den Dreharbeiten)

via Blogschrott – Film bei Timo

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Strandbar: It´s my fake?

Erstellt von Andreas Brandl am 23. August 2007

Da hab ich mir gestern die Finger wund geschrieben über den Dilenttantismus und die Blauäugigkeit der drei Möchtegern-Aussteiger Helen, Cube und Christoph (Sendung „It´s My Life“ – Drei Streithähne und eine Strandbar in Thailand und nicht der Song von Dr. Alban) und finde heute lauter Hinweise auf einen Fake!

So schreibt ein gewisser Brand33 am 05.07.07 in der Prosieben-Community, dass er „gerade aus Thailand“ komme und unter anderem auch in Koh Phangan war. Dort hat er sich „für 150 Baht“ ein Moped geliehen und sich auf dem Weg zur „Jungle Bar“ gemacht („es war wirklich ein abenteuer durch den dschungel über die berge bis hin zur saddet bucht und dann zu fuß weiter zur bar„). Dort angekommen fand er alles verlassen vor: Die „Küche und die sonstige Einrichtung“ wurden entfernt, aber er fand noch „stapelweise Zettel von einer Opening-Party am 17.03.07.“ und vermutet deshalb, dass es die „Bar genau einen Tag lang“ gab. Im übrigen würde diese „kleine Bucht“ niemand „anfahren um dort zu essen oder zu trinken“! (Quelle: community.prosieben.de Brand33).

Gut, denken wir uns, das könnte auch einer von RTL sein, der bloß gegen die Konkurrenz meckert. Aber dann präsentiert er „Beweisfotos“ (hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier) und sogar ein Bild des Zettels, den Helen am Strand in der Nähe verteilt haben soll.

Ich muss sagen…

…dass man natürlich nie weiß, was da wirklich abgelaufen ist, aber ich mich ja schon bei meinem ersten Bericht gefragt habe:

…verwunderlich ist schon, dass die Kamera immer bei den wichtigsten Ereignissen den perfekten Winkel hatte…

Vielleicht hat sich ja auch die Produktionsfirma einen kleinen Scherz erlaubt, so wie damals, als (ich glaube) Stern.TV einen Beitrag veröffentlichte über Katzenmörder, der nur gestellt war… weiß jemand was ich meine?

Sehen wir es mal so, wir haben uns gut unterhalten und uns mal Gedanken gemacht, was wir an deren Stelle gemacht hätten. So hats doch auch was positives, oder? 🙂

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Pro7: It’s my Strandbar in Thailand

Erstellt von Andreas Brandl am 22. August 2007

Ich hab es getan: Ich bin bei einer Doku-Soap hängen geblieben! So geschehen gestern auf Pro7 bei It´s My Life“ – Drei Streithähne und eine Strandbar in Thailand. Die Blauäugigkeit, der Enthusiasmus und das „hach-für-die-Kamera-muss-ich-jetzt-mal-Gefühle-zeigen“ haben mich fasziniert.

Zur Sache: Der 25-jährige Heinrich aus Wien, mit dem Spitznamen Cube, überzeugte wohl schon in der ersten Folge (die ich nicht gesehen habe) seine „Bekannten“ auszusteigen und in Thailand eine Existenz aufzubauen: die Hamburgerin Helen Unsinn (26 Jahre, Artbuyerin) und den Kärtner Christoph Lambrecht (22 Jahre, Koch). Bei einem „guten Freund“ leiht Cube sich 5.000 Euro, Helen und Christoph geben zusammen noch weitere 5.000 Euro zur Gesamtinvestitionssumme dazu und sie brechen auf.

Auf Koh Samui, genauer Koh Phangan (kenn‘ mich ja da net aus) finden Helen und Cube in einer herrlichen Bucht eine leerstehende Strandbar – der Tsunami-Interessierte weiß, dass so eine Bucht noch gefährlicher ist, aber darum geht´s ja hier gar nicht. Die beiden besichtigen die Hütte sogleich und nehmen Kontakt zu einem „Eingeborenen“ auf, der sich zufällig in der Nähe befindet. Dieser teilt ihnen mit, dass man das Ding günstig pachten könnte, was sie freudestrahlend zur Kenntnis nehmen! So aufgekratzt kommen sie zu Christoph zurück, der den ganzen „Stress nicht packte“ und lieber beim Hotel in der Nähe blieb. Auch er ist begeistert, als sie aus dem Dschungel brechen und die Bucht sehen – nur die nicht vorhandene Küche bereitet ihm Sorgen…

Was folgte waren die überragenden Pachtverhandlungen: Der „Eingeborene“ (besitzt der überhaupt ein T-Shirt) ruft eine Dumpingpreis für ein ganzes Jahr aus und die drei wollen daraufhin „den Vertrag“ unterschreiben. Aber es gibt keinen. Nur per Handschlag und Ehre wird das dort geregelt. Am geilsten der Spruch des Verpächters, der kein Papier und keine Stift dabei hat: „Why a treatment? You have three witnesses, i am only one!„. Cube gibt ihm das Geld (ich glaube umgerechnet 2.500 Euro), sie schütteln Hände und als er weg ist fällt die Hammer-Frage: „Ist der Typ hier überhaupt der Besitzer?„!! Ja und hat überhaupt jemand notiert, wann „dieses Pacht-Jahr“ anfängt und aufhört? Nicht, dass an Silvester ein neues Jahr beginnt! 🙂

Riesengroß war dann aber auch der Streit, wie der Titel schon ankündigte. Cube beichtete Christoph, dass er überhaupt kein Geld geliehen bekommen hat! Das heißt nachdem die „Gute Fee“ Tom (Hotelmanager vom Baan Panburi Hotel) die Arbeiter für den Aufbau Umbau des Strandhauses (3 Tage, 80.000 Baht = ca. 1.600 Euro?) und Einrichtungsgegenstände besorgt hat, und die drei auch noch Geschirr und Geräte gekauft haben, sind sie nun Pleite. Kurz vor einer Schlägerei lassen Helen und Christoph den Möchtegern-Aussteiger Cube in einer Bar zurück, der ihnen nachruft „machts eier Bar doch alleine“ – natürlich herrlich eingefangen von der Kamera.

Helen und Christoph schlafen unruhig und beschäftigen sich am Morgen danach mit Saubermachen, während Cube die ganze Nacht in einem Internet-Cafe war, das fehlende Geld von seiner Mutter erbettelte und es per Express nach Thailand schicken ließ. Als er ganz stolz mit der Kohle auftaucht verkünden die beiden anderem ihm aber, dass man das „überhaupt nicht mehr braucht„, weil Helen Hotelmanager Tom angebettelt hat und der, wohl für die Aufnahme des Gesprächs vor dem Hotel-Schild, ihnen auf Kommission alles lieferte.

Letztendlich konnte die „Jungle Bar“ doch eröffnet werden und der Loungebereich für 20 Personen war auch gut gefüllt, da man am doch etwas entfernten Strand Zettel verteilte. Den Gästen servierte Koch Christoph „Thai-Reis und Pasta„, dazu wurden Cocktails gereicht und in der Nacht ließ man herrliche „Papier-Ballons“ mit kleinen Fackeln in den Himmel steigen um die bösen Geister zu vertreiben… Am nächsten Morgen musste das Chaos der Feier aufgeräumt werden und Helen gehörte das Schlusswort: „So läuft das nun jeden Tag ab. Wir haben unseren Traum erfüllt…

Ich finde…

… dass der ganze Bericht ziemlich gestellt gewirkt hat. Gut, nicht so schlecht gestellt wie bei „Das Geständnis – Heute sage ich alles“, aber verwunderlich ist schon, dass die Kamera immer bei den wichtigsten Ereignissen den perfekten Winkel hatte. Auch finde ich dass die ganze Aussteiger-Angelegenheit etwas zu idyllisch dargestellt wird. Die WELT-ONLINE bringt es auf den Punkt: „Die Blauäugigkeit der Möchtegern-Aussteiger schockiert: Wie kann man es nur wagen, mit wenig Geld und ohne Plan einfach mal so nach Thailand zu gehen, um dort ein – freundlich ausgedrückt – mäßig originelles Vorhaben zu verwirklichen?„. Und ständig werden Linktipps für Auswanderer eingeblendet – hoffentlich stürzen sich da nicht bei paar ins Verderben. Denn dass man bei einigen Angelegenheiten durch eine TV-Kamera „geschützt“ wird, versteht sich ja von selbst. Die Produktionsfirma Janus setzte natürlich gezielt auf den möglichen Problemfall: „Es gibt noch ein Problem: Der thailändische Barbesitzer will den jungen Menschen keinen schriftlichen Vertrag geben. Er meint, sein Handschlag reiche aus. Ist er überhaupt der Eigentümer? Haben sie nun ihr ganzes Geld in den Sand gesetzt?„.

Noch was zu den Typen: Das sind diese typischen „Macher“ ohne nötigen Background, solche, wie sie in den letzten Jahren zahlreiche Handyshops in Einkaufszentren „in den Sand setzen“. Warum allerdings die junge Frau ihren eigentlich guten Job geschmissen hat, wage ich mal durch „rdknx“ vom Blog „128% Aggro .. oder so“ zu erklären, die auch (?) auf die Attraktivität der Jungs angesprungen ist:

Heinrich, Österreicher nach Adolfs Wunschmodell, sprach rein optisch zwar einen Fetisch von mir an, war aber inhaltlich, wie auch körperlich, eher dünn.

Wenigstens waren die meisten Aufnahmen immer mit herrlichen Moby-Songs unterlegt, also habe ich auch aus diesem Grund meinen Spaß gehabt! Vielleicht sollte man „It´s My Life“ – Drei Streithähne und eine Strandbar in Thailand noch mal senden, dann aber vielleicht unter dem Titel „Auswandern! Was sollte ich auf keinen Fall tun“!

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