Blog-abfertigung

Blogger aus der Frankenmetropole Nürnberg

 
 

Archiv für Oktober, 2006

Schmoogle-Ware bei Harald Schmidt

Erstellt von Andreas Brandl am 24. Oktober 2006

Schmoogle bei Harald SchmidtHarald Schmidt hat mal wieder einen vom Stapel gelassen! In seiner Sendung 113/1477 rief er quasi als Antwort auf Googlesche Kaufwut (YouTube, etc.) Schmoogle ins Leben und kündigte dabei an, sich mit 100,-Euro an trendigen oder ungewöhnlichen Internetseiten zu „beteiligen“ bzw. diese zu kaufen. In folgender Pressemitteilung ist auch der email-Link dabei, mit dem man eine bestimmte Seite vorschlagen kann:

Presseerklärung:
Werden Sie reich mit Schmoogle!
Haben Sie den richtigen Riecher für neue Trends im Internet?
Haben Sie eine ungewöhnliche Internetseite oder ein Blog, der/dem die Zukunft gehört?
Dann helfen wir Ihnen, sie/es bekannt zu machen!
Denn wir wollen uns einkaufen!
Schicken Sie uns den Link. Und wenn uns Ihr Angebot überzeugt, fließt Kohle. Sofort!
100 Euro Cash Kralle!
Schmoogle ist Kapitalismus pur.
Schmoogle ist die Zukunft.
Schmoogle – Der Irre kauft alles.

Seitdem ist die Blogger-Welt in Aufruhr, irgendwie möchte schon jeder da genannt werden, auch wenn einige das mit Prostitution gleichsetzen (Beine breit) – jetzt nicht unbedingt wegen der 100,- Steine, aber jeder weiß was eine Nennung im TV für Zugriffe und Backlinks bedeuten würde! Nur… nicht jeder hat so eine Fangemeinde wie Jojo… und wer schlägt sich schon selbst vor! 🙂

Wenn man nun mal nach schmoogle im Internet sucht findet man folgenden Google-Eintrag:

Suchmaschinenoptimierung für Ihre Website bestet Ranking mit …
Suchmaschinenoptimierung für Ihre Webseite. Bringen Sie Ihre Seite in die TOP10 bei den großen Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Fireball – zu 100% …
www-schmoogle-de – 2k – Im Cache – Ähnliche Seiten

Neuerdings ist auf der Seite das zu lesen, was auch Seo-Radio in seinen Suchmaschinen-news vermeldet hat, nämlich dass seit fast 5 Jahren die „Schmoogle-Gruppe“ Domainnamen registriert, die aus Wörtern bestehen, die „A-, B-, C- oder G-Prominente“ im Fernsehen gesagt haben. Anschließend werden diese Domains zu völlig überteuerten Preisen verkauft (frauen-zum-bestellen.de, killBillsBrowser.de, etc.). Überraschend nur, dass das Harald-Schmidt-Team so schluderig war und es sträflich unterließ sich die Domains schmoogle.de und schmoogle.com zu sichern – is man von denen gar nicht gewohnt!

Wer die Sendung so wie Sebbi verpasst hat, kann den Schmoogle-Clip auf http://www.hararldschmidt.tv/ nochmals sehen.

(Schmoogle-Grafik: haraldschmidt.tv)
via medienrauschen.de

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10-Euro-Scheine oder jammernde Mädels im Unterschichtenradio

Erstellt von Andreas Brandl am 20. Oktober 2006

Harald Schmidt war es, der nach seinem Wechsel zur reichen und Sendeauftrag besitzenden ARD seinen vorherigen Arbeitgeber bzw. alle privaten TV-Kanäle als „Unterschichtenfernsehen“ bezeichnete, da diese sich auf alles stürzen was irgendwie „sendbar“ sein könnte und Quote brächte.

Konsequenterweise wären dann aber auch die privaten Radiosender als „Unterschichtenradio“ zu bezeichnen…und wenn man sich dann auch mal umhört ist da durchaus was dran:

So hört man in letzter Zeit von Leuten, die wegen dem ewigen Nils-Genöle und den geheimen Geräuschen der Antenne aus Bayern auf Bayern1 umgestiegen sind – und diese Leute sind grade mal 30 und nicht unbedingt Volksmusik-Fans! Andere ertragen es nicht mehr das beste Wetter oder den aktuellsten Verkehr zu hören und steigen deshalb auf Bayern2 um. Wieder andere starten im Netz einen Aufruf: Nennt mir gute Radiosender!

Mir geht es seit längerem genauso

Das unerträglichste ist derzeit doch wohl „Shakira-Shakira„: es wird alle 5 Minuten gedudelt und immer hab ich die Bilder dieser Schlangenfrau mit dem „Doppelnamen“ vor mir! Jaja, „my hips don´t lie„, dass denk ich mir auch wieder, wenn der Weihnachtsschmaus vorbei ist…!

Außerdem ist es inzwischen auch so, dass nach dem Erfolg von „Wir sind Helden“ und „Juli“ (Das is die perfekte Welle…) jede Frau die irgendwas auf deutsch jammert im Radio abgeleiert wird – egal was sie da von sich gibt! Noch dazu erdreistet sich ein Lokalsender in Nürnberg sogar „5 Hits am Stück“ anzukündigen und nach jedem Lied zu unterbrechen um uns mitzuteilen, dass da grad 5 Hits ohne Unterbrechung laufen!

Ich traf vor einiger Zeit mal eine Reporterin von Radio „Wir spielen jedes Lied tot“ Energy und fragte sie, wann sich ihr Sender „endlich mal ne 3. CD“ zulegt. Sie erklärte mir dann ganz sachlich (anscheinend wurde sie schon öfter angesprochen) dass das so sein müsste, wenn man „Hitradio“ sein wollte. Da muss man nämlich „in einer Stunde eine gewisse Zahl von Songs aus den aktuellen Top20 spielen“. Aha, das würde aber nicht erklären, warum wenn man NRG z.B. zum Renovieren laufen lässt, man nach 3 Stunden sagen kann, was als nächstes gespielt wird…

Zu einer positiven Auswirkung dieses neuen Gewinnspiel-Hypes bringt es Antenne Bayern in Würzburg mit ihrer „Der Tausch Ihres Lebens“-Aktion. Der Sender hat 10-Euro-Banknoten in Umlauf gebracht und verspricht nun demjenigen, der einen dieser nach Schein-Nr gelosten 10ern in Händen hält sage und schreibe 10.000,-Euro! Als Folge sind viele Leute auf diese Scheine so scharf, dass das deutsch-spanische Restaurant „De La Plancha“ in Würzburg für jeden 10-Euro-Schein, den man beim Bezahlen hergibt, 3 € wieder zurückgibt!!

Die aktuelle Seriennummer des Antenne Bayern 10ers finden Sie übrigens hier (ein toller Service übrigens von Herrn Süß)

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2. deutsches BarCamp in Nürnberg

Erstellt von Andreas Brandl am 18. Oktober 2006

BarCamp NürnbergDie Frankenmetropole ist Veranstaltungsort für das zweite deutsche BarCamp, das am 16. und 17. Dezember 2006 stattfindet. Am Freitag davor gibt´s in der Nähe des Austragungsorts natürlich noch eine Kick-Off Party.

Was isna des?

Ein BarCamp wird auch als (Un-)Konferenz bezeichnet, da die Themen im Vorfeld nicht feststehen und von den Teilnehmern selbst bestimmt werden. Ausserdem gibt es keine Besucher in dem Sinn, denn jeder der Anwesenden ist quasi aktiver Teilnehmer, d.h. er ist dazu aufgerufen, selbst einen Vortrag zu halten.

Warum nach Berlin gleich Nürnberg

Alle Organisatoren leben und arbeiten gerne in der Gegend um Nürnberg-Fürth-Erlangen, ausserdem befindet sich im Städtedreieck eine sehr aktive OpenSource-Gemeinde (inklusive dem LBCN) und Firmen wie Novell/SuSE, Open-Xchange, Ancud IT, emlix, und einige andere mehr, die sich hier in der Nähe zur FH & Uni Erlangen/Nürnberg angesiedelt haben. Ort der Veranstaltung werden die Räume des LBCN und teilweise die von Novell sein.

Wer mehr darüber wissen will findet hier Infos von den BarCamps in Berlin und Zürich und natürlich auch noch ein Wiki dazu. Berichte von „Besuchern“ (die es ja nicht gibt) findet Ihr bei Laura´s Weblog und bei Imida – der Block

via marktpraxis_blog

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Trackback, Pingback oder Permalink?

Erstellt von Andreas Brandl am 18. Oktober 2006

Als Weblog-Einsteiger bin ich von den Funktionen des WordPress hellauf begeistert. Mit ein paar Plugins „gepimpt“ (verbessert) macht das Ding fast alles alleine.

Da die Blog-Sucht nun völlig ausgebrochen ist stoße ich nun vermehrt auf Fragen, wie z.B. Was ist der Unterschied zwischen Trackback und Permalink? Gut, die Funktion ist mir klar:

Wenn man in seinem Weblog aus einem anderen zitiert und dieses Zitat mit einem Link versieht, dann wird der geschriebene Artikel beim zitierten unter den Kommentaren mit einem Auszug aus dem Text aufgeführt. D.h. der zitierte wird dadurch aufgewertet, da ihn jemand für so wertvoll hielt auf ihn zu verlinken oder Passagen daraus zu übernehmen. Gleichzeitig erhält der Zitierende (in diesem Falle wir) einen Link vom zitierten auf den eigenen Blog.

So, das war jetzt 6x die Wortfamilie „Zitat“ (kylaloo hat einfacher formuliert)… nur: Ich habe mir bisher die Links immer aus der Adressleiste geholt und bei mir eingefügt, wofür bräuchte ich dann einen Trackback oder einen Permalink? Oder gar einen Pingback?

Update:

Diese Dinge dienen immer dazu themenverwandte Berichte zu verknüpfen, und zwar sowohl für interessierte Leser, als auch für Suchmaschinen:

Trackback: Jedes Posting in einem Blog hat eine Trackbackadresse, schreibt man einen Artikel der gleich oder ähnlich ist, kann man einen Trackback an diese Adresse senden lassen und der Trackback erscheint dort als Kommentar. (Boje erklärt es ausführlich)

Pingback: Wenn man ein Blog verlinkt, versucht WordPress, so diese Option aktiviert ist, das verlinkte Blog auf eben diese Weise zu benachrichtigen. Wieder erscheint ein Kommentar im angepingten Blog. Die Funktion nutzt auch wordpress.de beim „frisch gebloggt“, damit dort jeder neue Beitrag erscheint.

Permalink: Der feste URL des Postings. Damit kann man ihn direkt aufrufen, selbst wenn er verschoben wurde.

Danke an Schrottie

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Trittin gratuliert Stoiber

Erstellt von Andreas Brandl am 16. Oktober 2006

Ich bin wirklich begeistert, wie humorvoll Jürgen Trittin von den Grünen dem bayerischen Ministerpräsident Edmund Stoibär zu Geburtstag gratulierte:

Wenn Sie von München nach Berlin… in 65 Jahren, dann starten Sie im Grunde genommen, starten Sie Ihre Bundeskarriere, 65 Jahre, schauen Sie sich mal die großen Präsidenten an in London oder sonstwo, Charles de Gaulle in Frankreich oder in, äh, Rom, dann werden Sie feststellen, dass 65 Jahre Sie jederzeit locker in München brauchen um das Kanzleramt zu finden. Wenn Sie vom Wirtschaftsministerium, äh, der Staatkanzlei einsteigen, – das bedeutet natürlich dass im Grunde genommen das Kanzleramt näher an Bayern heranwächst, weil das ja klar ist, weil alle Linien in Bayern zusammenlaufen.

Lieber Herr Stoiber: Herzlichen Glückwunsch zum 65.Geburtstag.
(@ Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN)

Diejenigen, die den Hintergrund dieses „Mörder-Gags“ nicht kennen, seien auf die inzwischen Kult gewordene Transrapid-Rede von E.Stoiber verwiesen, die es im Internet auch zu hören gibt. Da erfährt man auch, dass Ede gerne mal ein paar Blumen hinrichtet!

Ich muss echt sagen, die Grünen begeistern, seid sie nicht mehr an der Regierung sind…

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Das Internet als Volksempfänger

Erstellt von Andreas Brandl am 13. Oktober 2006

das Web 2.0, das Internet zu dem jeder etwas beitragen kann, ist zur Zeit in aller Munde. Aber nicht immer ist das, was der einzelne dann schließlich dazu beiträgt auch im Sinne des Erfinders.

So berichteten die B2-Radiowelt und die ComputerBild dass auch die rechtsradikale NPD diese Internetplattformen nutzt um Propagandamaterial unters Volk zu bringen. Auf youtube.com z.B werden u.a. Aufnahmen des letzten Neonazitreffens in Dresden unter dem Sammelbegriff „NPD-TV“ online gestellt. Nach den Musik-CDs für den Schulhof ist das nur ein weiteres Mittel um politisch nicht gefestigte Jugendliche zu ködern. Youtube.com hat reagiert und diese Dateien inzwischen für den Zugriff gesperrt, bei Google dagegen sind sie immer noch ohne Probleme zu sehen, denn wenn diese Dateien bei einem amerikanischen Provider ins Netz gestellt werden, ist die Deutsche Justiz und jugendschutz.net machtlos. Denn in den USA sind sie nicht ungesetzlich, da z.B. das zeigen des Hitlergrußes keine Straftat darstellt. Obwohl Goggle bei Suchergebnissen heute schon Zensur betreibt (Frontal21: Google zensiert).

Ich denke, wenn die NPD schon auf diese Idee gekommen ist, von wem werden wir dann heute schon mit Filmchen etc. beeinflusst?

Kein Verbot des Neonazi-Marschs durch Nürnberg

Zum 60. Jahrestag der Nürnberger Prozesse gegen die Nazi-Hauptkriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs wollen Rechtsextremisten am Samstag vom Justizpalast in der Fürther Straße bis zum Opernhaus durch Nürnberg marschieren. Oberbürgermeister Ulrich Maly meinte auf einer Pressekonferenz „Wir sehen derzeit keine Möglichkeit, den Aufmarsch der Rechten durch ein Verbot zu verhindern“. Die Bevölkerung Nürnbergs soll auf einer Gegenkundgebung am Kornmarkt um 14 Uhr eine „demokratische Reaktion“ zeigen und „den braunen Horden die Straße nicht überlassen“. Die Stadt erwartet 200 Rechtsextremisten und etwa 5.000 Gegendemonstranten.

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Mafiamäßige Seitenabschaltung?

Erstellt von Andreas Brandl am 13. Oktober 2006

Wer in Google nach „Deutschherrnkarree“ (Büro- und Dienstleistungszentrum Nürnberg) sucht bekommt als zweites Suchergebnis die Internet-Seiten von „Catering, Gemeinschaftsverpflegung, Betriebsrestaurant“ angezeigt. Nach einem Klick auf diesen Link erscheint allerdings nur eine Seite mit folgendem Inhalt:

Zugriff verweigert!
Liebe Besucher, auf Grund nicht bezahlter Rechnung, wurde die Seite vom Netz genommen!
Bei Fragen, wenden Sie sich an…

Ist so was eigentlich Rufschädigung? Aber egal, denn das geht raus an alle: Bezahl Deinen Web-Dienstleister rechtzeitig, sonst knipsen wir Dich aus… 😉

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Politische Korrektheit der Engländer

Erstellt von Andreas Brandl am 12. Oktober 2006

Dass sich Engländer und Deutsche fussballerisch nicht riechen können ist ja hinlänglich bekannt. Befremdlich für uns aber immer noch zu sehen, wie die Briten diese Feindseeligkeit betreiben und wie sie mit deren Vergangenheit umgehen.

So schrieb die „The Sun“ 1996 bei der EM in England vor dem Spiel gegen Deutschland „Let’s Blitz Fritz“ (mehr Sprüche siehe unten) und schickte einen „Botschafter“ zum damaligen Nationaltrainer Berti Vogts, um ihn zur „bedingungslosen Fussballkapitulation“ und zum ultimativen Rückzug aus dem feindlichen Gelände (Wembley-Stadion) zu bewegen. Trainer Vogts wollte nicht „und deshalb befinden wir uns im Fußballkrieg“ folgerte die „Zeitung“ daraus.

Zur Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 konnten wir uns dann vor Ort davon überzeugen, welche Zeiten sich die Engländer offenbar zurückwünschen. So wurden vor dem Spiel England – Trinidad in Nürnberg Bilder von englischen Fans mit eigenartigen Shirts gemacht:

WM2006 England Trinidat in NürnbergWM2006 England Trinidat in NürnbergWM2006 Engländer in Nürnberg

Falls man es nicht genau erkennen kann:
Vorderseite: „ten german bombers flying through the air“
Rückseite: „but the Royal Air Force from England shot them down – and in the Worldcup we beat them again“
3.Bild: „get Ballack“

Mal sehen, ob ich mir für meinen London-Trip 2007 ein T-Shirt mache mit „V2 – back in London“? Mal sehen, ob die Engländer das lustig finden! Naja, bestimmt finden Sie es dann spassig ihre Prügel-Lust auszuleben…

Witzig hingegen finde ich die „Deutschland-Witze“ am Ende der Auflösung des BBC-Wissenstests „Was wissen SIE über Deutschland?“ aus 2002. Damals hatte sich nämlich der deutsche Botschafter in London über das Deutschland-Bild der Briten (spiegel.de) beschwert, worauf die BBC dann diese Umfrage machte.

How do you make a German chocolate cake?
– First, you occupy der kitchen.

A house, inhabited by a Greek on the ground level, an Italian on the first floor and a German on the second floor caught fire. Who survived?
– The German. He was out practising marching.

Update: Ich habe nun bei der Uni Erlangen eine kleine Sammlung von englischen Zeitungs-Sprüchen von der EM 1996 gefunden:

The Daily Star forderte auf „Herr we go“ (In Anspielung auf den englischen Ausdruck „here we go“ (Jetzt gehts los)“
„Bring on the Krauts“ (Macht die Deutschen fertig).

The Daily Mirror: „Achtung! Surrender!“ (ergebt Euch) „For you Fritz, ze Euro 96 Championship is over“ („ze“ als eine den Deutschen unterstellte falsche Aussprache des Artikels „the“)! Eingerahmt von den beiden Sprüchen sind die Fotomontagen von zwei deutschen Spielern mit Stahlhelm und weit aufgerissenem Mund!

The Daily Mirror erklärte „Fooball war on Germany“
The Daily Star „Watch out Krauts. Englands are gonna bomb you to bits“

Siehe auch

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Siemens: Verzicht auf 30%ige Gehaltserhöhung

Erstellt von Andreas Brandl am 2. Oktober 2006

Die Bildzeitung meldet heute, dass Siemens einen 30-Millionen-Fond für die Benq-Mitarbeiter in Deutschland bilden wird. Drüber hinaus werden auch die Siemens-Manager zu Gunsten dieses Fonds auf die 30 Prozent Gehaltserhöhung verzichten, was den Fond um weitere 5 Millionen (!) aufstocken wird. Siemens-Chef Klaus Kleinfeld meinte dazu: „Wir haben jetzt eine andere Situation, und wir möchten den Menschen ein Zeichen der Solidarität geben.“ Aus dem Fond sollen Abfindungen und Umschulungen für die 3000 Beschäftigten der insolventen Handyfirma bezahlt werden.

Managergehälter um das 40-fache gestiegen

Ein von der HU Berlin (Institut für Management) erstellter Kostenvergleich ergab, dass in den letzten 10 Jahren die deutschen Managergehälter um das 40-fache der der Mitarbeiter gestiegen ist – darum ist der Verzicht auf die 30% Erhöhung wahrscheinlich auch so leicht.

Es gibt einem wirklich zu denken, wenn man betrachtet, dass Siemens die Handy-Sparte an Benq verkauft/verschenkt hat, dazu auch noch 250 – 350 Mio Euro draufgelegt hat und die neuentstandene Tochter in drei Firmen aufteilte, nämlich eine Management GmbH, eine Asset GmbH, und die eigentliche – jetzt von der Insolvenz bedrohte BenQ Mobile GmbH & Co OHG, in der die rund 3000 deutschen Mitarbeiter zusammengefasst wurden.

Entweder wusste man bei Siemens darüber Bescheid, dass die Taiwanesen nur auf das Know-how scharf waren und dann die Arbeitsplätze in Deutschland streichen wollten, oder man hat sich von Benq über den Tisch ziehen lassen. In diesem Fall sollte man bei Siemens dann lieber über Gehaltskürzungen bei den Verantwortlichen nachdenken, als über Erhöhungen.

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Rocky 4 und die kleine Actionfilm-Fibel

Erstellt von Andreas Brandl am 2. Oktober 2006

Gerade lief auf VOX der Film Rocky IV „Kampf des Jahrhunderts“ mit Sylvester Stallone als Italian Stallion und Dolph Lundgren als Ivan Drago. Besonders da das Ende des Kalten Krieges nun schon ein paar Jahre her ist, zeigt der Film heute sehr schön, wie die USA ihre Filme machen.

Rocky Balboa als ehrlicher, aufrichtiger und patriotischer Boxer aus armen Verhältnissen (einer von uns) gegen Ivan Drago als gefühl- und herzlose Kampfmaschine, die überzüchtet und gedopt nur vom Boxreglement am gezielten Mord gehindert scheint, nebs erfolgssüchtiger und liebloser Gattin (Brigitte Nielsen), die im Gegensatz zur warmherzigen, sich Sorgen machenden Rocky-Ehefrau „Adrian“ (Talia Shire „Adrianna Pennino“) ihren blutenden und leidenden „Lebens-Genossen“ mit „Idiota“ niedermacht. Das ganze umrahmt von einem leblosen, keine Miene verziehenden kommunistischen Machtapparat, zusammen mit einem höchst unfairen Publikum, das aber bereitwillig nach kurzer Zeit zum Erzfeind überschwenkt und dabei keine Angst vor Repressalien der uniformierten Hälfte der Halle fürchten muss. Zum Schluss darf dann noch der siegreiche Yankee am Mikrophon aus dem Stegreif eine „Rede für die Welt“ halten, die sofort die zornigen Machthaber läutert und scheinbar während des Abspanns den endgültigen Weltfrieden heraufbeschwört, nachdem sich vorher schon der sowjetische Muskelberg den militärischen Drohungen wütend widersetzte.

Die kleine Actionfilm-Fibel

Ich denke ja, dass das Weiße Haus kleine Handbücher verteilt, in denen erklärt wird, wie man dem doch sehr naiven Publikum in Amerika die gewünschten Werte vermitteln kann. Und das wurde schon bei vielen Arten von Feinden angewendet, so auch nach dem 2. Weltkrieg bei Deutschland. Man schaue sich nur mal „Gesprengte Ketten“ an, wo draufgängerische, mutige, intelligente und witzige Gefangene auf „Papiere!“ schreiende Kampfroboter, nicht nur im Lager sondern auch in der Bevölkerung treffen. Der gute Cowboy gegen den Rest der bösen Welt aus Banditen und Indianern…

Denn wir sind die Guten – wir sind Amerikaner!

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