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Blogger aus der Frankenmetropole Nürnberg

Märklin ist insolvent

Erstellt von Andreas Brandl am Mittwoch 4. Februar 2009

Ich habe wässrige Augen! Laut N-TV.de ist der Göppinger Modelleisenbahnbauer Märklin ist insolvent! Kredite bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Göppinger Kreissparkasse waren ausgelaufen, zudem kämpfte das Unternehmen seit Jahren mit roten Zahlen.

Märklin, der große Konkurrent von meiner ARNOLD-N, als es Ende der 80er immer mehr in Richtung Digitalisierung der Modellbahnanlagen ging…

Arnold-N Modellbahnhersteller aus Nürnberg

Da fällt mir ein. was wurde eigentlich aus meiner Marke? Was wurde aus dem 1906 in Nürnberg gegründeten Spielwarenunternehmen Arnold?

Ein bisschen hab ich mich durch die Foren gelesen: Offenbar waren die schon 1995 insolvent, wurden dann von Rivarossi übernommen, die aber 2003 auch Pleite gingen. So hat sich das englische Unternehmen Hornby Plc. Teile von Rivarossi gesichert  u.a. den Markennamen „Arnold“. Seit 2006 gibt es nun wieder Modellbahnprodukte unter dem Namen Arnold im Handel, welche aber leider wie so vieles anderes in China produziert wird. *schnief*

Wenigstens verbleibt die Hornby Deutschland-Vertretung im Frankenland (Ostpreußenstraße 13, D-96472 Rödental) nördlich von Coburg!

PS: Wenn ich heute über Bahn blogge, dann möchte ich natürlich auch auf die Abmahnung der Deutschen Bahn AG gegen netzpolitik.org hinweisen.

 
 

4 Kommentare zu “Märklin ist insolvent”

  1. bullion sagt:

    Ich – oder besser mein Vater – hatte als Kind natürlich auch eine Arnold-N-Bahn. Allein bei dem Logo überschwemmt mit eine Nostalgiewelle.

  2. andy sagt:

    @ Bullion: Ich glaube ich muss am Wochenende gleich mal wieder bei meinen Eltern in den Keller gehen und meine Arnold-N besuchen! Mein Vater hat auch immer schön mitgeholfen an der Anlage rumzubauen! 🙂

  3. Rui sagt:

    Das ist natürlich schade. Das wusste ich nicht, dass es bei denen so schlecht aussieht. Aber derzeit schaut es ja überall so schlecht aus. Aber um dieses Unternehmen wäre es wirklich sehr schade. Vielleicht kann man es ja noch irgendwie retten. Aber wenn es mal so weit ist, dann ist schon fast alle Hoffnung verloren.

    Was die Abmahnung betrifft, da muss ich sagen, bin ich echt geschockt. Die Bahn ist hier meiner Meinung nach echt zu weit gegangen. Ich hoffe, dass er aus der Sache heil raus kommt.

  4. Sven sagt:

    Märklin und Co kämpfen schon seit 10 Jahren ums Überleben. Nicht zuletzt hat ja auch das Internet viel dazu beigetragen, dass die Freizeit anders verbracht wird als vor 15 oder 20 Jahren. Schade drum, aber die Welt geht nicht unter.

    Oder vermisst heute jemand die ehemals bekannten Hersteller von Blechautos und Ton / Keramikpuppen, die ebenfalls wegen Änderung des Konsumverhaltens Ihren Betrieb einstellen mussten. Auch Hersteller von Holz Bierfässern oder Kutschen konnten nicht gerettet werden.

    Im Endeffekt hätte sich Märklin schon vor 10 Jahren anders aufstellen und sich von dem Gedanken ehemalige Umsatz und Gewinnziele erneut erreichen zu können verabschieden müssen.

    Ich selbst habe auch noch meine alte Bahn auf dem Dachboden, aber da wird mit Sicherheit nichts mehr dazugekauft.

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