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Archiv für die 'Geschichte' Kategorie

Ereignisse der Weltgeschichte Historie

Atombombenabwurf auf Hiroshima

Erstellt von Andreas Brandl am 6. August 2012

Am 6. August 1945 warfen die Vereinigten Staaten von Amerika die erste Atombombe in einem Kampfeinsatz, noch dazu gegen die zivile Bevölkerung der Japanischen Stadt Hiroshima. 92.000 Menschen wurden sofort getötet, weitere 130.000 Menschen starben bis Jahresende an den Folgen des Angriffs, zahlreiche weitere an Folgeschäden in den Jahren danach. (Mehr bei Wikipedia „Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki„)

An diesem Tag verlor die Menschheit endgültig ihre Unschuld, als unsere „vorletzte Waffe“ eingesetzt wurde – unsere „letzte Waffe“ wird uns dann alle auslöschen….

Zum Gedenken an die über 200.000 Opfer von Hiroshima und Nagasaki

Letzte Suchbegriffe dieses Artikels:

www blogabfertigung de;

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Schrottplätze der Welt

Erstellt von Andreas Brandl am 4. März 2009

artificialowl.net  hat eine geniale Sammlung von den unterschiedlichsten und spektakulärsten Schrottplätzen der Welt!

Verblüffend für uns hier in Deutschland, wo alles gesetzlich geregelt wird, zu sehen wie in anderen Ländern nach dem Scheitern von Projekten diese einfach verlassen werden: Wasser-Parks, Vergnügungsparks und sogar Achterbahnen.

Geisterstädte sind auch faszinierend (Zypern, Minen-City USA, Arktis und natürlich Chernobyl). Aber wenn ich so sehe, wie militärische Großprojekte (Bikini Atoll, U-Boot-Basis Ukraine) nach dem Scheitern in der Geschichte verfallen, da will ich gar nicht wissen, was das so alles ins Erdreich sickert… bald wird der CO2-Ausstoß unserer Autos das kleinste Problem sein…

Zeit nehmen und ansehen!

artificialowl.net

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Spruch des Tages von Franz Kafka

Erstellt von Andreas Brandl am 1. August 2008

Heute vor 84 Jahren, am 01.08.1914 hat Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) Russland den Krieg erklärt, da Bündnispartner Österreich-Ungarn (mit Serbien im Krieg wegen des Attentats von Sarajevo auf Thronfolger Franz Ferdinand) ebenfalls mit Russland im Krieg war. Damit begann der Erste Weltkrieg.

Schriftsteller Franz Kafka (1883-1924) schrieb damals in sein Tagebuch die berühmte Notiz:

Deutschland erklärt Russland den Krieg. Nachmittags Schwimmunterricht.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich an Erich Kästner erinnern! Gemeint ist nicht der Schriftsteller, sondern der letzte Deutsche Weltkriegs-Verteran des 1.Weltkriegs, der am 01.01.2008 völlig unbemerkt von Medien im Alter von 107 Jahren verstorben ist. In anderen Nationen gäbe es da Paraden… immerhin gibt es von ihm nun eine Wikipedia-Seite und der Spiegel hat eine Art Nachruf verfasst: „Der leise Tod des letzten Veteranen

PS: Witzig finde ich in diesem Zusammenhang die Bild-Schlagzeile von biografieblog.de 🙂

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Eine Weisheit zum 125. Todestag von Karl Marx

Erstellt von Andreas Brandl am 14. März 2008

Karl Marx (Wikipedia) starb am 14. März 1883 in London (geboren am 5.05.1818 in Trier) und war der wohl bedeutendste Kritiker des Kapitalismus – was ja heute wieder modern ist. Passend dazu hörte ich eben im Radio diesen passenden Spruch, abgegeben von einem Zuhörer am Telefon:

„Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“

Und er fuhr fort mit: „Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel.

Zum Gedenken gibt es noch gute Sprüche hier, hier und einen Songtext hier – und obwohl ich nicht denke, dass Marx ein Satanist war, hier eine ganze Sammlung von Aussagen! 😉

Quelle meines Spruches „Die kapitalistischen Bedingungen der Forschung
(T.J.Dunning, zitiert nach Marx: , in MEW 23, Berlin 1966, S. 788)

Bücher von Karl Marx hier

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Eva Herman liegt bei Kerner auf dem Schafott

Erstellt von Andreas Brandl am 11. Oktober 2007

Die deutsche Moderatorin und Autorin (Das Eva-Prinzip) Eva Herman musste die Talkshow von (Schmidt-Feind) Johannes B. Kerner vorzeitig verlassen („Ich entscheide mich für die anderen drei Gäste und verabschiede mich von Eva Herman„), weil sie „ihr missverständliches Zitat über das Familienbild der Nazis nicht geraderücken wollte“. Henryk M. Broder hat darüber für spiegel.de einen herrlichen Beitrag über den Zustand der deutschen Debatte über das Dritte Reich geschrieben:

Henryk M. Broder: Der programmierte Eklat

Vielleicht vorher schon als kleiner advertiser ein paar Auszüge:

„…Es gibt eine Regel bei Diskussionen über aktuelle Themen, die sich jeder Teilnehmer merken sollte: Wer zuerst Hitler, Nazis, Drittes Reich sagt, hat die Arschkarte gezogen…“

„…Das war so fair, als würde man einen Nichtraucher und Vegetarier zu einem späten Verbündeten von Adolf Hitler erklären. Und da verlor sogar Eva Herman die Contenance. „Ich möchte nicht mehr Stellung nehmen“, sagte sie, „es sind auch Autobahnen gebaut worden, und wir fahren heute drauf.“ Worauf Kerner feststellte: „Autobahn geht nicht!“, Senta Berger drohte: „Ich gehe jetzt!“, und Margarethe Schreinemakers kreischte: „Das ist unerträglich!“ Dabei war das der einzige Satz, den Eva Herman sagte, der richtig war und an dem es nichts auszusetzen gab. Dass er eine solche Empörung auslöste und schließlich zu Hermans verfrühtem Abgang führte, zeigte nur eines: „Was trifft, trifft auch zu.“ (Karl Kraus)…“

und sehr interessant:

„…Und es sind nicht nur die Autobahnen, die zum gerne und selbstverständlich benutzten Erbe des Dritten Reiches gehören. Der Historiker Götz Aly hat in seinem Buch „Hitlers Volksstaat“ an vielen Beispielen belegt, woher der Reichtum der Bundesrepublik kommt und welche sozialen Regelungen von den Nazis übernommen wurden, darunter das sogenannte Ehegattensplitting und die Krankenversicherung für Rentner. Wer sich heute glaubwürdig und nachhaltig von den Nazis distanzieren wollte, müsste nicht nur die Autobahnen meiden, sondern auch auf das Kindergeld verzichten, schließlich wurden im Dritten Reich Ehestandsdarlehen gewährt, die durch die Geburt von vier Kindern vollständig getilgt werden konnten…“

Unbedingt lesen!

PS: Ich berichte hier völlig wertfrei – nicht, dass ich auch noch als Nazi gelte! Wäre witzig bei meiner Hautfarbe! 😉

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11. September 2001

Erstellt von Andreas Brandl am 11. September 2007

Am 11.09.2001 steuerten Terroristen zwei entführte Flugzeuge in das World-Trade-Center in New York, eines ins Pentagon in Washington und eines stürzte vermutlich durch den Kampf der Passagiere in der Nähe von Pittsburgh ab.

Zum Gedenken an die 3003 Toten der Anschläge:

[myvideo 53186]

<img src=“http://ad.zanox.com/ppv/?8851425C1480085708″ alt=““ width=“1″ height=“1″ align=“bottom“ border=“0″ hspace=“1″ /><a href=“http://ad.zanox.com/ppc/?8851425C1480085708T“>MyVideo im Netz!</a>

Mehr Infos auf Wikipedia „Terroranschläge vom 11. September 2004

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Geiseldrama in Beslan 2004

Erstellt von Andreas Brandl am 2. September 2007

Vom 1. bis zum 3. September jährt sich das Geiselnahme von Beslan, das auch als „Massaker von Beslan“ in die Geschichte einging. Damals stürmten Terroristen eine Schule in Beslan im russischen Nordossetien und brachten die Insassen (ca. 1500 Menschen) in ihre Gewalt. Als nach Tagen der Geisenahme die Polizei und das Militär die Schule stürmten, kam es zu Hunderten von Toten, darunter sehr viele Kinder.

Am gestrigen Freitag gab Hermann Krause, Korrespondent in Moskau, ein hochinteressantes Interview bei Thomas Meyerhöfer in der B2radioWelt ab zum Thema „Drei Jahre nach dem Geiseldrama in Beslan“. Demnach sollen die meisten Opfer durch die Waffen des Militärs ums Leben gekommen sein, teilweise sollen Kinder bis zur Unkenntlichkeit verbrannt gewesen sein und sogar Panzer hätten in die besetzten Gebäude gefeuert. Unbedingt anhören:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Ich finde das Interview von ihm ausgesprochen mutig

Mehr Infos bei Wikipedia

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Heute vor 43 Jahren: I have a dream

Erstellt von Andreas Brandl am 28. August 2007

Am 28.08.1963 demostrierten in Washington mehr als 250.000 Menschen beim March on Washington for Jobs and Freedom gegen die Rassentrennung. Während der Protestkundgebung hält Martin Luther King seine wohl berühmteste Rede für Arbeitsplätze, Freiheit und Gleichheit speziell für die afroamerikanische Bevölkerung der USA: I have a dream („Ich habe einen Traum“):

Die Rede wird zu den Meisterwerken der Rhetorik gezählt (siehe auch Wikipedia). Mein erster Kontakt mit der Rede war, als ich feststellte, dass Auszüge aus der Rede in jeder Menge Techno-Liedern vorkam. Aber da mir jetzt keines mehr einfällt, hier ein Beispiel von Sabrina Setlur Frei sein (reinhören) – is zwar kein Techno-Lied, aber trotzdem.

Dr. Martin Luther King wurde am 4. April 1968 um 18:01 Uhr auf dem Balkon des Lorraine Motels in Memphis, Tennessee erschossen – in seinen Sarg wurden die Worte „I have a dream“ eingraviert.

(Wie schon oft gesagt: Krankgeschrieben bildet)

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30. Todestag von Elvis

Erstellt von Andreas Brandl am 16. August 2007

Heute vor 30 Jahren, am 16. August 1977 starb der King of Rock’n’Roll, Elvis Presley. „Auf dem Boden eines Badezimmers in einem Haus namens „Graceland“ in Memphis, US-Bundesstaat Tennessee“ verstarb der King, „mutiert zu seiner eigenen Karikatur. Das alles ist vielleicht vergessen, geblieben sind seine Stimme, sein Rhythmusgefühl, seine Bühnenpersönlichkeit“ schreibt die Rheinische Post heute.

Aus diesem Anlass hat Moritz von Uslar im SPIEGEL (31/2007) eine Liste von Songs erstellt, mit denen jeder „innerhalb einer halben Stunde ein glühender Elvis-Fan werden kann – wenn er denn will. Wer nicht will, will nicht, muss nicht, kann anders, herzlichen Glückwunsch. Die Liste lautet„:

My Happiness 1953
Good Rockin‘ Tonight 1954
Mystery Train 1955
Crying in the Chapel 1965
One Night (vom NBC-TV-Special) 1968
If I Can Dream 1968
Suspicious Minds 1969
Long Black Limousine 1969
Burning Love 1972
Unchained Melody 1977

(Für jeden, für den das etwas „vor seiner Zeit war“, hab ich die Links zu Musicload eingebaut. So kann jeder mal reinhören oder gleich runterladen.)

Moritz von Uslar gibt auch zu jedem Lied eine Erklärung ab, warum es auf die Liste kam. Herausheben möchte ich die Begründung für Unchained Melodie:

Dieses grandiose Lied sang Elvis am 21. Juni 1977 in Rapid City. Er saß am E-Piano und man sah schon deutliche Anzeichen seiner gesundheitlichen Probleme. Helfer mussten das Mikro halten, aber er gab noch mal alles. Dann stand er auf und Bodyguards führten ihn aus der Halle. Was folgte war die inzwischen legendäre Durchsage an die Zuschauer: „Ladies and gentlemen, Elvis has left the building„…

Ich finde…

…Elvis hat sich durch seine Stimme, Hingabe, durch sein Wandern durch die Musikstile, seine Person und natürlich durch die „Hits für die Ewigkeit“ sich schon zu Lebzeiten unsterblich gemacht, darum kann man mit Recht behauten:

Der King lebt!

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Rassentrennung in Las Vegas

Erstellt von Andreas Brandl am 11. Juli 2007

Ich habs hier ja schon mal ausgeführt, dass Krankheit bildet – natürlich nur, solange es sich um etwas harmloses handelt. Nun bin ich mal wieder in Decken gewickelt und habe etwas wirklich erstaunliches auf Discovery Geschichte gesehen:

Die Dokumentation „Schwarzes Las Vegas – Zutritt durch die Hintertür“ behandelt die Rassendiskriminierung in Amerika, die bis in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts reichte, am Beispiel von Las Vegas, wo dieses Gebaren die absurdesten Blüten trieb.

Im Jahe 1942 wurde der Ort in der Wüste von Nevada zur Stadt des Glücksspiels und mußte dafür immer mehr zahlungskräftige Leute anlocken. Da diese aber auch ordentlich unterhalten werden wollten, buchte man die angesagtesten Sänger und Entertainer dieser Zeit für Auftritte. Doch ein Großteil dieser hatte eine dunkle Hautfarbe.

Um aber die rassistischen weißen Kunden nicht zu verlieren, behielt man kurzerhand die bestehenden Verbote für Schwarze bei, wie z.B. kein Betreten des Strip und keine Übernachtung in einem Luxus-Hotel. Es war also an der Tagesordnung, dass berühmte Künstler vor hunderten Menschen sangen, begeistert gefeiert wurden und dann über die Hintertür der Küche den Veranstaltungssaal zu verlassen hatten.

Wie krank die Denke der „Weißen“ damals war zeigen die Beispiele von Lena Horne und Sammy Davis Jr.:

Lena Horne sollte 1947 im Hotel Flamengo von Benjamin „Bugsy“ Siegel auftreten, aber bitte wo anders übernachten. Sie beschwerte sie daraufhin beim Mafiaboss persönlich und dieser genehmigte „ausnahmsweise“ ihren Aufenthalt für ein paar Tage. Doch während der Zeit wechselten jeden Morgen Zimmermädchen die Bettwäsche und verbrannten die benutzen Laken! Lena Horne war für 9 Jahre die einzige Schwarze, die in Vegas in einem Luxus-Hotel übernachten durfte.

Bei Sammy Davis Jr. wurde es noch „beknackter“, vor allem, da wir alle wissen, wie sehr die Amis ihn verehrt haben. Dieser wurde 1959 zusammen mit Frank Sinatra bei Auftritten im Hotel Sands (wo sie sich einen Namen als „Rat Pack“ machten) gefeiert, durfte aber nur nach energischer Intervention von „Frankie Boy“ dort übernachten. Eines Abends wollte Sammy den Hoteleigenen Pool nutzen und sprang „gekonnt ästhetisch“ ins kühle Nass. Am nächsten Morgen, als sich ein paar Texaner beschwerten, lies das Hotel das Wasser des Pools wechseln! Und das in der Wüste und immerhin fast 4 Jahre nachdem Rosa Parks mit ihrem „Montgomery Bus Boycott“ mehr Respekt für „Colored People“ erkämpft hatte.

Gut, jetzt mag mancher sagen: Das ist lange her. Aber es gibt Gegenden in den USA, da ist das immer noch so!

Wie würde Asterix sagen: Die spinnen die Amis!

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Test: Kennen Sie die DDR?

Erstellt von Andreas Brandl am 29. Juni 2007

Ich mach ja hin und wieder gerne mal bei solchen Wissenstests mit und hab zu meiner Freude beim „FTD-Test um Deutscher zu werden“ mit „Auszeichnung!“ bestanden! *prahl*

Heute hab ich wieder einen gemacht: „Kennen Sie die DDR?“ von Stern.de! „Auferstanden aus Ruinen“, so begann die Hymne der DDR. Was wissen Sie noch? Ja, aber zum Teil waren da schon recht schwere Fragen dabei, aber mit Stolz kann ich sagen, dass ich als Wessi „das rote Deutschland“ ganz gut kenne:

Ergebnis: Sie haben 67% der maximal erreichbaren Punkte

Jeder, der mich übertrumpfen will kann auch hier mitmachen und mir ne Hardcopy schicken!

Update: Jaja, bei dem Thema DDR kenn ich mich nicht aus, und schon machen alle mit! Auch Farlion war besser als ich:

Farlions Ergebnis: Sie haben 75% der maximal erreichbaren Punkte

Aber als ich beim Deutschland-Test der FTD 39 von 42 Fragen richtig hatte, hat keiner von Euch mitgemacht!! 😉

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Spruch des Tages über Boris Jelzin

Erstellt von Andreas Brandl am 25. April 2007

Zum Gedenken an den früheren russischen Präsidenten Boris Jelzin (verstorben am 23.04.2007 in Moskau) habe ich heute einen herrlichen Spruch von Dr. Johannes Grotzky, BR-Hörfunkdirektor und ARD-Korrespondent im Gespräch mit Petra Diroll in der Bayern2-radioWelt.

In dem Gespräch erzählte Johannes Grotzky wie man seinerzeit versuchte, Jelzin seines Amtes zu entheben. So habe der KGB einer westliche Zeitung Informationen zukommen lassen, dass Boris Jelzin betrunken in einem Strassengraben gefunden worden wäre. In russischen Nachrichten wurde dann diese Zeitung als „objektive Quelle aus dem Westen“ zitiert. Doch die Bevölkerung war nicht schockiert, im Gegenteil sagte man sich:

Endlich mal einer von uns, der säuft wie ein richtger Russe und auch mal halbtot im Strassengraben liegt!

Diese Diffamierungskampagne ging wohl gründlich in die Hose. Bei uns war Jelzin wegen seiner Alkoholeskapaden eher verkannt, doch in seiner Heimat war er „ein Mann des Volkes“. Außerdem war er es, der den Stalin-Erlass zurückgenommen hat, nach dem alle vermissten sowjetischen Soldaten Kriegsverbrecher wären und deren Schicksale, genauso wie die von den deutschen Soldaten, nicht geklärt werden durften.

Quelle: Podcast der Bayern2-radioWelt

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

PS: Dass jemandens Popularität durch Alkoholausfälle steigen kann, erleben wir gerade bei Bielefelds Ernst Middendorb! 😉

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